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RO, USA 2009
Originaltitel:Anacondas: Trail of Blood
Alternativtitel:Anaconda 4
aka. Anaconda 4: Trail of Blood
Länge:84:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Don E. FauntLeRoy
Buch:David C. Olson
Kamera:Don E. FauntLeRoy
Musik:Peter Meisner
SFX:Lucian Iordache
Darsteller:Crystal Allen, Calin Stanciu, Linden Ashby, Danny Midwinter, Ana Ularu, Claudiu Bleont, Anca-Ioana Androne, Emil Hostina, Alexandru Potocean, John Rhys-Davies, Dan Badarau, Marcello Cobzarju
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.07.2009 (Verleih) / 16.07.2009 (Kauf)



Inhalt
Der todgeweihte Magnat Murdoch beauftragt einen Arzt, einen neuen Bestand Blutorchideen zu ernten und mit ihrem regenerativen Nektar Experimente an einer kleinen Anaconda durchzuführen. Über Nacht wächst die Babyschlange zu einem Monster heran, das groß und hungrig genug ist, um den guten Doktor zu verspeisen, bevor es sich frisch gestärkt auf einen Amoklauf begibt. Die attraktive Forscherin Amanda ist entschlossen, die gefährlichen Tiere zu töten, an deren Entstehung sie selbst beteiligt war, und führt ein Team junger Wissenschaftler gegen Murdochs eiskalte Bande bewaffneter Schläger an, um die begehrten Orchideen in Sicherheit zu bringen, bevor die gefährliche Schlange beide Parteien erwischt. Das angriffslustige Reptil scheint unbesiegbar, gleitet unbeschadet durch Explosionen und Feuergefechte und regeneriert sich jedes Mal aufs Neue, um unersättlich alles zu verzehren, was sich ihm in den Weg stellt.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer ist dem des Interner Linkdritten Teils ähnlich und sorgt für einige Überraschungen. Die Schärfe befindet sich auf einem hohen Niveau, zeigt sich durchweg sehr detailliert und plastisch und darf selbst in Totalen noch mehr als gute Werte abliefern. Nur selten wird das Bild etwas weicher gezeichnet, sieht dann aber niemals unscharf oder verschwommen aus. Der Kontrast überzeugt mit einer hervorragenden Durchzeichnung und einem guten Schwarzwert, der nur selten Details verschluckt. Insgesamt könnte das Bild jedoch noch etwas heller ausfallen. Dafür bietet die Farbdarstellung gute, meist natürliche Werte. Bildrauschen ist nicht vorhanden und selbst in schnellen Bewegungen bleibt das Bild angenehm scharf. Schmutz und Defekt lassen sich ebenfalls nicht ausmachen und die Kompression arbeitet bis auf wenige Ausnahmen angenehm ruhig. Für einen B-Movie wirklich gut.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Von einer Low Budget-Produktion darf und sollte man nicht allzu viel erwarten, doch im Fall "Anaconda: Trial of Blood" ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend ausgefallen. Im Gegensatz zu vielen seiner Genre-Kollegen überzeugt die deutsche Synchronisation und die gesamte Abmischung wartet mit einer Vielzahl kleinerer, aber gut platzierter Surroundeffekte auf. Das sorgt zusammen mit dem Score für die nötige Räumlichkeit, denn selbst wenn kein wirkliches Mittendringefühl erzeugt wird, gibt es teilweise sehr gut ortbare Umgebungsgeräusche und nette direktionale Effekte. Der Bass könnte noch etwas aggressiver arbeiten und auch der Dynamikbereich hätte etwas besser mitspielen dürfen, was den 5.1-Mix überwiegend etwas dünn und flach ausfallen lässt. Der englische Track weicht davon nicht sonderlich ab und bietet ebenfalls ein paar gut platzierte, aber etwas kraftlose Effekte und saubere und stets gut verständliche Dialoge, welche man wahlweise Deutsch, Englisch oder Türkisch untertiteln lassen kann.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Anaconda (1:59 Min.)
    • Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee (2:06 Min.)
    • The Spirit (1:09 Min.)
    • The International (1:25 Min.)
    • Underworld - Aufstand der Lykaner (1:53 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Bis auf eine handvoll Trailer gibt es kein Bonusmaterial. Dafür liefert Sony Pictures die DVD mit einem FSK-Wechselcover aus.
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Fazit
Der Mensch ist ja unermüdlich und kann eine Menge Schmerzen ertragen, also angstbefreit ran an den vierten Beitrag zur "Anaconda"-Serie, denn wer Onkel Hasselhoff überlebt hat, schafft auch die zweite Hälfte des Back-to-Back-Double-Features rund um Blondbrötchen Crystal Allen (Hände hoch, wer das auch für einen Porno-Namen hält ...).
John Rhys-Davies ist wieder mit im Boot, noch immer will der rücksichtslose knochenkrebskranke Multi-Millionär im rumänischen Forst eine Kur gegen seine Krankheit abfegen und lässt dementsprechend im lustigen Weinberg rumzüchten, was die Hütte hält. Natürlich benutzt sein bevorzugter Solobiologe auch hier wieder einen zu kleinen Käfig, doch dafür hatte er vor dem Versnacktwerden noch den genetischen Zuchterfolg, dass das Riesenvieh jetzt Klonkräfte entwickelt und abgetrennte Teile durch Reproduktion per PC ersetzt, sensationellerweise sogar, wenn man den Kopf runterschießt. Für den nötigen Bodycount sorgen neben Frau Allen ein blonder Wandersmann, eine Gruppe von Paläo ... die wollen jedenfalls was ausgraben, was aber auch unwichtig ist, weil sie dazu nicht kommen. Team 1 ist schon verfrühstückt, als Team 2 anrückt. Drei Bäume weiter steht schon die fünfköpfige Söldnertruppe parat, die sich gern selbst dezimiert und die treffen dann irgendwann aufeinander und es geht richtig zur Sache.

Bis dahin kann ich glückstrahlend vermelden: Es ist nicht ganz so kreuzdoof wie in Teil 3, tatsächlich benehmen sich die Wissenschaftskollegen einigermaßen vernünftig und halbwegs logisch, wenn auch nicht berauschend unterhaltsam. Der Plot ist mäßig zusammengeklöppelt, aber alle warten eh nur auf das 20-Meter-Reptil, das auch diesmal verdammt WENIG nach einer Anaconda ausschaut und irre Zähnchen präsentiert, mit denen es gern Köpfe wegrupft - allerdings ohne den exzessiven Goregehalt von Teil 3.
Wieder mal in einem Häuschen im Grünen und dem angrenzenden Schrebergärtchen gedreht, wirkt das alles bisweilen sogar ganz DVD-passabel. Besonders gelungen empfinde ich den Horizontshot einer Verfolgungsjagd, wo man auf einem Hügel nur die Silhouetten der Flüchtenden und der Schlange wahrnehmen kann, da sind die alten Bugs-Bunny-Cartoons irgendwie ganz nahe.
Ansonsten gibt es nur noch zu notieren, dass endlich mal mehr als nur einer überlebt und dass man aus schlichter Einfallslosigkeit zum Schluss noch eine weitere Schlange aus dem Nirgendwo zückt, die dann wohl endgültig für die Entvölkerung des Ostblocks sorgen wird. Nicht ganz schlecht, nicht richtig gut, ordentlich gespielt und nicht zu trashig. Das sorgt zwar nicht für ein Edelsteinchen, man muss sich aber auch nicht zu sehr auf der Couch winden, um die 85 Minuten zu überleben.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Anaconda
Anaconda - The Offspring
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