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JP 2004
Originaltitel:Tôkyô densetsu: Ugomeku machi no kyôki
Länge:79:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ataru Oikawa
Buch:Yumeaki Hirayama, Ataru Oikawa, Noriko Tanimura
Kamera:Akihito Nishimura, Satoshi Nishimura
Musik:Kazuhiro Furuhashi
SFX:Natsuko Iwasaki
Darsteller:Sachiko Kokubu, Satoshi Taniguchi, Mizuho Nakamura, Seiji Chihara, Yuka Hayashi
Vertrieb:Laser Paradise / NSM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Yumiko ist Grafikdesignerin und Single. Eines Tages bekommt sie einen blutverschmierten Brief, in dem ein unbekannter Verehrer schreibt, dass er sie heiraten will. Beim Klassentreffen erhält sie ein weiteres Päckchen mit einem zerschnittenen Foto. Schnell fällt der Verdacht auf einen ehemaligen Mitschüler, der geistig gestört war. Yumiko bittet ihre Freundin Mika, eine Detektivin, dem Fall nachzugehen und erlebt den puren Horror am eigenen Leib ...

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Der auf DV gedrehte Film hinterlässt einen ordentlichen Eindruck und gehört eindeutig zu den Besseren dieser Machart. Das Material ist sauber und wird kaum durch äußere Einflüsse beeinträchtigt. Allzu viel sollte man jedoch nicht bei einer kleinen Produktion wie dieser erwarten, da bedingt durch die nicht immer gute Ausleuchtung der Kontrast, besonders in dunkleren Bildbereichen, seine Probleme mit der Detailwiedergabe hat. In hellen Szenen wirkt jedoch alles ordentlich detailliert. Dennoch ist der Kontrast im Allgemeinen nicht wirklich ausbalanciert, wodurch die Farbgebung etwas beeinflusst wird, was in manchen Szenen für eine dezente Verfälschung sorgt. Die Schärfe ist gut, eine sonderliche Tiefe ist aber nicht vorhanden, was auch an dem leichten Rauschen liegen mag.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu, Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
Untertitel-
 Neben der deutschen Synchronisation in Stereo und Dolby Digital 5.1 gibt es noch eine japanische Sprachversion in Stereo - leider ohne Untertitel, was diese Tonspur unbrauchbar macht. Der Klang aller Tonspuren ist aber gelungen, wenn auch die Synchronstimmen nicht wirklich überzeugen. Asiatische Filme haben immer wieder mit dieser Problematik zu kämpfen, u.a. weil Filme aus diesen Ländern schwer zu synchronisieren sind, aber warum kann man dafür nicht begabtere Sprecher nutzen? Hat man sich nach kurzer Zeit an die Stimmen gewöhnt, wird man zumindest mit einem den Möglichkeiten entsprechend guten 5.1-Mix belohnt. Kontinuierlich werden die hinteren Effektboxen genutzt und über die gesamte Laufzeit in das Geschehen involviert. Direktionale Effekte sind zwar selten, doch allein für die Nebengeräusche und den Score lohnt sich diese Tonspur schon. Dazu kommen dynamische Einspielungen und in Schreckmomenten wird auch der Subwoofer mit einem guten Bass versorgt. Die beiden Stereospuren besitzen keine besonderen Merkmale und klingen eher schlicht. Zumindest die deutschsprachige Variante ist ebenfalls gut verständlich. Anzumerken ist noch, dass einige Geräusche für die deutsche Synchronisation eingefügt wurden und etwas vom japanischen Effekttrack abweichen.
 +++/--

Extras
Extras-
Verpackungkleine Hartbox
 Es ist kein Bonusmaterial vorhanden.
 ------

Fazit
"Tokyo Psycho" ist zu unrecht in die "Red Edition Reloaded" aufgenommen worden, denn das, was das Cover suggeriert, kann der Film in keinster Weise bieten. Gerüchten zufolge hat sich die Geschichte tatsächlich ereignet, was durchaus möglich erscheint. "Tokyo Psycho" erzählt von einer jungen Grafikdesignerin, die von einem Stalker verfolgt wird. Schuld daran ist wie so oft eine unerfüllte Liebe. Dass "Tokyo Psycho" im Homevideo-Stil inszeniert wurde, ist beim geringen Budget vertretbar und soll die Geschichte vermutlich auch realistsicher aussehen lassen. Dennoch kann Ataru Oikawas Werk nur wenig überzeugen. Dabei fängt der Film vielversprechend an: Zwei Frauen einsam in einem Wohnkomplex, als plötzlich jemand an die Tür klopft. Kaum die Tür erreicht, tauchen verkrümmte Hände durch den Briefschlitz auf und man sieht wenig später das entstellte Gesicht einer Frau. Nach dieser Eröffnungsszene bekommt man richtig Lust auf den Film und wartet gespannt die Credits ab. Doch was danach kommt, hat mit dem Anfang nichts mehr zu tun und eine Erklärung für diesen scheinbaren Albtraum gibt es auch nicht. Es folgt eine sehr dürftige Geschichte, denn die Auflösung ist schnell gefunden und der dazugehörige Täter bei genauem Hinschauen auch.
So gibt es eine Berg- und Talfahrt bis zum unbeeindruckenden und zudem unrealistischen Finale. Von den Darstellern darf nicht allzu viel erwartet werden, aber die Leistung geht in Ordnung, denn besonders Hauptdarstellerin Sachiko Kokubu überzeugt. Leider lässt sich das vom Killer nicht behaupten, denn dieser wirkt eher unfreiwillig komisch als angsteinflösend. Wenn sein Wahnsinn wieder Überhand gewinnt, macht er den Eindruck eines wütenden Kindes, das seinen Lutscher abgeben musste. Am ehesten überzeugt demnach die erste Hälfte der mit knapp 80 Minuten kurzen Laufzeit, in der . Spannung und Atmosphäre zumindest vorhanden sind, wenn auch auf einem trashigen Niveau. Zumindest wusste man, wie man mit dem Score und einigen Effekten wie ächzender oder kratzenden Geräuschen Stimmung schafft. Wenn dann aber der lachhafte Bösewicht die Bildfläche betritt, wird jegliche Spannung wieder zerstört und der weitere Handlunsgverlauf verkehrt sich ins Peinliche. Darüber helfen auch die kleinen Folterszenen nicht hinweg. Oikawa hält sich bei den Effekten sehr zurück, so dass lediglich die Wurmszene etwas Grummeln in der Magengegend verusachen könnte.

"Tokyo Psycho" ist zwar kein Totalausfall, doch wird er allein wegen des reißerischen Covers hinter den Erwartungen zurückbleiben. In der "Red Edition Reloaded" hat "Tokyo Psycho" definitiv nichts zu suchen gehabt. Hartgesottenen Fans des Nippon-Horror können zumindest einen Blick riskieren.



Bilder der DVD




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