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TH 2007
Originaltitel:BloodMonkey
Länge:90:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Young
Buch:George LaVoo, Gary Dauberman
Kamera:Choochart Nantitanyatada
Musik:Charles Olins, Mark Ryder
SFX:Kevin Chisnall
Darsteller:F. Murray Abraham, Matt Reeves, Laura Aikman, Sebastian Armesto, Freishia Bomambehran, Prapimporn Karnchanda, Mascagni Andrea, Manop Seengoen, Ulf Peder Johansson, Anu Thureekan, Thunya Suwanchatree, Amy Manson
Vertrieb:Sunfilm / Tiberius Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.06.2009 (Kauf)



Inhalt
Lange hat man nach dem Missing Link zwischen Mensch und Affe gesucht. Der Anthropologe Conrad Hamilton hat sein Leben der Erforschung dieser bislang unbekannten Spezies gewidmet. Im Dschungel von Thailand hat er die intelligenten Riesenaffen aufgespürt. Doch eine erste Expedition endet im Desaster. Hamiltons Kollegen werden von den Affen alle brutal massakriert. Eine zweite Expedition macht sich auf den Weg, erkennt aber erst im Dschungel selbst, dass sie es mit bösartigen Kreaturen zu tun hat. Einer nach dem anderen fallen die Forscher den blutrünstigen Riesenaffen zum Opfer. Ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod beginnt.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorph kodierte Bild liegt im Seitenverhältnis von 1,85:1 vor und überzeugt mit sehr natürlichen Farben und einem guten Kontrast. Letzterer sorgt für eine ordentliche Durchzeichnung mit einem soliden Schwarzwert. Die Detaildarstellung könnten in dunklen Szenen allgemein zwar etwas besser sein, doch es saufen niemals Bildteile ab, weshalb sich selbst in den Nachtaufnahmen das Geschehen immer noch sehr gut verfolgen lässt. Die Schärfe befindet sich ebenfalls auf einem guten Level, zeigt reichlich Details und nur selten wirkt das Bild etwas unscharf. Für einen Low Budget-Film kann sich das Ergebnis also sehen lassen, u.a. auch, weil es nur minimales Rauschen zeigt und die Kompression sehr ruhig im Hintergrund arbeitet.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (dt., engl.), DTS 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die hinteren Lautsprecher werden sehr aggressiv für die Nebengeräusche genutzt. was für die nötige Räumlichkeit sorgen soll. Doch leider verhält es sich so, dass klar verständliche Dialoge den Frontbereich so sehr dominieren, dass dort Effekte und Nebengeräusche kaum noch Platz finden. Die Rears sind zwar ständig im Einsatz, doch die gesamte Abmischung klingt niemals differenziert, sondern äußerst unnatürlich. Schließlich sollte nicht jeder umknickender Ast einen Effekt verursachen. Auch dass Stimmen von der Front in die Rears wandern, ist zwar nett gedacht, klingt jedoch selten gut, teilweise sogar grauenhaft deplatziert, so dass man als Zuschauer nach bereits 10 Minuten von den Pseudoeffekten die Nase voll hat und sich eine schnöde Stereospur herbei wünscht. Der Score klingt zudem "nur" laut, ohne dass der Subwoofer ansprechend genutzt wird, und Dynamik ist der Abmischung ebenfalls ein Fremdwort. Dabei ist es fast schon egal, ob man zur deutschen Dolby Digital 5.1-Spur oder zum deutschen DTS-Mix greift, denn es klingt beides zum abgewöhnen. Man sollte stattdessen zum englischsprachigen Original greifen, dessen Abmischung sehr natürlich klingt, weil Effekte gut platziert wurden und der Dynamikumfang mit ordentlichen Werten aufwartet. Produktionsbedingt dürfen wir keinen Hollywood-Blockbuster-Sound erwarten, doch weder Musik, noch Effekte fallen negativ auf oder dominieren das Geschehen. Lediglich die Dialoge klingen etwas dumpf, passen sich ansonsten aber gut ans restliche Geschehen ein. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Arn (2:14 Min.)
    • Crowle (2:04 Min.)
    • Walled In (2:11 Min.)
    • Alphabet Killer (2:20 Min.)
    • Long Weekend (2:30 Min.)
    • Killerameisen (1:46 Min.)
    • Croc (1:42 Min.)
    • Black Swarm (1:36 Min.)
    • Vipers (1:21 Min.)
VerpackungKeepCase inkl. FSK-Wendecover
 Bis auf einen Trailer zum Film und eine Trailershow weiterer Sunfilm-Titel gibt es kein Bonusmaterial.
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Fazit
Es ist kein sonderlich glorreiches Unterfangen, einem Beitrag des Tierhorrors einen so reißerischen Titel zu geben und letztlich nichts anderes als einen Dschungeltrip zu präsentieren, der unter latenter Ereignisarmut leidet. Trotz thailändischer Naturkulisse und F. Murray Abraham will die Sache bis zuletzt nicht recht zünden. Völlig zurecht wurden in den vergangenen Jahren Thesen rar, wonach Wissenschaftler, insbesondere Anthropologen behaupteten, ein völlig unerforschtes Stück Natur entdeckt zu haben und damit verbunden, eine neue Spezies, wie in diesem Fall der große Affe.
Nachdem der erste Teil der Expedition um Professor Hamilton (Abraham) zur Katastrophe mit mehreren Toten geriet, wird eine Studentengruppe um Seth unter einem Vorwand in den Dschungel gelockt, um Hamilton bei seinen Erforschungen zu unterstützen. Noch ahnen sie nicht, welcher Gefahr sie der größenwahnsinnige Wissenschaftler mit seiner Geheimniskrämerei aussetzt.

