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USA 1982
Originaltitel:Slayer, The
Alternativtitel:Nightmare Island
Länge:86:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:J.S. Cardone
Buch:J.S. Cardone, Bill Ewing
Kamera:Karen Grossman
Musik:Robert Folk
SFX:Robert Short
Darsteller:Sarah Kendall, Frederick Flynn, Michael Holmes, Carol Kottenbrook, Carl Kraines, Alan McRae, Sandy Simpson, Paul Gandolfo, Newell Alexander, Ivy Jones, Jennifer Gaffin, Richard van Brakel
Vertrieb:Laser Paradise / NSM
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Es ist ein kalter, heller Morgen als die beiden Pärchen aufwachen und sich auf ihren langerwartenten Urlaub vorbereiten. Niemand ahnt, dass sie sich schon bald im Netz aus diabolischem Terror winden werden. Auf der verlassenen Insel, die die vier Urlauber ansteuern, wartet etwas Unheimliches. Der Slayer kommt direkt aus den Alpträumen in die Realität ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Dem Bild merkt man an, dass der Film schon etwas betagt ist. Verschmutzungen und Defekte treten immer wieder in Erscheinung, entwickeln sich jedoch nicht zu einem Störfaktor. Ebenso ist ein kontinuierliches Bildrauschen vorhanden und auch die Farbgebung hätte ruhig etwas kräftiger ausfallen können. Der Kontrast wirkt besonders in dunklen Passagen des Films sehr steil und sorgt dafür, dass Details absaufen. Merkwürdig erscheint, dass der Schwarzwert innerhalb des Bildes von rechts nach links unterschiedlich ist: Auf der rechte Seite bekommt man noch ein sehr sattes Schwarz zu sehen, nach links wird es aber immer mehr zu einem deutlichen Grau. Details sind in diesem Bereich besser zu erkennen, doch verfälscht das Grau die Farben. Die Schärfe erreicht lediglich ein durchschnittliches Niveau. Zumindest fällt die Kompression nicht negativ auf, wodurch der Transfer Punkte gut machen kann. Inklusive Altersbonus, und weil es keine bessere Alternative gibt, erreicht diese kleine Horrorperle knapp 3 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Alten Filmen eine neue Synchronisation zu verpassen, kann nur selten überzeugen. Im Fall von "The Slayer" hat es Laser Paradise genau richtig gemacht und dem Film keinen unnötigen 5.1-Mix spendiert, sondern beließ es bei Stereo. Die Synchonstimmen können in den meisten Fällen überzeugen, wenn man auch keine professionellen Sprecher erwarten darf. Die Dialoge sind dementsprechend auch sehr gut zu verstehen, wirken zur Musik und den Umgebungsgeräuschen allerdings aufgesetzt, wodurch die Abmischung nur bedingt harmonisch klingt. Der englische Stereomix überzeugt da mehr, wenn auch die Dialoge dumpfer klingen. Hinzu kommt in beiden Tonspuren dezentes Hintergrundrauschen.
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Extras
Extras
  • Filmografien:
    • Sarah Kendall (1 Textseite)
    • Frederick Flynn (1 Textseite)
    • Carol Kottenbrook (1 Textseite)
    • Alan McRae (3 Textseiten)
    • Michael Holmes (1 Textseite)
    • Carl Kraines (1 Textseite)
    • J.S. Cardone (1 Textseite)
Verpackungkleine Hartbox
 Die Extras bestehen aus Filmografien diverser Beteiligter. Leider beschränken sich die Informationen nur auf Filme, mit denen die jeweiligen Personen zu tun hatten.
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Fazit
Hinter dem Titel "The Slayer" verbirgt sich ein kleiner, aber feiner Horrorfilm aus den 80er Jahren. Im Mittelpunkt stehen zwei Pärchen, die ihren Urlaub auf einer idyllischen, menschenleeren Insel verbringen. Kay, die Protagonistin, leidet seit ihrer frühen Jugend unter Albträumen, in denen sie von etwas Unheimlichen bedroht wird. Ihr Mann, ein Arzt, Kays Bruder und dessen Frau sind die weiteren Mitglieder der Reisegruppe. Kaum sind sie am Ziel, einem alten, großzügig ausgestatteten Haus, angekommen, erkennt Kay, dass dies das Gebäude aus ihren Träumen ist. Ihr Mann hält ihre Visionen für Hirngespinste und möchte lieber einen erholsamen Urlaub verbringen als sich mit der Psyche seiner Frau zu beschäftigen. Da interessiert auch die Warnung des Piloten wenig, der scheinbar mehr von diesem Ort weiß, als er letztendlich zugeben möchte. Immer wieder entfachen kleine Streitereien, bis der erste Mord geschieht ...

Die gut durchdachten Konflikte zwischen den einzelnen Personen, die glaubhaft von ihren Darstellern umgesetzt wurden, lassen stetig Bedrohung aufkommen. Besonders Kays anwachsende, psychische Belastung sorgt für Spannungen innerhalb der Gruppe, welche kurzzeitig von einem Unbekannten unterbrochen werden, der für einige blutige Morde sorgt. Lange bleibt es unklar, ob Kay selbst die Täterin ist oder ob sich etwas aus ihren Träumen tatsächlich auf dieser Insel befindet. J.S. Cardone spielt gekonnt mit den Eindrucken des Zuschauers, der zwar zum Augenzeuge der Taten wird, aber niemals den Mörder zu Gesicht bekommt. Der Zuschauer merkt also sehr viel früher als die Protagonisten, dass etwas nicht stimmt. Die Figuren müssen sich erst einmal mit ihren eigenen Problemen auseinander setzen, bis deren Stunde geschlagen hat und der erste auftauchende Tote für Panik sorgt. Damit kommt besonders die erste Hälfte von "The Slayer" gut über die Runden, auch weil sich kontinuierlich Realität und Kays Albtraum abwechseln - ein guter Schachzug von der Regie, die durch die albtraumhaften Einschübe den Zuschauer gekonnt verunsichert.
Die zweite Hälfte des Films spielt hauptsächlich in einer stürmischen Nacht. Auch hier glänzt "The Slayer" mit einer düsteren Atmosphäre, wie sie heutzutage kaum noch geschaffen wird. Bei allem Lob muss man jedoch auch erwähnen, dass der Film die Mechanismen des Genres nicht neu erfindet, sich aber zu den guten Horrorvertretern der 80er Jahre zählen darf, weil er sie nutzen weiß. Das Ende ist dann doch eine kleine Überraschung und lässt sogar etwas Raum für eigene Interpretationen, wenngleich der ganze Film dadurch umgekrempelt wird und etwas den Faden verliert.

Erstaunlich ist es, dass der Film in Deutschland gänzlich unbekannt war und erst 2009 eine deutsche Synchronisation erhielt. Zwar gab es "The Slayer" schon mal als Bonusfilm auf einer "Red Edition" von Laser Paradise, dort aber nur im Original mit Untertiteln. So ist es umso gerechtfertigter, dass im Zuge der "Red Edition Reloaded"-Reihe auch "The Slayer" eine dem Alter entsprechend ordentliche Umsetzung mit deutscher Synchronisation erhält.



Bilder der DVD




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