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Thailand 1999
Originaltitel:Nang nak
Alternativtitel:Nang-Nak
Länge:97:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nonzee Nimibutr
Buch:Wisit Sasanatieng
Kamera:Nattawut Kittikhun
Musik:-
SFX:Sonthaya Chum-Intajaks, Anirut Sutthinate, Lamnao Sutto, Benjawan Sroi-In
Darsteller:Intira Jaroenpura, Winai Kraibutr, Pramote Suksatit, Pracha Thawongfia, Manit Meekaewjaroen
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der Krieg zieht Mak fort von seiner geliebten Frau Nak und lässt ihn mit schweren Verwundungen zurückbleiben, während Nak ihm ein Kind gebärt. Voller Freude kehrt Mak nach seiner Genesung in sein Heimatdorf zurück, wo er schon bald bemerken muss, dass seine direkte Umgebung vom Zerfall zerfressen wird. Als sein bester Freund Um ihm erzählt, Nak wäre bei der Geburt gestorben und das die Wesen, mit denen Mak zusammenlebt, nur Geister wären, kapselt sich Mak misstrauisch von der Gemeinschaft ab. Doch immer wieder finden im nächtlichen Unwetter tödliche Unfälle statt, die nicht erklärbar sind. Schon bald formiert sich das Dorf um Maks Anwesen, um den bösen Geist zu vertreiben, dessen Macht weitreichender ist als vorerst angenommen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Endlich einmal ein Asientransfer, der auch in Bewegungen beständig und frei von den oft so störenden Ghosting-Effekten bleibt. Kontrast und Farbsättigung bilden ein sicheres Fundament für ein tolles Heimkinoerlebnis, auch wenn die Schärfe nur "gut" ist. Schade, es wäre wirklich toll gewesen, die überwältigende Optik des Filmes in einer ebenso brillanten Detailschärfe präsentiert zu bekommen, im Detail fehlt es aber noch ein wenig im Vergleich zu den ganz Großen, minimale Nachzeichner sind ebenso noch ersichtlich. Insgesamt kann man das Bild als düster bezeichnen, was durchaus passend ist, aber auch die Farbfreude kommt in den vielen Naturszenen nicht zu kurz. Nur in hellen Flächen wird flackert das Bild ersichtlich, vor allem am Himmel wirkt dies zu nervös. Insgesamt ist dieser Faktor aber nicht ausschlaggebend, um am guten Gesamteindruck etwas zu bewegen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Thai)
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Die tonale Präsenz ist in der deutschen Version von überzeugender Qualität. Wenn Mak im Fiebertraum fantasiert und seine Frau ihr Kind gebärt, wird dies auf den hinteren Lautsprechern mit kräftigen Effekten quittiert, die sich aus oft aus Subwoofer unterstützten Trommeln oder Wettergeräuschen zusammensetzen. Insgesamt bietet der Dschungel genügend Möglichkeiten, um als Dolby Digital 5.1-Ton den Raum ordentlich zu füllen. Den Einsatz eines bidirektionalen Effektes vermisst man ein wenig und auch die Schlichtheit der Dialoge ist nicht besonders beeindruckend, die Klangqualität an sich zeigt aber keinerlei Aussetzer, ist recht klar, wenn auch nicht übermäßig dynamisch auf der Front, so dass es für fünf Punkte noch nicht reichen will. Der Thai-Ton, dem man deutsche Untertitel zuschalten kann, liegt nur in Stereo vor, ist aber ebenso von guter Qualität.
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Extras
Extras
  • Trailer 1 (1:33 Min.)
  • Trailer 2 (1:42 Min.)
  • Interviews:
    • Interview #1 (7:33 Min.)
    • Interview #2 (6:49 Min.)
    • Interview #3 (5:07 Min.)
  • Premiere (2:18 Min.)
  • Trailershow:
    • Dead Or Alive Final (1:27 Min.)
    • Elysium (1:52 Min.)
    • Eternal Blood (1:29 Min.)
    • Freeze Me (1:56 Min.)
    • Gozu (1:22 Min.)
    • H (1:55 Min.)
    • Happiness Of The Katakuris (2:05 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:43 Min.)
    • Save The Green Planet (2:13 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
 Auch diese DVD-Veröffentlichung aus dem Hause I-On wurde mittels Pappschuber veredelt. Das Covermotiv ist ebenfalls sehr ansehnlich, schön wäre hier noch gewesen, die beiden silbernen Balken auszulassen, um das Motiv in ganzer Größe zeigen zu können. Auf der DVD befinden sich neben 2 Trailern zum Film noch welche zu 10 weiteren DVDs des Labels. Die Interviews wurden offensichtlich für den japanischen Markt erstellt und für diese Auswertung mit einem deutschen Overdub versehen, der sich aber auch abschalten lässt. Leider weiß man nicht, mit wem innerhalb der Interviews gerade geredet wird (das Erste wird vermutlich mit der Hauptdarstellerin Intira Jaroenpura und das Zweite mit dem Regisseur Nonzee Nimibutr geführt), denn nirgends findet man dazu einen Eintrag. Das abschließende 2minütige Special zur Premiere kann man getrost vergessen, hierfür gibt es weder dt. Sprache noch Untertitel, so dass man bis auf ein paar kurze Englischfetzen nix aufschnappen wird.
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Fazit
Während sich der asiatische Horrorfilmsektor zumeist durch Grenzen überschreitende Effekte oder Adrenalin fördernde Geistergeschichten auszeichnet, ist "Nang-Nak", der auf einem bereits unzählige Male in Variationen auf der ganzen Welt verfilmten, thailändischen Aberglauben basiert, erfrischend altmodisch und bodenständig. Nicht nur die opulenten Bildkompositionen mitten in der Wildnis des sumpfigen Hinterlandes erfreuen das Auge durch ihre ausstrahlende Ruhe, auch die Geschichte ist von der ersten bis zur letzen Sekunde von einer unheimlichen, sehr grusligen Stimmung durchzogen, ohne dass jemals übermäßiger Gebrauch von blutigen Einstellungen gemacht werden muss. Nur wenige, dann aber wirklich unappetitliche Kadaver weisen auf das Horrorgenre hin, versetzen uns einen kurzen Schock, bevor man sich wieder der bedrohlichen Atmosphäre hingibt, die die Natur selbst mit all ihren Unwettern versprüht. Ähnlich des meisterlichen Interner Link"Inugami" reichen kurze, meist unkenntliche Geistervisionen aus, den Rest besorgt die berührende Liebesgeschichte von Mak und Nak, die tief spirituell verwurzelt ist und bald morbide Züge annimmt, so dass nicht nur der Verfall des Hauses das bald bevorstehende, unheilvolle Ende verkündet. "Nang-Nak" mag nicht den rasantesten Weg eingeschlagen haben, um seine gespenstische Handlung zu erzählen, er vermittelt aber einen Tiefgang und eine starke Emotionalität, die man von Seiten der globalisierten US-Filmkultur kaum noch erwarten darf. Unterstützt wird dies von einem stimmigen Soundtrack, der derart grandios die Bilder untermauert, dass man sich "Nang-Nak" ohne diesen gar nicht vorzustellen vermag. Klare Empfehlung, auch für die gut umgesetzte deutsche aus dem Hause I-On, die vielleicht noch etwas mehr Bonusmaterial hätte vertragen dürfen.



Bilder der DVD




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