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MEX 2007
Originaltitel:Último justo, El
Alternativtitel:Last of the Just, The
aka. Wächter der Apokalypse, Die
Länge:98:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Manuel Carballo
Buch:Manuel Carballo, Manu Díez
Kamera:Javier Salmones
Musik:Zacarías M. de la Riva
SFX:Marcelino Pacheco
Darsteller:Diego Martín, Ana Claudia Talancón, Antonio Dechent, Raúl Méndez, Goya Toledo, Pedro Armendáriz Jr., Brian Thompson, Federico Luppi
Vertrieb:3L
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.07.2009 (Verleih) / 20.08.2009 (Kauf)



Inhalt
Die Apokalypse wird eintreten, wenn der letzte der Gerechten stirbt.

Die Menschheit hat nur "36 Gerechte Menschen", anonym auf der ganzen Welt verteilt, die nichtsahnend mit ihrer bloßen Existenz das Universum verteidigen.
Ein junger Fotograf, wird von mysteriösen Gestalten verfolgt. Warum weiß er nicht. Alles scheint mit seinem Geburtsdatum zusammenzuhängen und einer Jahrtausende alten Sekte. Sie glauben, dass der einzige Weg die Welt in ein neues und besseres Zeitalter zu führen, das Aufspüren und die Vernichtung der "36 Gerechten Menschen" ist. Nur ein einziger dieser 36 lebt noch. Sie wollen Reinigung durch Vernichtung.

Das Opfern eines einzigen Mannes, soll über die gesamte Menschheit entscheiden.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Genauso wie die Farben könnte auch der Kontrast satter sein, aber vermutlich sind beide Faktoren dem Film stilistisch angepasst worden. Der macht durch trübe Farben auf sich aufmerksam. Selbst eine strahlend rote Jacke der Protagonistin wird nicht herausgearbeitet. Für ein tolles Erlebnis ist trotzdem gesorgt, denn die Schärfe macht durch einen überwiegend hohen Detailgrad und eine sehr gute Abgrenzung positiv auf sich aufmerksam. Das Rauschen, das auf einigen Hintergründen etwas pumpt und die in einigen Szenen abgeschwächten Details (vermutlich Rauschfilterung) stehlen der DVD kaum Qualität.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Wem der Ton etwas hektisch und aufwühlend vorkommt, der hat damit völlig Recht, denn dieses Ziel scheint der Film in jenen Momenten zu verfolgen, in denen die geistige und körperliche Erschöpfung der Hauptfigur verdeutlicht werden soll. Dass es im Deutschen sämtliche Geräusche etwas lauter zu hören gibt und einige sogar hinzugemixt wurden (vgl. die erste längere Autofahrt), ist für den Puristen von Originalfassungen ein Hindernis, es macht die Tonspur aber auch lebendiger. Mit einer Vielzahl an Effekten wird versucht, die 5.1-Abmischung auch in ruhigen Szenen ansprechend zu präsentieren, was gelingt. Trotz einiger langweiliger Filmstellen wird es auf den hinteren Lautsprechern nämlich selten langweilig. Der Bass und die Höheneinsätze stimmen ebenso und können auch beim deutsch untertitelbaren Originalton nachvollzogen werden. Einzig ein paar Besetzungen der deutschen Synchro sind nicht so toll, aber da es sich dabei ausschließlich um kleine Nebenrollen handelt, kann man damit leben.
 ++++/-

Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./span. (1:36 Min.)
  • Bildergalerie (24 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • Cleaner (1:57 Min.)
    • Hero Wanted (1:47 Min.)
    • [Rec] (1:53 Min.)
    • The Machinist (0:56 Min.)
    • The Contract (1:42 Min.)
    • Living Hell (2:15 Min.)
    • Highlander: The Source (1:45 Min.)
    • Backwoods (2:42 Min.)
    • Das Kovak Labyrinth (1:29 Min.)
    • Into The Mirror (1:47 Min.)
VerpackungKeepCase
 Unter den Extras befindet sich vor allem "leichte Kost", also Trailer und eine Bildergalerie.
 +-----

Fazit
Die Weltuntergangsstimmung will nicht abreißen - nicht auf dem Heimkinosektor. Zuerst hielt ich "Die Wächter der Apokalypse" für einen spanischen Film, von denen ist man mittlerweile aber sehr viel hochwertige Stoffe gewohnt als diesen standardisierten, religiösen Thriller, bei sich alles um eine Verschwörung von Fanatikern dreht, die bestimmte Menschen dieser Erde umbringen müssen, um die Apokalypse heraufzubeschwören.
Der Protagonist, der auf der Todesliste steht, weil er am falschen Tag geboren wurde, ist dummerweise der Letzte jener Sühner, die getötet werden müssen, damit das finstre Spektakel steigen kann. Nach einem ersten Mordanschlag, bei dem drei Menschen, darunter seine Geliebte, ums Leben kommen, bahnt sich langsam sowas wie ein Begreifen der wilden Umstände an, die den jungen Fotografen im Folgenden erwarten. Zusammen mit dem Zuschauer durchlebt dieser die typischen Etappen von Unverständnis, dem langsamen Erlernen der Hintergründe bis zur Gegenüberstellung mit seinem Feind. Dazwischen gibt's ein paar Verfolgungen, viele Selbstmorde und natürlich Gespräche - mit offensichtlich verrückten Menschen wie auch mit relativ normalen, z.B. dem ungleichen Polizei/Interpol-Gespann, welches die blutige Spur, die der Protagonist hinter sich herzieht, sehr interessiert.
"Die Wächter der Apokalypse" hat seine spannenden Momente, ist aber mehr Thriller als Horrorfilm. Gerade echte Horror-Momente, die nun einfach wirklich gut zu diesem Thema passen könnten, hab ich sehr vermisst. Lediglich mit einem okkulten Stimmenwirrwarr wird etwas Bezug darauf genommen, ansonsten verschreibt sich der Film aber der Realität.
Der Rest ist ein solider Thriller, dem spektakuläre Momente bzw. ein Spannungsbogen bis zum Schluss fehlen. Wie die Sache ausgeht, kann man sich, falls man dieses Subgenre etwas verfolgt hat, nämlich bereits nach 20 Minuten an einer Hand abzählen.
Auf der Habenseite stehen charismatische Darsteller, die ihr Spiel genau richtig ansetzen, um den Film nicht zu übertreiben. Dazu kommt ein Inszenierung, die mehr europäisch als amerikanisch (bzw. mexikanisch) ist und deswegen ein paar interessante Momente enthält. Wer also ein wenig nach Andersartigkeit im Film sucht, kann sich hier bedienen. Brian Thompson darf sich mal wieder in der Rolle des stummen Killers verdingen (diesmal mit dicken Augenringen) und passt gut zum angedeuteten Image der düsteren Sekte, die für den gesamten Schlamassel verantwortlich ist.



Bilder der DVD




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