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FR, D, UK 2004
Originaltitel:Gaous, Les
Alternativtitel:Jeunes, beaux... mais détraqués
aka. Young, Beautiful and Screwed Up
aka. Vollchaoten - Jung, schön und total bekifft, Die
Länge:91:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Igor Sekulic
Buch:Igor Sekulic, Rodolphe Sand, Jean-Marie Poiré
Kamera:Fritz Seemann, Michel Thiriet
Musik:Vincent Prezioso, Julian Sykes
SFX:Emilie Larrouy
Darsteller:Matthias Van Khache, Hervé Lassïnce, Richard Bohringer, Jean-Marie Bigard, Mareva Galanter, Ticky Holgado, Elise Perrier, Richaud Valls, Stéphane Soo, Mongo, Stanislas Crevillén, Cyrielle Claire, Sandrine Molaro
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.06.2009 (Verleih) / 24.07.2009 (Kauf)



Inhalt
Maurice verliebt sich Hals über Kopf in ein süßes Mädchen aus der Stadt die mit Ihrem arroganten Freund auf dem Bauerhof eine Autopanne hat. Er bricht mit seinem besten Freund nach Paris auf um die Angebetete zu suchen, kaum angekommen stürzen sich die beiden Chaoten auf der Suche nach der Traumfrau furchtlos ins pralle Partyleben. Sex, Drogen, neue Freunde und coole Musik, das Leben könnte so schön sein wenn da nur nicht der Vater seines Kumpels wäre der unangemeldet nach Paris kommt und noch nichts über die Grasplantage im Wohnzimmer weiß.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer dieser Savoy Film-Veröffentlichung bietet eine gute Schärfe, die mit vielen detaillierten Einstellungen und sauberen Konturen zu gefallen weiß. Der Kontrast zeigt sich die meiste Zeit über sehr ausgewogen, nur selten treten ein paar Defizite auf, welche die ansonsten gute Durchzeichnung minimal beeinträchtigen. Details werden nicht verschluckt, es kommt aber gelegentlich zu dezenten Überstrahlungen. Die natürliche Farbgebung überzeugt mit warmen und kräftigen Tönen. Rauschen ist nur in geringem Ausmaß auszumachen, wenn es jedoch in Erscheinung tritt, dann deutlich. Nicht ganz so ordentlich gibt sich die Kompression, die immer wieder für Unruhen durch Blockbildungen sorgt. Demnach geht der Transfer zwar in Ordnung, verschenkt allerdings deutlich Potenzial.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Fr), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Die Synchro ist leider etwas zweckmäßig ausgefallen. Damit ist sie zwar weit entfernt von einer gefürchteten "Pornosynchro", aber man hat schon Besseres aus dem Hause Savoy Film gehört. Besonders nervig ist der Sprecher des Benoît, der sich bemüßigt fühlte, besonders tuntig zu reden. Zumindest hat Savoy deutsche Untertitel angefertigt, so dass man auch als nicht der französischen Sprache Mächtiger auf die franz. Tonspur ausweichen kann, bei der das nicht der Fall ist. Neben den deutschen Untertiteln gibt es auch eine englische Untertitelspur, deren tieferer Sinn sich mir allerdings nicht ganz erschlossen hat. Negativ fällt die deutsche Dolby Digital 5.1-Abmischung auf, denn bei dieser handelt es sich um einen schlechten Upmix, der lediglich die frontale Soundkulisse auf die Rears spiegelt und demnach auch keinen Raumklang zu bieten hat. Abhilfe schafft zumindest die ebenfalls vorhandene Stereospur, die ein zufrieden stellendes Ergebnis ohne Störgeräusche liefert. Das ist mit einer sauberen Dialogwiedergabe verbunden, die zusammen mit einem dynamischen Soundtrack und einigen Effekten einen guten Stereomix ergeben. Der französische O-Ton ist nur in Dolby Digital 5.1 vorhanden, kann allerdings anders als die deutsche Fassung gefallen. Genrebedingt darf man jedoch nicht allzu viel erwarten, denn ein Großteil spielt sich auf den Frontlautsprechern ab.
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Extras
Extras
  • Unterwegs mit dem Drehteam (20:02 Min.)
  • Verpatzte Szenen (12:03 Min.)
  • Entfernte Szenen (7:00 Min.)
  • So etwas wie ein Vorsprechen (2:24 Min.)
  • Und jetzt alle für ein Foto herkommen (10:10 Min.)
  • Mareva: Der wichtigste Star des Films (2:53 Min.)
  • Dreh am beschaulichsten Ort Frankreichs (3:17 Min.)
  • Der Trailer im Originalton (1:36 Min.)
  • Bilder zum Film (33 Fotos / 2:46 Min.)
  • Hidden Feature (0:48 Min.)
  • Trailershow:
    • Franz+Polina (1:18 Min.)
    • Freebird (1:37 Min.)
    • Bloodsport - The Red Canvas (2:25 Min.)
    • Der Rebell des Königs (1:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist umfangreich ausgefallen. U.a. gibt es ein Making Of, Deleted Scenes, Aufnahmen vom Vorsprechen, Aufnahmen von einer Fotosession und den Trailer. Beim Making of handelt es sich lediglich um B-Roll-Aufnahmen, die teilweise nett anzusehen sind und einen kleinen Einblick in die Entstehung geben, letztendlich aber kaum informativen Wert besitzen. Ärgerlich ist nur, dass Savoy beim Bonusmaterial auf deutsche Untertitel verzichtet hat, was es somit für viele Zuschauer wenig nützlich macht.
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Fazit
"Les Gaous", wie der Originaltitel des Films lautet, führt uns in die französische Provinz. Gaous steht im weitesten Sinne für Landei. Und so treffen wir auf unsere beiden "Helden" Maurice (Matthias Van Khache) und Benoît (Hervé Lassïnce). Maurice arbeitet auf einem Großbauernhof und liebt seinen Job. Er scheint auch ein Tierflüsterer zu sein. So überzeugt er u.a. einen Esel namens Anatol für Nachwuchs zu sorgen. Benoît hingegeben kann mit dem Landleben nichts anfangen. Frustriert geht er seinem Job als Friseur nach. Beide haben zusammen eine Band, die beim lokalen Talentwettbewerb (?) auftreten soll.
Szenenwechsel. Guillaume (Richaud Valls) und Julie (Elise Perrier), zwei Pariser Großtadtyuppies, die ein paar Tage auf dem Land verbringen wollen. Er: Typ arroganter Großkotz, sie: erfolgreiche Börsenmaklerin, aber nett.
Es kommt wie es kommen muss: Beide Parteien treffen aufeinander. Guillaume, nach einigen Weinproben nicht mehr ganz fahrtüchtig, rammt Maurices Wagen, den dieser von seinem Chef ausgeborgt hat (natürlich ohne dessen Wissen). Guillaume stört sich daran nicht sonderlich, haut stattdessen Maurice einen auf die Nase und verschwindet mitsamt Julie. Dieser ist das ziemlich peinlich, kann vorher aber Maurice noch ihre Visitenkarte zustecken. Maurice ist in leichter Panik wie er den Zustand des Wagens seinem Chef erklären soll und fasst mit Benoît den folgenschweren Plan nach Paris zu fahren, um dort bei Guillaume das Geld einzufordern und bei der Gelegenheit die schöne Julie anzugraben. Benoît wittert seine Chance und hofft so in Paris eine Karriere im Showbiz zu beginnen.
Soweit hört sich das alles noch recht übersichtlich an. Kompliziert wird es dann in Paris: Vergessen darf man auch nicht die örtlichen "Kneipenrentner", die später auch noch nach Paris reisen werden. Dann wäre da eine "Straßengang", mit der sich unsere Helden anfreunden, und Philippe, der Sohn von Maurices Chef, bei dem Maurice und Benoît unterkommen möchten. Dieser ist jedoch nicht der von Papa großzügig unterstützte Medizinstudent, sondern ein Schauspielschüler, was Papa natürlich nicht wissen darf. Samir ist der WG-Mitbewohner von Philippe, der ständig mit Joint unterwegs ist. Auch die Erlebnisse auf einer Studentenparty tragen nicht unbedingt zur Übersichtlichkeit bei.

