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UK, USA 2009
Originaltitel:Monty Python: Almost The Truth - The Lawyer's Cut
Länge:332:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Bill Jones, Alan G. Parker, Ben Timlett
Kamera:Nick Ray Rutter
Darsteller:John Cleese, Michael Palin, Terry Jones, Eric Idle, Terry Gilliam, Graham Chapman
Vertrieb:edel motion
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Endlich ist die komplette Geschichte von Monty Python zum allerersten Mal (oder doch zumindest zum ersten Mal seit dem 30. Jubiläum) erhältlich. Dabei geht es keineswegs nur um Papageien, den Gral und Brian. Dies ist die detaillierte und wahre (okay, zugegeben, die fast wahre) Geschichte. Sie alle sind dabei, sogar der Verblichene! Auch wenn Sie nicht die spanische Inquisition erwartet haben (wer rechnet schon damit?) - hier ist sie! Und sie dreht sich nicht ausschließlich um die Meinungen der Pythons. Eine Riege von tausenden (na ja, hunderten; oder vielleicht doch eher im zweistelligen Bereich) Protagonisten hat sich zusammengefunden. Manche mögen herausgeschnitten worden sein, aber Sie können sich darauf verlassen, dass jeder einzelne von ihnen interviewt wurde. Bitte beachten Sie, dass kein Anwalt die Entstehung dieses Films überlebt hat.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Auch wenn durch verschiedene Quellen und deren Alter die Bildqualität etwas variiert, darf man insgesamt überaus zufrieden sein, denn meist wird in allen Bereichen ein ausgewogenes Bild geboten. Die Dokumentation wurde anamorph codiert, so dass Szenen mit 4:3-Format schwarze Balken an den Seiten aufweisen. Störend ist dies allerdings nicht, denn das wechselnde Format überzeugt ansonsten mit einem gut abgestimmten Kontrast und einer guten Farbdarstellung. Die Schärfe kann ebenfalls überzeugen, wobei die neuen Interviews deutlich besser aussehen als das Archivmaterial. Zudem sind die Szenen aus den Archiven mit kleineren Defekten und Schmutzpartikel versehen. Trotzdem wird immer noch ein Bild auf hohem Niveau geboten, das keine gravierende Mängel enthält und welches das Rauschen nur selten hervorstechen lässt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Dänisch, Spanisch, Französisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
 Die große Überraschung dürfte der 5.1-Mix sein, denn erwartet hat man den bei einer Dokumentation eigentlich nicht; geboten wird dafür ein hervorragend abgemischtes Klangerlebnis. Gerade während der Titelsequenz bekommen die Rears einiges zu tun und zahlreiche direktionale Effekte sorgen für einen perfekten Raumklang inklusive einer ordentlichen Dynamik. Zwar geht es nach diesem grandiosen Intro deutlich ruhiger zu, denn die Dokumentation kommt hauptsächlich in Form vieler Interviews zum Tragen, aber auch bei den Dialogen kann die Abmischung völlig überzeugen und lässt die Stimmen klar und sehr deutlich aus dem Center kommen. Es ist lediglich das englische Original vorhanden, dass mit gut leserlichen Untertiteln in diversen Sprachen (auch Deutsche) ausgestattet ist. Die Archivsequenzen fallen klanglich zwar etwas schwächer aus als der Rest, doch grundsätzlich kann die gesamte Tonspur überzeugen. Man darf sogar behaupten, dass die Akustik der Dokumentation stellenweise besser klingt als es bei manchen aktuellen Spielfilm der Fall ist. Alternativ gibt es auch noch eine Stereospur, doch warum sollte man diese nutzen, wenn man 5.1 nutzen kann?
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Extras
Extras
  • The Sketches (24:38 Min.)
  • Extended Interviews:
    • John Cleese (17:14 Min.)
    • Eric Idle (10:48 Min.)
    • Terry Jones (6:55 Min.)
    • Terry Gilliam (13:32 Min.)
    • Michael Palin (17:42 Min.)
  • Terry Gilliam Bildergalerie (40 Bilder)
  • Outtakes (49:09 Min.)
  • 8 seitiges Booklet
VerpackungDigipack
 Die dritte DVD des Digipacks ist dem Bonusmaterial gewidmet. Auch hier wurde überzeugende Arbeit abgeliefert. Zum einen befinden sich die sieben wichtigsten Sketche aus Interner Link"Flying Circus", die in den Interviews eine Erwähnung fanden, als begleitende Ergänzung auf der DVD. Hinzu kommen erweiterte Interviewauszüge, deren Informationsgehalt zwar nicht bedeutender wird, die aber noch kleine und witzige Anekdoten bereithalten. Letztendlich sind noch zahlreiche Outtakes vorhanden, so dass man nochmals zwei Stunde bestens unterhalten wird. Die Menüs der drei DVDs sind dank Terry Gilliams Animationen außerdem ein optisches Highlight.
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Fazit
Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der britischen Kult-Komiker Monty Python ist es an der Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen und endlich die komplette Lebensgeschichte der Pythons zu erzählen. In dieser umfangreichen und auf sechs Episoden unterteilten Dokumentation erhält der Fan das geballte Python-Wissen um die Ohren und Augen geschmissen. Dazu geben sich alle fünf noch lebenden Mitglieder sehr redselig und erzählen offenherzig aus ihrer Kindheit und ihren Anfängen als Komiker. Auch der bereits 1989 verstorbene Graham Chapman wird beleuchtet, der als Sechster im Bunde maßgeblich dazu beigetragen hat, dass alles, was die Pythons anfasten zum Kult heranreifte. Doch bevor die Kinoleinwände erobert wurden, wird erst noch ein Blick auf die Anfänge im britischen Schwarzweiß-Fernsehen geworfen und der kurz darauf folgenden, mittlerweile legendären Interner Link"Flying Circus"-Reihe. Dass die Komiker-Truppe es nicht immer einfach hatte, beweisen zahlreiche kritische Äußerungen diverser Institutionen, beispielsweise der Kirche bei der Veröffentlichung von Interner Link"Das Leben des Brian". Man erfährt auch von einer versuchten Reunion, die jedoch nicht zustande kam, weswegen Eric Idle selbst die Zügel in die Hand nahm und mit dem Theaterstück "Spamalot" das jüngste Projekt über den Äther schickte. Wirklich positiv gestalten sich die Interviews, die selbstkritisch aber auch gewohnt selbstironisch ausgefallen sind. Neben Interviews mit John Cleese, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin, Terry Gilliam und den aus Archivmaterial zusammengestellten Sequenzen mit Graham Chapman melden sich noch zahlreiche Showgrößen aus Musik und Film zu Wort, immer wieder unterbrochen von Film- und Serienausschnitte und historische Fotos. Der unschlagbare Humor ist ständig zugegen, erst recht auf der Chapman Gedenkfeier, der an Krebs verstarb: Dort geben die restlichen Pythons auf süffisanter Art ihrem Kumpel das letzte Geleit. Aber auch fundiertes Hintergrundwissen wird vermittelt, z.B. dass Elvis Presley ein echter Python-Fan war und sich die Jungs untereinander auch nicht immer ganz Grün gewesen sind.
Nach dieser grandiosen Dokumentation gibt es kaum noch etwas, was über Monty Python berichtet werden sollte. Mit der Sichtung von "Almost the Truth" dürfte jeder zum Python-Profi aufsteigen - und das garantiert, ohne nur einmal während des sechs Stunden langen Marathons gelangweilt worden zu sein.



Bilder der DVD




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