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USA 2006
Originaltitel:Crazy Eights
Länge:76:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:James K. Jones
Buch:James K. Jones, Dan DeLuca, Ji-un Kwon
Kamera:Stephen M. Lyons
Musik:Olivier Glissant, Chuck Hammer, Nick Nolan
SFX:Monster in my Closet
Darsteller:Dina Meyer, George Newbern, Traci Lords, Dan DeLuca, Frank Whaley, Gabrielle Anwar, Christine Eads, Stephen Szibler, Michael Gabel, Cheryl Scungio, Karen Beriss, Joe Hansard, James A. Ray
Vertrieb:Atomik-Films / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:04.11.2008 (Verleih) / 11.12.2008 (Kauf)



Inhalt
Sechs Freunde treffen sich nach vielen Jahren bei einer Beerdigung wieder. Der Verstorbene hat eine Karte hinterlassen, durch die der Leichnam eines Kindes entdeckt wird. Dieses Kind war Teil ihrer gemeinsamen Vergangenheit und führt sie zu einem verlassenen Krankenhaus, hinter dessen Mauern einst grauenvolle Experimente stattfanden. Bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit reißen schmerzhafte Wunden auf und führen zu weiteren Morden. Je näher sie dem Rätsel des Leichnams kommen, desto stärker geraten sie selber in tödliche Gefahr.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dieser Independent-Film leidet ein wenig unter der Vorlage, die maximal gute Details ermöglicht. Je nach Vorliebe wird man damit voll zufrieden sein oder sich wünschen, dass das mit feinem Rauschen belegte Bild noch eine präzisere Darstellung abliefern würde. Die reduzierten Farben sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, machen später aber Sinn, um die Atmosphäre zu forcieren. Man kann sogar noch eine leichte Wandlung von den bräunlichen Grundtönen auf ein etwas mehr ausgegrautes Bild in späteren Szenen feststellen. Lediglich der Kontrast hätte angepasst werden müssen, denn der Film suhlt sich gern in tiefschwarzen Schattenbereichen, die zwar die schlechte Ausleuchtung in den Kellergewölben verdeutlichen sollen, aber etwas zu oft Anwendung fanden. Mehr Schärfe und ein etwas weicherer Kontrast wären letztlich das, was den hauchdünnen Abstand zu 4 Punkten noch ausmacht, denn sonst sind keine Fehler zu sehen, weder bei der Kompression, noch in Form von Schmutzpartikeln.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Über die künstlerische Qualität des Scores werd ich im Filmtext ein paar Worte verlieren, hier nur erstmal die Einschätzung der deutschen und englischen Sprache, jeweils in Dolby Digital 5.1: Beide werden dank der Filmmusik auch auf den hinteren Lautsprechern häufig frequentiert, echte Effekte, die mal eben so über die Rears flüchten, sind aber noch etwas rar gesät oder hätten deutlicher herausgearbeitet werden können, z.B. wenn der Geist flüstert. Somit wird ein Mittel zwischen Räumlichkeit und ansprechender Klangdichte erreicht, die weder enttäuscht, noch von den Socken haut. Die deutsche Version, die eine geringfügig anderen Tonhöhe als das Original besitzt (man höre die Musik), ist zwar sauber synchronisiert, das Zusammenspiel zwischen Musik und Dialogen ist aber nicht richtig ausbalanciert: Die Musik besitzt eine zu hohe Lautstärke, so dass sie sich in den Vordergrund drängt, während das Original einen ausbalancierten Eindruck macht.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer:
    • Crazy Eights dt./engl. (1:38 Min.)
    • The Birthday (3:56 Min.)
    • Bone Dry (1:25 Min.)
    • Five Across The Eyes (1:44 Min.)
    • Forest Of The Damned (2:04 Min.)
    • Headhunter (2:12 Min.)
    • House Of Usher (1:55 Min.)
    • Katie Bird (2:30 Min.)
    • Killerkiller (0:46 Min.)
    • Lycan (1:54 Min.)
    • The Rockville Slayer (1:00 Min.)
    • The Stink Of Flesh (1:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bis auf Trailer konnten keine Extras aufgetrieben werden.
 /-----

Fazit
Was dem amerikanischen Horrorfilm fehlt, zeigt eindrucksvoll die unabhängige Produktion "Crazy Eights", die 2006 ihre Premiere neben 7 anderen Streifen auf dem alljährlichen "After Dark Horrorfest" erlebte. Anders als seine Kollegen Interner Link"Borderland" und Interner Link"Frontiers" basiert "Crazy Eights" weder auf tollen Einfällen, noch auf einer mitreißenden Story oder einer handwerklich überzeugenden Umsetzung, sondern auf der kühlen Berechnung, dass das Publikum nach dem Eingangsschocker aller x Minuten einen neuen Schreckmoment vorgesetzt werden muss, damit es bei der Stange gehalten wird. Dass diese Vorgabe manchmal zu schrecklichen Kompromissen führt, zeigt sich schnell, denn weder sind die Schocks sonderlich einfallsreich (eigentlich: Standardkram), noch hilft es der Hintergrundgeschichte, über die man gern mehr erfahren hätte. Da "Crazy Eights" kein Slasher, sondern ein Geisterhausfilm ist, hätte es Sinn gemacht, diese Geschichte, die in Ansätzen auch vorgetragen wird, über die Figuren zu erzählen. Die sechs Protagonisten, die von ihrem verstorbenen Freund den Auftrag erhalten haben, für diesen ein paar Angelegenheiten zu überprüfen, sind zwar im sehr verschieden charakterisiert, darauf baut aber nichts auf. Ihre gemeinsame, dunkle Vergangenheit, die irgendwann in wenigen Sätzen abgehandelt wird, wird praktisch nicht zum Hauptthema des Filmes gemacht, sondern stattdessen das Ableben der sechs Personen im dunklen Keller. Die Atmosphäre, die durch Genre übliche Tricks wie ein durch die Gänge laufendes Mädchen, ein im Kegelschein der Taschenlampe auftauchendes Gesicht oder schlichtweg die Unerforschtheit des Komplexes gefüttert wird, nutzt sich ziemlich schnell ab. Den Mythos zu entwickeln und die Zuschauer in die dunklen Geheimnisse des offensichtlich als Forschungskomplex missbrauchten Gewölbes einzuweihen, das wäre nötig gewesen.
Die Schauspieler, in den Hauptrollen u.a. Dina Meyer und Traci Lords, schlagen sich wacker, wirken manchmal aber wie Marionetten. Schuld trägt der sich oft wiederholende, sehr langweilige und primitive Score, der auf mich wirkt wie ungeschickt über den Film gelegt, damit einige Szenen mehr Spannung erhalten. Jedoch geschieht das viel zu unsensibel, als dass der intentionierte Effekt auch entstehen würde.

"Crazy Eights" kann man ruhig in der Videothek stehen lassen. Der gesamte Aufbau des Filmes inklusive der Effekte ist Standardware, die möglicherweise einen Blick wert wäre, hätte der Film nur nicht das gesamte Potenzial der Hintergrundgeschichte derart verschenkt.



Bilder der DVD




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