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IT, FR 1973
Originaltitel:Revolver
Alternativtitel:Perfekte Erpressung, Die
aka. Blood in the Streets
aka. Poursuite implacable, La
Länge:109:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Sergio Sollima
Buch:Massimo De Rita, Arduino Maiuri, Sergio Sollima
Kamera:Aldo Scavarda
Musik:Ennio Morricone
SFX:-
Darsteller:Oliver Reed, Fabio Testi, Paola Pitagora, Agostina Belli, Frédéric de Pasquale, Marc Mazza, Reinhard Kolldehoff, Daniel Beretta, Calisto Calisti, Steffen Zacharias, Sal Borgese, Peter Berling
Vertrieb:Blue Underground
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Kidnapper haben sich die Frau des rigorosen Gefängniswärters Vito Cipriani (Oliver Reed) geschnappt und verlangen als Lösegeld die Freilassung des Häftlings Milo Ruiz (Fabio Testi). Aber mit der Flucht von Milo, die Vito auf eigenmächtig die Wege leitete, finden sich die beiden innerhalb einer tödlichen Verschwörung wieder, die sich von den Kugel durchsiebten Straßen der Stadt bis in zu den höchsten Regierungsämtern erstreckt. Werden der wahnwütige Mann des Gesetzes und der geflohene Sträfling die Mächte der Korruption überdauern können, sich zwischenzeitlich selbst in die Quere kommen oder findet sich das einzig wahre Gesetz dieser verdrehten Gesellschaft im Revolver wieder?

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 "Revolver" ist auf der DVD-Auswertung von Blue Underground ein wenig verrauscht, dafür aber auch im Durchschnitt mit einer guten Schärfe ausgestattet. Defizite im Detail sind natürlich im Detail erkennbar, aber wenn man bedenkt, dass viele Filme dieser Art bisher ihr Leben auf zweitklassigen Videokassetten fristen mussten, ist das Gezeigte sehr annehmlich und hält somit den Standard des US-Vorzeige-Labels. Die Farbgebung erscheint durchaus gelungen und schillert mitunter in den prächtigsten Tönen, auch wenn in Ausnahmefällen diese ein wenig verblasst und man auf einen leicht ausgewaschenen Look zurückschalten muss. Der Kontrast wirkt sehr kräftig abgesehen von den sehr dunklen Nachtaufnahmen, ist aber ebensowenig problematisch wie die Kompression. An Defekten sollte man sich nicht stören, da diese wenig auftreten, nur ein leichtes Farbflackern zeugt noch vom Alter des Films.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Ein Dolby Digital 5.1-Upmix hätte beim alten Monoton keinen Sinn gemacht, Untertitel aber schon, denn die Verständlichkeit der Dialoge versinkt ein wenig im gänzlichen undynamischen Geschehen. Nicht mal, wenn ein italienischsprachiger Zeitungsartikel für längere Zeit ins Bild kommt, werden welche angezeigt, obwohl es hier nötig gewesen wäre. Die Tonqualität ist dem Alter des Filmes würdig, also nicht merklich verrauscht, dafür aber auch ein wenig unklar, flach ein Kofferradio und leicht verzerrt in den Dialogen. Da "Revolver" wie sie so viele italienische Werke erst nachhaltig synchronisiert wurde, scheint man beim Dreh nicht so sehr auf die Dialoge geachtet zu haben, so dass die nachträgliche englische Synchronisation etwas holprig erscheinen mag.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger mit Posterreplika
  • Revolver: Calling The Shots (13:29 Min.)
  • Trailers:
    • International Trailer (3:37 Min.)
    • U.S. Trailer (1:55 Min.)
  • Radio Spots:
    • Spot #1 (0:32 Min.)
    • Spot #2 (1:01 Min.)
  • Poster & Still Gallery (58 Bilder)
  • Talent Bios:
    • Oliver Reed (18 Seiten)
    • Fabio Testi (20 Seiten)
    • Sergio Sollima (17 Seiten)
    • Ennio Morricone (19 Seiten)
  • Hidden Features
 Am Bonusbereich erkennt man mal wieder, dass versucht wurde, neben einer guten Qualität des Hauptfilmes auch ordentliches Zusatzmaterial heranzubringen, was wirklich interessant ist. Die DVD-Hülle enthält zuerst das original Kinoplakat als Nachdruck, auf dessen Rückseite die Kapitelübersicht untergebracht ist. Im Stile des orangenen Covers baut sich das Hauptmenu animiert auf und führt neben zwei Trailern und zwei Radiospots zu einem 13minütigen Making Of, welches größtenteils aus einem aktuellen Interview mit Regisseur Solima und Hauptdarsteller Testi aufgebaut ist. Die Interviews von Blue Underground sind ja dafür bekannt, dass sie den Gesprächspartnern viel Wissenswertes entlocken und so geht es hier u.a. um die Arbeit mit dem bereits verstorbenen Oliver Reed, der nach Angaben von Sollima und Testi stets gut "aufgelockert" am Set erschien. Weitere Infos zu den zwei Hauptdarstellern, den Regisseur und den Komponisten des Soundtracks, Ennio Morricone, erfährt man in den ausführlichen Biografien, die zum Schluss eine Biografie enthalten. Neben einer umfangreichen Bildergalerie (Aushang- und Werbematerial, Artworks) gibt es zum Schluss noch zwei versteckte Ostereier.
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Fazit
"Society has man ways of defending itself: red tape, prison bars and the revolver." (Filmzitat)

Vordergründig ist "Revolver" kein reinrassiger Poliziotti mit waghalsigen Verfolgungsjagden zwischen harten Cops und brutalen Gangstern, sondern ein tief verzweigter Thriller, der die Charakterisierung der Figuren hervorhebt und auf eine sehr tragische Weise schildert. Natürlich sind wilde Schlägereien und einige blutige Schießereien Bestandteil von Sollimas Werk, die gemächlich voranschreitende Geschichte zieht uns aber in eine immer bitter werdende Stimmung, sobald man denn erkennt, dass Caprinis verzweifelte Bemühungen um die Rettung seiner zutiefst geliebten Frau von wenig Erfolg gekrönt sind. Die niederschmetternde Konsequenz, die Caprini daraus zieht, knüpft mit einem völlig unerwarteten Schlussteil an den prägnanten Beginn an, bei dem ein Freund auf sehr mitfühlende Art und Weise (vergleichbar mit der Thematik des Italo-Westerns) zu Grabe getragen wird. Man wird dieses Ende lange in Erinnerung behalten, das sei versprochen. Die zwei sehr markanten Darsteller Oliver Reed und Fabio Testi geben unterdessen eine fabelhafte Vorstellung ab, die prächtig die abstoßende Haltung beiderseits erkennen lässt, welche sich mit dem gemeinsamen Interesse, den Entführungsfall schnellstmöglich zu beenden, aufwiegt und eine sehr interessante, zusammen schweißende Beziehung entstehen lässt. Reeds Charakter hat sich dabei kaum noch unter Kontrolle, ist in einem Moment geistesabwesend, wacht dann aber aus einer Trauer auf und schlägt unerwartet zu.
Vielleicht kein Geheimtipp wegen der mir etwas trocken erscheinenden Inszenierung, für Freunde des Genres aber schon auf Grund der Konstellation der zwei Hauptdarsteller sehr interessant. Die DVD von Blue Underground ist abermals eine uneingeschränkte Empfehlung, um in den hervorragenden Genuss dieses Films zu kommen.



Bilder der DVD




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Revolver
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