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USA 2006
Originaltitel:Mulberry Street
Alternativtitel:Zombie Virus On Mulberry Street
Länge:77:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jim Mickle
Buch:Nick Damici, Jim Mickle
Kamera:Ryan Samul
Musik:Andreas Kapsalis
SFX:Eyespot Pictures
Darsteller:Nick Damici, Antone Pagan, Tim House, Larry Fleischman, Bo Corre, Ron Brice, John Hoyt, Kim Blair, Lou Torres, Sarah Dickinson, Heidi Peterson, Javier Picayo, Jim Heater, Larry Medich, Rodney Gray
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:11.09.2007 (Verleih) / 11.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Ratten greifen an! In der Gluthitze des Sommers fallen aggressive Nager immer öfter die Bewohner von Manhattan an. Wer gebissen wird, verändert sich und zeigt selbst Züge der blutrünstigen Tiere. Als die Nacht hereinbricht, gleicht Manhattan Island einem blutigen Hexenkessel. In der Mulberry Street haben sich die letzen Überlebenden des Massakers in einem heruntergekommenen Apartmenthaus verschanzt. Doch der Ring der Ratten-Menschen wird immer dichter und schließt sich immer enger um die kleine Gruppe. Und die mutierten Kreaturen kennen nur ein Ziel: Menschenfleisch ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die vermutlich preiswerte Machart des Filmes schlägt sich etwas auf die Qualität der deutschen DVD nieder. Grundsätzlich macht die nichts falsch, denn die Kompression arbeitet weitgehend sauber und es sind weder eine übertriebene Nachschärfung noch eine schwerfällige Rauscheindämmung ersichtlich. Die Vorlage zeigt aber einen sehr düsteren Film, dem es bereits durch die Aufnahme nicht immer gelingt, seine Objekte klar aus den Schatten herauszuarbeiten. Dazu kommt eine je nach Einstellung blaugefärbte oder grünliche Filterung der Farben, die für ein schmutzigen Eindruck sorgt, obwohl das Bild natürlich keine Defekte aufweist. Dass man es in all den Nachtszenen mit etwas Rauschen zu tun bekommt, stört wenig, zumal mit einer Vielzahl von schnellen Schnitten bzw. der ständig bewegten Kamera kaum Zeit bleibt, darauf aufmerksam zu werden. Allerdings bewegt sich auch die Schärfe nur auf durchschnittlichen Niveau. Die Konturen sind eben nicht stark abgegrenzt. Mit einem Auge zudrücken reicht es aber zu 3,5 Punkten, weil man immer auch den Eindruck hat, dass "Mulberry Street" genauso aussehen muss.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Surround 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Während das Bild dem Filmbudget ansprechend gestaltet ist, ist der deutsche Ton eine ziemliche Enttäuschung. Das bezieht sich sowohl auf die Synchro als auch auf die Klangqualität, wobei ersteres verantwortlich für letzteres ist. "Mulberry Street" ist kein großartiger Surround-Film - das Original bekommt man lediglich in Dolby Surround zu hören - und bietet deswegen nur geringe Aktivität auf den hinteren Lautsprechern. Das stört aber weniger als die minderwertige deutsche Synchro, die das Billig-Flair des Filmes im negativen Sinne unterstützt. Zum einen bekommt man langweilige, mäßig begabte Sprecher (Negativbeispiel: Gesang unter der Dusche - autsch!) zu hören, zum anderen geht die Klarheit des Originaltons etwas verloren. Die deutsche Fassung rückt zwar Umgebungsgeräusche und auch die seichte Filmmusik etwas in den Vordergrund, die Dialoge klingen dafür aber aufgesetzt. Dann doch lieber das Original einschalten und dazu die deutschen Untertitel, denn das klingt lebendiger.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer:
    • Feed (1:23 Min.)
    • Little Trip To Heaven (2:11 Min.)
    • Five Fingers (1:46 Min.)
    • Renaissance (1:26 Min.)
    • Hooligans (1:45 Min.)
    • Shutter (2:22 Min.)
    • Intermission (2:13 Min.)
    • Terkel in Trouble (2:07 Min.)
    • Killzone (1:39 Min.)
    • Unknown (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mit der gut gefüllten US-DVD des Titels kann es Ascot Elite nicht auffnehmen, denn deren DVD beinhaltet lediglich eine Trailershow.
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Fazit
Die Optik des Covers macht nicht viel her, denn die kaum erkennbaren, weil zu dunklen Motive lassen nicht viel vermuten. Dazu noch eine Reihe von Nominierungen auf Filmfestivals, was allein kein Qualitätsmerkmal darstellt, sondern mich eher skeptisch stimmt. Und doch sollte man als Horror-Fan diesen Film keineswegs leichtfertig übergehen, man könnte etwas verpassen ...

