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USA, CAN, UK 1994
Originaltitel:Brainscan
Länge:92:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:John Flynn
Buch:Brian Owens, Andrew Kevin Walker
Kamera:François Protat
Musik:George S. Clinton
SFX:Steve Johnson's XFX Inc.
Darsteller:Edward Furlong, Frank Langella, T. Ryder Smith, Amy Hargreaves, James Marsh, Victor Ertmanis, David Hemblen, Vlasta Vrana, Domenico Fiore, Claire Riley, Tod Fennell, Michèle-Barbara Pelletier
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Michael ist ein absoluter Horror-Freak, den nichts mehr abschrecken kann. Sein Freund macht ihn auf ein neues interaktives Horrorspiel namens "Brainscan" aufmerksam, das die ultimative Erfahrung in Sachen Terror verspricht. Michael steigt in das Spiel ein und erlebt den totalen Flash. Er träumt davon, wie er in ein Haus eindringt und mit dem Küchenmesser einen völlig unbekannten umbringt. Als Andenken hackt er dem Opfer zuletzt den Fuß ab ...

Michael wacht schweißgebadet auf. Er erfährt durch die Nachrichten von dem brutalen Mord in seiner Nachbarschaft und als er im Kühlschrank auch noch den abgehackten Fuß findet, kann er Realität und Spiel nicht mehr unterscheiden. Verzweifelt versucht Michael auszusteigen, doch Trickster, der grauenvolle "Brainscan-Dämon", zwingt ihn, das Spiel weiterzuspielen. Bis zum "Game Over" muss Michael erneut durch die virtuelle Hölle, um sich von diesem bösartigen Alptraum zu befreien ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit einer derartigen Bildqualität hätte man nun wirklich nicht gerechnet, denn "Brainscan" erscheint nicht nur erstmalig im Originalformat, sondern erfreut auch mit einem plastischen Bild, das über eine angenehme Schärfe und gute Detaildarstellung verfügt. Besonders in Nahaufnahmen zeigt sich das Bild sehr detailliert, was man bei einem kleinen Film von 1994 nicht unbedingt erwartet hätte. Abstriche sind bei Totalen zu machen: Zwar werden auch in diesen immer noch viele Details gezeigt, doch das dezente Rauschen hinterlässt Spuren. Matschige oder unscharfe Sequenzen gibt es nicht und selbst dunkle Szenen werden durch einen ausgewogenen Kontrast und satten Schwarzwert nahezu unproblematisch dargestellt. Die Farben wirken sehr natürlich und unterliegen keinen Schwankungen. So entsteht ein lebendiges Bild mit einer guten Durchzeichnung. Verschmutzungen, Defekte oder Bildunruhen sind so gut wie gar nicht auszumachen und auch die Kompression arbeitet die meiste Zeit ordentlich im Hintergrund. Ein sehr überzeugender anamorpher Transfer, der für das Bild zugrunde lag. Besser dürfte man "Brainscan" nicht mehr auf diesem Medium zu sehen bekommen.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton macht ebenso wie das Bild einen guten Eindruck und liegt in Stereo vor. Die Stimmen werden sehr deutlich wiedergegeben und integrieren sich homogen in den dynamischen Mix. In einigen Szenen ist etwas Hintergrundrauschen bei genauem Hinhören auszumachen, doch von einer Störung kann keine Rede sein. Beim ebenfalls in Stereo vorliegenden englischsprachigen Originalton muss man beim Umschalten der Tonspuren erstmal die Regler etwas runterdrehen, da dieser deutlich lauter ist. Auch diese Tonspur darf als gelungen betrachtet werden, denn trotz der höheren Lautstärke übersteuert der Mix nicht. Alles wird klar und deutlich wiedergegeben und die Dialoge sind etwas natürlicher. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making Of (8:37 Min.)
  • Originaltrailer (1:51 Min.)
  • Trailer Deutsch (1:51 Min.)
  • Teaser (0:32 Min.)
  • Trailershow:
    • The Big Heat (3:29 Min.)
    • Blast Heroes (1:00 Min.)
    • Blutweihe (1:08 Min.)
    • Double Dragon (1:55 Min.)
    • Final Reprisal (2:25 Min.)
    • The Last Blood (1:53 Min.)
    • Helden USA (1:22 Min.)
    • Ninja - In geheimer Mission (1:32 Min.)
    • Ninja - In geheimer Mission 2 (1:31 Min.)
    • Sabotage (2:08 Min.)
    • Taking Manhattan (1:09 Min.)
    • War Dog (1:44 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besticht durch eine kleine DVD-Weltpremiere, denn das knapp 9minütige, deutsch untertitelte und seltene Making Of findet man auf keiner anderen Veröffentlichung. Dafür ist es werbelastig, denn es werden lediglich sehr oberflächliche Interviewsequenzen geboten, in denen meist Edward Furlong und T. Ryder Smith über ihre Rollen berichten und die durch kleine Produktionseinblicke und Filmszenen unterbrochen werden. Hinzu kommen der Originaltrailer, ein Teaser und der deutsche Trailer. Eine Trailershow kommender oder bereits erhältlicher Titel beendet diese Sektion.
 +-----

