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USA 2006
Originaltitel:Werewolf in a Women's Prison
Länge:84:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Jeff Leroy
Buch:Jeff Leroy, Vinnie Bilancio
Kamera:Nicholas Melillo
Musik:David Zasoff
SFX:Magic J. Ellingson
Darsteller:Domiziano Arcangeli, Yurizan Beltrán, Vinnie Bilancio, Al Burke, Sean Cain, Victoria De Mare, Eva Derrek, Phoebe Dollar, Magic J. Ellingson, Michelle Fatale, Meredith Giangrande, Sindy Lange
Vertrieb:Shock Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.12.2008 (Kauf)



Inhalt
Sarah und Jack werden bei einer romantischen Campingtour in den Wäldern von Mexiko von einem Werwolf angegriffen, wobei Jack zerfleischt wird. Sarah wird verletzt, aber überlebt. Ihr wird vorgeworfen ihren Freund ermordet zu haben und kommt in ein mexikanisches Frauengefängnis, wo die Frauen von einer herrschsüchtigen Frau dominiert und von den Gefängnismitarbeitern sexuell ausgebeutet werden. In einer Vision sieht sie ihren toten Freund, der ihr berichtet, dass sie sich in der Nacht zu einem blutrünstigen Werewolf verwandelt. Und so geschieht es, Sarah richtet ein Blutbad an, doch der Gefängnisdirektor fängt sie und will sie als Monster zur Schau stellen. Bei der Vorführung kann sich der Werwolf von seinen Ketten befreien ...

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Bild von "Werewolf in a Womens Prison" ist unter dem Gesichtspunkt einer Low Budget-Produktion gut ausgefallen, weist allerdings auch einige Schwächen auf. Zum einen ist das die etwas zu geringe Schärfe und zum Anderen das stellenweise zu dunkle Bild, durch das einige Details in den vielen im Dunkeln spielenden Szenen verloren gehen. Ansonsten kann man mit der Umsetzung zufrieden sein. Die Kompression offenbart bis auf geringes Blockrauschen im Hintergrund keine Schwächen, mit Farben und Kontrast kann man auch zufrieden sein. Kritik muss sich jedoch der Schwarzwert gefallen lassen, der zu sehr ins Gräuliche tendiert und auch der schwankender Rauschwert sorgt dafür, dass die Schärfe leicht beeinträchtigt wird. Hinzu kommen noch deutliche Bewegungsunschärfen, die letztendlich dafür sorgen, dass es zu keiner höheren Bewertung kommt. Leider ist das Bildformat nicht anamorph codiert worden, wodurch man das Breitbildformat lediglich im 4:3-Modus verfolgen kann.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu, Engl)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Ton liegt im Deutschen sowohl als 5.1-Mix als auch in Stereo vor. Der 5.1-Modus nutzt das gesamte Boxensystem aus, um einen ordentlichen Raumklang abzuliefern. Kontinuierlich werden Effekte und Musikstücke auf die hinteren Boxen verteilt, während die Dialoge aus dem Center kommen. Leider besitzen die Synchronstimmen eine dominierende Präsenz, wodurch diese aufgesetzt klingen, was zu Lasten der Natürlichkeit geht. Die Dialoge erklingen jedoch klar und sehr gut verständlich und der Soundtrack verfügt über eine angenehme Dynamik. Die Stereo-Fassung ist dagegen kraftloser, aber ebenfalls gut zu verstehen. Dies gilt auch für die englischsprachige Stereospur, die ein homogeneres Klangbild aufweist, wodurch die Natürlichkeit wesentlich besser zur Geltung kommt als bei der Synchronfassung. Leider existieren keine Untertitel, daher sollten gute Englischkenntnisse vorhanden sein.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Victoria De Mare, Vincent Bilancio und Jeff Leroy
  • Einleitende Worte (0:56 Min.)
  • Originaltrailer (2:08 Min.)
  • Outtakes (8:14 Min.)
  • Fotogalerie (1:40 Min.)
  • 4 Sammelkarten
VerpackungKeepCase im Schuber
 Bevor der Film beginnt, gibt es ein paar einleitende Worte vom Wolf persönlich, nämlich einer Handpuppe, was eine witzige Idee ist. Am interessantesten ist jedoch der Audiokommentar von Victoria De Mare, Vincent Bilancio und Jeff Leroy, der einige wissenswerte Dinge über die Dreharbeiten bereithält. Neben Hintergründen wird auch gute Laune vermittelt, denn die drei Sprecher hatten Spaß bei der Aufnahme, was sich u.a. in zahlreichen Anekdoten ausdrückt. Weiterhin gibt es einige Filmszenen innerhalb einer Fotogalerie, den Originaltrailer sowie ein paar Outtakes - leider alles ohne Untertitel. Im KeepCase befinden sich noch 4 Sammelkarten mit Filmmotiven.
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Fazit
Wer dachte, die Zeit des Grindhousekino wäre vorbei, der hat noch nicht "Werewolf in a Women's Prison" begutachtet, denn der Film hält, was der Titel verspricht. Dieses herrliche Trash-Spektakel kombiniert die Frauengefängnis-Filme mit dem Horrorgenre und lässt das Ergebnis zu einer wirklichen Attraktion des schlechten Geschmacks heranreifen. Dabei ist die Story wirklich nichts Weltbewegendes: Ein junges Paar wird beim Campen von einem Werwolf angefallen. Der Mann wird getötet und die Frau verletzt, kann aber in letzter Minute den Werwolf töten. Am nächsten Tag wird sie aufgefunden und neben ihr die zerfetzte Leiche ihres Ehemaligen. Die Geschichte vom Werwolf findet keine Glaubhaftigkeit und so wird sie für den Tod ihres Freundes verantwortlich gemacht, was soviel heißt wie Frauenknast. Zu dumm nur, dass man sich in Mexiko befindet, wo amerikanische Gesetze keinen Cent wert sind. Aber als sich der Mond wieder in seiner vollen Pracht präsentiert, bricht im Frauengefängnis die Hölle los, denn Sarah, so der Name der jungen Frau, beginnt sich langsam in einen Werwolf zu verwandeln. Hätte sie doch nur auf den Geist ihres toten Freundes gehört und ihrem Leben ein Ende bereitet. Doch so sind Insassen und Personal nicht mehr sicher.