"Mulberry Street", der seinen Namen vom Handlungsort bezieht, versteht sich als eine Mischung aus Zombie- und Ratten-Horror. Die Invasion beider Spezies wurde oft genug im Film thematisiert, aber hier erwartet den Zuschauer doch eine spezielle Verknüpfung, die sogar sehr gut funktioniert, weil Ratten per se als Überträger von Seuchen von den Menschen gefürchtet werden und alles anknabbern - bei Zombies ist das nicht anders. In diesem Falle bricht die Plage in einem Stadtteil von New York unbemerkt aus und bevor die Regierung Maßnahmen ergreifen kann, stecken die Bewohner von Manhattan schon über beide Ohren in der brauen Soße.
Nun kann man reininterpretieren was man möchte, dass gerade die Bewohner einer sozial schwächeren Siedlung keine Hilfe vom Staat erwarten dürfen, aber letztlich geht es nur um das unheimliche Gefühl von Isolation, Weltuntergangsstimmung und folglich Angst. Bevor es aber soweit ist, werden etwa 30 Minuten des Filmes auf eine vage Vorstellung der Charaktere genutzt, die sich in den verbleibenden 45 Minuten ihrer Haut erwehren müssen. "Mulberry Street" betrachtet dazu mehrere Schicksal, wie beispielsweise ein ehemaliger Boxer versucht, das Haus zu schützen, ein Barbesitzer und seine Angestellte sich in der Kneipe um die Ecke verbarrikadieren und die Tochter des Boxers bei ihrer Ankunft zuhause merkt, dass irgendetwas nicht stimmt.

Auch wenn dem Film mitnichten ein großes Budget zur Verfügung gestanden haben mag, was die Fokussierung auf das Haus bzw. den Hausflur erklärt, sind doch eine Menge interessanter Außenszenen entstanden, die sowohl den Zombie-Fan beglücken werden, als auch den Anhänger von apokalyptischen Visionen (Massenszenen). Dass in den dunklen Straßen nicht alles klar erkennbar ist, spornt die eigene Phantasie noch mehr an, ein paar blutige Momente fehlen natürlich nicht. Die abscheulich nagenden Rattenviecher, die sich aus den infizierten Menschen entwickeln, hätte man übrigens nicht in den Schatten verstecken müssen, denn diese sehen hervorragend aus und helfen, die Bedrohung richtig spannend auszumalen. Außerdem punktet "Mulberry Street" durch seine Darsteller, denn nach einer regelrechten Teenie-Welle im Kino der letzten 15 Jahre tut es gut, endlich mal wieder etwas reifere und damit glaubwürdigere Gesichter zu sehen, die sich nicht der Spaßgesellschaft zuordnen lassen, sondern den täglichen Überlebenskampf verkörpern.

"Mulberry Street" ist eine kleine Überraschung. Er bietet ernste Action, ein wenig Gore, viel Spannung, sympathische Figuren und ein Ende, das, falls man drüber nachdenkt, zu sehr finsteren Gedanken anspornt. Der sehr kompakte Inhalt wird von einer rasanten und mitreißenden Erzählweise wett gemacht. Auch wenn man einen zweiten Teil ausschließen kann, wünschte ich mir, dass "Mulberry Street" auf irgendeine Weise fortgesetzt wird.



Bilder der DVD




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News"Mulberry Street" - Teaser und Fotos
"Mulberry Street" - die Ratten-Monster greifen im September an
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