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USA 2008
Originaltitel:American Carol, An
Länge:80:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Zucker
Buch:David Zucker, Myrna Sokoloff, Lewis Friedman
Kamera:Brian Baugh
Musik:James L. Venable
SFX:Michael Mosher, Matthew W. Mungle,
Darsteller:Trace Adkins, Kevin P. Farley, Kelsey Grammer, Chriss Anglin, Robert Davi, Serdar Kalsin, Bill O'Reilly, Geoffrey Arend, Dennis Hopper, Jillian Murray, Scott Bailey, Dana Lyn Baron, Leslie Nielsen, John Voight, James Woods, Paris Hilton
Vertrieb:I-On / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.10.2009 (Verleih) / 30.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Selbst radikal-islamistische Terroristen sprechen nur in absoluter Ehrfurcht über ihn: Dokumentarfilmer Michael Malone ist der USA-Hasser Nummer 1! Sein neuester Anschlagsplan auf sein Heimatland sorgt für mächtigen Wirbel: Ausgerechnet der amerikanische Unabhängigkeitstag soll nach Malones Meinung ersatzlos gestrichen werden! Doch die ureigene Seele der Nation schlägt zurück und das in Form des Geistes von John F. Kennedy. JFK prophezeit, dass Malone drei Geister erscheinen werden, die ihm von seinem kruden Treiben abhalten sollten. Für den Anti-Amerikaner beginnt nun eine unfreiwillige Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der USA. Eine Reise, die Malone zum Musterpatrioten formen soll ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer bietet ein sauberes, klares Bild mit einem geringen Rauschanteil. Die vielen Details lassen lediglich in Totalen einiger Szenen etwas nach, was an einem möglichen Filter liegen könnte. Von Unschärfe kann allerdings nie die Rede sein, dafür ist das Bild immer noch zu detailliert und zu sauber konturiert. Besonders helle Szenen vermitteln somit einen tollen Eindruck. In dunklen Szenen kann diese Brillanz nicht gehalten werden, wenn auch das Bild dank ausgewogenen Kontrast immer noch gut ausschaut. Die Farbdarstellung erweist sich dank kräftiger Töne und einem satten Schwarzwert als gelungen. Insgesamt 4 Punkte mit deutlicher Tendenz zu einer höheren Bewertung.
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Ton
FormateDTS 5.1 (Dt.), Dolby Digital 5.1 (Dt., Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für musikalischen Beiträge
 Wie üblich im Genre der Komödie spielt sich der Großteil der im Frontbereich mit einer gut verständlichen Sprachwiedergabe ab. Nur selten nutzt der deutsche 5.1-Mix auch die Rears für Umgebungsgeräusche oder richtige Surroundeffekte. Zumindest die Songs wurden auf sämtliche Kanäle gelegt und klingen dynamisch. Die englische 5.1-Abmischung ist ein wenig differenzierter, wenn ansonsten auch keine nennenswerte Unterschiede auszumachen sind. Dialoge sind auch bei diesem sehr gut zu verstehen und bei Bedarf lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Insgesamt können somit beide Tonspuren zufrieden stellen, reizen ihre Möglichkeiten aber nur bedingt aus.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit David Zucker, Lewis Friedman und Kevin Fraley
  • Deleted Scenes (15:53 Min.)
  • "Pinheads" Trailer (1:37 Min.)
  • Originaltrailer (1:45 Min.)
  • Trailershow:
    • Basement Jack (1:15 Min.)
    • Cherry Crush (1:51 Min.)
    • Dangerous Parking (2:01 Min.)
    • Descent (1:18 Min.)
    • Iowa (1:58 Min.)
    • Kush (1:36 Min.)
    • Plague Town (2:21 Min.)
    • Sex is Zero (1:54 Min.)
    • Toxic (2:14 Min.)
    • Weirdsville (2:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 I-On New Media veröffentlicht "Big Fat Important Movie" mit einigen Extras, z.B. einem Audiokommentar mit David Zucker, Lewis Friedman und Kevin Fraley. Neben einigen Zoten, die durchaus zum Lachen anregen, wird auch einiges an brauchbaren Informationen über die Filmproduktion geboten. Hinzu kommen fast 16 Minuten an Deleted Scenes, die zu Recht der Schere zum Opfer fielen, weil sie den Film nur unnötig in die Länge gezogen hätten. Desweiteren lassen sich der Originaltrailer und eine weitere Trailer-Variante aufrufen. Eine Trailershow darf natürlich auch nicht fehlen und informiert über weitere Titel des Anbieters.