Was sich wie ein waschechter Werwolf-Film mit Anleihen an Interner Link"American Werewolf" anhört, entpuppt sich innerhalb kürzester Zeit als ein richtiger Partyfilm, der ein Garant für gute Laune ist und dabei immer hübsch im Exploitationbereich Schuberbleibt. Regisseur Jeff Leroy nimmt seinen Film einfach nicht ernst und lässt kontinuierlich völlig haarsträubende Ideen einfließen. Das Gefängnis dient lediglich dazu, viele Frauen möglichst unbekleidet vorzuführen. Der Direktor praktiziert mit seiner Stellvertreterin am liebsten S/M und die Wärter tauschen Zigaretten gegen sexuelle Praktiken. Und jeden Monat müssen die Insassinnen Fotos von sich machen lassen, damit man mit der hauseigenen Internetseite "Gefängnisgirlszeigenalles.com" noch einen Nebenverdienst erwirtschaften kann. Bei so vielen Verrücktheiten fällt ein Werwolf schon fast nicht mehr auf. Falls der Direktor nun auch noch die Gunst der Stunde nutzt, den Wolf zu fangen, damit man aus ihm eine große Attraktion machen kann, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Produktionsbedingt - dem Film stand nur ein sehr geringes Budget zur Verfügung - wirken die Masken und Effekte in vielen Fällen eher lächerlich, was letztendlich aber zum spaßigen Gesamteindruck passt und eher charmant als störend wirkt. Nichtsdestotrotz ist "Werewolf in a Women's Prison" auch sehr gorig ausgefallen, denn neben Wolfsbissen befinden sind auch abgetrennte Körperteile im Repertoir der Effektkünstler. Fröhlich spritzt das Blut dabei durch die Gegend und unterstreicht den überzogenen Charakter des Films ungemein. Letztendlich gehört auch eine ordentliche Portion Sex in die "Grindhouse"-Rezeptur, daher ist auch noch einiges an ausgedehnten Softsexszenen zu sehen, was zur pornomäßigen, aber spaßigen Synchronisation passt. Wirklich amüsant ist auch die von John Landis aus Interner Link"American Werewolf" geklaute Idee, den besten Freund als blutig-zerfetzten Geist auftauchen und und Ratschläge geben zu lassen, wie sich der Werwolf am besten selbst tötet. Einen Oscar hat sich das Drehbuch aber erst recht mit der glorreichen Idee verdient, dass man sich vorm Verdursten bewahren kann, wenn man sich den Schweiß von der Haut leckt. Wirklich grandios und zudem alles schön doof! Das ist in diesem Fall aber überhaupt nicht negativ gemeint, vor allem dann nicht, wenn man ein Faible für Trashfilme und unbekleidete Damen mit ordentlichen Hupen hat. Der Slogan "A Sexploitation Horror Gore Fest" auf dem Cover umschreibt demnach "Werewolf in a Women's Prison" genau richtig.

Keinen Spaß hatte mal wieder die FSK, die dafür sorgte, dass der Film für Volljährige erstmal ordentlich an Federn lassen musste, um eine Freigabe zu erhalten. Da ist es doch löblich, dass sich ein Label aus Österreich oder der Schweiz findet und eine ungekürzte Fassung nachschiebt. Also, Freunde des schlechten Geschmacks, zugreifen und Spaß haben mit "Werewolf in a Women's Prison"!



Bilder der DVD




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