Und da haben wir sie wieder, die halbwegs bunte Truppe, die aus drei Frauen und drei Typen besteht, von denen sich einer als stiller Held herauskristallisiert, einer die Rolle des penetranten Albernen übernimmt, einer der ängstliche Brillenträger ist und eine mit dem Camcorder fuchtelt und die anderen motiviert.
Auf Seite der "Bösen" befindet sich neben dem verschlagenen Wissenschaftler noch eine Einheimische mit Hang zum Sadismus und militärischen Verhaltensweisen, was den jungen Leuten stark zu schaffen macht, später gar teilweise das Leben kostet. Leider sieht man von den Affen weit und breit nichts.
Da kündigt sich mal ein Huschen an, hier und da fallen massenweise Blätter von den Bäumen und ein Schnauben ist auch zu vernehmen, doch zunächst werden die Opfer lediglich aus dem Bild gezogen, während die Egoperspektive der Kreaturen per verengter Linse und leichtem Rotfilter verdeutlicht werden soll. Tempomäßig stimmt's hier überhaupt nicht - das Ganze wirkt wie gemächlicher Abenteuerurlaub, selbst die Schlangen bleiben am Rande und auch ein Abstieg an Seilen gerät nahezu spannungsfrei. Zwar ist man voll auf Seiten der Studenten und entwickelt rasch eine Antipathie gegenüber Prof. und Gehilfin, doch die zeigen, als sie die Pläne des Unheilvollen durchschaut haben, zu wenig Engagement, um aus der Sache heil herauszukommen. Deshalb wird die Gruppe konsequent dezimiert, wobei die Bluteffekte im Verlauf minimal verbessert werden, mit abgeschabter Gesichtshälfte und Arm ab. Doch auch gegen Ende herrscht ein deutlicher Mangel an Bewegung, obgleich sich die letzten Überlebenden über diverse Hindernisse und die Dunkelheit einer Höhle hinwegsetzen müssen.
Eher lustig sind die Fähigkeiten, die man den Riesenaffen insgesamt andichtet. Die können ein Camp sauber abräumen, die vorher umwickelten Stofffetzen als Wegmarkierung allesamt einsammeln und sie zu einem Muster an der Decke anordnen und letztlich können sie auch Fallen bauen, die Tarzan die Tränen in die Augen getrieben hätten, so mit Auslösemechanismus und tödlich gespannter Waffe. Als man ganz am Ende, in den allerletzten Einstellungen kurz in das Antlitz der sonderbaren Spezies blickt, fällt all dies zu glauben schwer. Wenn sich die Natur laut Aussage des Professors an der Stelle nicht weiterentwickelt hat, so trifft dies leider auch auf das Sujet in Sachen Innovation und Pfiffigkeit zu. Mal abgesehen von den harmlosen bis gar nicht vorhandenen Einsätzen der mordenden Tiere kommt das Geschehen nur schleppend voran, Atmosphäre kommt dabei kaum auf und spannende Szenen sind rar gesät. Das wirkt kaum bedrohlicher als ein Kapuzineraffe auf Erkundungstour.



Bilder der DVD




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