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Fazit
David Zucker, der Meister der Satire, ist zurück mit "Big Fat Important Movie" (im Original: "An American Carol") der ganz im Zeichen der Vereinigten Staaten von Amerika steht. Seine Geschichte ist ein satirischer Blick auf das politische Geschehen rund um jenes weltpolitische Land, die negative als auch positive Kritik am Terrorismus-Krieg und der vergangenen Bush-Ära übt. In Deutschland wird die Handlung von "Big Fat Important Movie" vermutlich nur teilweise beim Publikum ankommen, da es sich nicht unbedingt mit amerikanischer Politik und deren Geschichte identifizieren kann.
Zuckers Werk besteht aus zwei Teilen, von welchen der erste auch dem deutschen Zuschauer gefallen wird, der zweite allerdings dem Film zum Verhängnis wird: Alles fängt an als eine Parodie auf den Dokumentarfilmer Michael Moore und seine Werke. Moores, der seine Dokumentationen als seriöse Einblicke in die wahre Welt bezeichnet, hat leider oft genug reißerische, profitträchtige Werke abgeliefert, die durch unseriöse Recherchen belegt waren. Zucker nutzt die Figur Moore aus, benennt sie aber in Malone um, hauptsächlich um ordentliche Kalauer zu reißen. Dies gelingt dem Schöpfer von Interner Link"Kentucky Fried Movie" und Interner Link"Die nackte Kanone" in der ersten Hälfte sehr gut, denn trotz aller politischen Bemerkungen kann der Zuschauer beherzt auflachen oder zumindest grinsen. Leider schafft es Zucker jedoch nicht, dieses Niveau in der zweiten Hälfte des Films aufrecht zu erhalten. Denn statt weitere Zoten zu reißen, verkommt "Big Fat Important Movie" zu einer nur bedingt lustigen Geschichtsstunde im Stil von Charles Dickens "A Christmals Carol" (daher vermutlich auch die Ableitung des Originaltitels). Zusammen mit dem Geist von General Patton begibt sich die Michael Moore-Kopie nun auf eine Zeitreise, um zu beweisen, dass alle von Amerika geführten Kriege wichtig für das Land und dessen Geschichte waren.
So viel Patriotismus ist dann wirklich zu viel und der Film verliert sehr seine Kritikfähigkeit und damit Würze. Meist beherrschen dummdreiste Parolen das Geschehen und es scheint, als wäre David Zucker mit dieser Geschichtsstunde der etwas anderen Art deutlich überfordert. Eben so, wie es Michael Moore im richtigen Leben mit seinen Dokumentationen ist. Wirklich problematisch ist das fast gänzliche Fehlen von ordentlichen Zoten, wie man sie aus der ersten Hälfte des Films kennt. Nur langsam schreitet die Story dem Ende entgegen und wird von Minute zur Minute platter - bis Malone endlich von der Wichtigkeit des Krieges überzeugt ist und pünktlich zum 4. Juli reumütig zum amerikanischen Patrioten wird. Hätte "Big Fat Important Movie" den Stil der ersten Hälfte beibehalten, könnte David Zucker ein weiteres, grandioses Satirewerk auf seinem Konto verbuchen, mehr als Mittelmaß ist so aber nicht drin ist. Da hilft auch der wirklich gute Cast mit Leslie Nielsen, Robert Davi und vielen weiteren Stars nicht. Zumindest gibt es einige nette musikalische Beiträge ganz im Monty Python-Stil zu sehen, die der verkorksten zweiten Hälfte gut über die Laufzeit helfen. Die Amerikaner beweisen, dass man selbst über ernsthafte Themen der Geschichte lachen kann. Den Deutschen machen sie sogar noch etwas vor, indem sie den bei uns immer noch zum Tabuthema gehörenden Nationalsozialismus gehörig durch den Kakao ziehen.



Bilder der DVD




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