Fazit
"Brainscan" wurde von Fans sehnsüchtig auf DVD erwartet, aber ein plötzlich aufgetauchtes Bootleg lies die Hoffnung auf eine legale Veröffentlichung erst mal schrumpfen. Nach einiger Zeit konnte sich HDMV die Rechte an dem leider stark unterschätzen Streifen sichern und würdigt John Flynns Werk endlich mit einer Veröffentlichung, die der Film redlich verdient hat.
Flynn, der zuvor Regie bei Action-Klassikern wie "Lock Up" und "Deadly Revenge" führte, hat mit "Brainscan" bewiesen, dass er auch beim Horrorfilm eine überzeugende Arbeit abliefern kann. Gerade in Deutschland wurde die Videokassette von Starlight zu einem echten Geheimtipp in den Videotheken, denn eine Kinoauswertung blieb "Brainscan" leider verwehrt. Das ist eigentlich unverständlich, da von der ersten bis zur letzten Minute perfekte Unterhaltung mit diesem gleichermaßen spannenden wie auch gut durchdachten Film geboten wird. Dabei betreibt "Brainscan" keine inhaltliche Neuerfindung, sondern ist eigentlich nur eine weitere Interpretation von Wes Cravens Interner Link"A Nightmare on Elm Street". Im Gegensatz zum Freddy Krüger-Grusel geht die Angst aber nicht von Träumen aus, sondern der hinterlistige Trickster greift die Kids aus einer virtuellen Welt an. Verantwortlich ist ein Computerspiel mit Namen "Brainscan", welches das ultimative Erlebnis in Sachen interaktiven Terror verspricht. Ziel des Spiels ist es, in die Rolle eines Serienmörders zu schlüpfen und willkürlich ausgewählte Personen zu töten.
Michael ist absoluter Horrorfan und von der ganzseitigen Anzeige in der Fangoria fasziniert. Nach der ersten Spielrunde bemerkt Michael, dass mehr hinter dem Spiel steckt, weil der virtuellen Spaß mit blutiger Realität verknüpft ist. Als Michael einen abgeschnittenen Fuß in seinem Kühlschrank findet, den er im Spiel als Trophäe seinem Opfer abgeschnitten hatte, stellt sich auch kurz darauf der Cyber-Dämon Trickster vor. Trickster fordert Michael zu einer weiteren Partie Brainscan heraus, schließlich hat ein Person die erste Tat beobachtet. Nun soll dieser Zeuge aus dem Weg geschafft werden - nur weiß Michael nicht, dass es sich bei dem neuen Opfer um seinen besten Freund handelt, der lediglich von der Existenz des Spiels weiß. Die Situation scheint zu eskalieren, hat Michael doch nicht nur den Dämon im Nacken sitzen, sondern auch die Polizei wird auf ihn aufmerksam. Für Michael beginnt eine Odyssee des Schreckens, in die auch noch seine große Liebe Kimberly hineingezogen wird.
Von einer umgestylten Kopie des Craven-Films kann demnach keine Rede sein. "Brainscan" ist ein eigenständiges Werk, das in allen Bereichen überzeugt. Gerade Edward Furlong in der Hauptrolle des Michael passt perfekt. Der ihm zur Seite gestellte T. Ryder Smith liefert zudem eine grandiose und zynische Vorstellung als Cyber-Dämon Trickster ab. In einer Nebenrolle tritt zudem Frank Langella auf, der als mürrisch dreinblickender Polizist ein gern gesehener Darsteller ist. Damit jedoch noch nicht genug, hält "Brainscan" noch eine überraschende Schlusspointe bereit, die an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden soll. Bis es allerdings soweit ist, dürfen auch ein paar Splattereffekte das Geschehen unterstützen - jedoch nicht in übertriebener Form, schließlich setzt John Flynn eher auf eine spannende Geschichte als auf blutige Bilder. Auch die visuellen Tricks sind nett gemacht, nur hätte ich gern mehr von der virtuellen Welt gesehen, denn die wird zu selten präsentiert.

Fans oder diejenigen, die nun erstmalig Interesse am Film bekommen haben, sollten unbedingt zur HDMV-Veröffentlichung greifen, wenn es mal wieder ein richtig guter Horrorfilm sein darf. Die DVD überzeugt in allen Belangen und dürfte eigentlich ein Pflichtkauf für jede gute Horrorfilmsammlung sein. Aber Achtung beim Kauf, denn gerade auf Börsen wird immer noch das sehr schlechte Bootleg angeboten. Die HDMV-Fassung erkennt man zum einen am Firmenlogo als auch am großen FSK-Flatschen auf dem Cover. Aber keine Sorge: ein Wendecover ohne das FSK-Siegel ist selbstverständlich Bestandteil dieser tollen Veröffentlichung.



Bilder der DVD




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NewsHDMV bringt "Brainscan"
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