Am Drehbuch ist neben Regisseur Igor Sekulic und Rodolphe Sand auch Jean-Marie Poiré beteiligt. Poiré ist als Regisseur u.a. für "Die Schutzengel", "Die Besucher", Interner Link"Die Zeitritter" und "Just Visiting" verantwortlich. In seinen Filmen wimmelt es meist von Zufällen und irren Wendungen. So auch hier. Sekulic, der seine Karriere u.a. als Stuntman und Regieassistent bei Filmen von Jean-Marie Poiré begann, zeigt bei wem er gelernt hat. Auch hier werden die Protagonisten von einem irren Zufall in den nächsten geschickt. Teilweise hat Sekulic jedoch etwas zu viel in den Film gepackt. So ist beispielsweise die Reise der "Kneipenrentner" komplett überflüssig, da sie mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat. Die "Pointe" der Reise der Rentner wird dann auch nur in den Deleted Scenes aufgelöst. Wer aber mit den eben genannten Filmen etwas anfangen kann, wird auch hier seinen Spaß haben. Die Schnitte sind - wie sonst bei Poiré - manchmal recht hektisch, der Soundtrack passend für eine Teenagerkomödie und die Schauspieler sind auch o.k.

"Les Gaous" wurde bereits 2004 fertiggestellt, findet aber - trotz deutscher Beteiligung - erst jetzt eine Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum. Savoy Film nahm sich der VÖ an und präsentiert die abgedrehte französische Komödie in technisch guter Qualität mit einer leider nicht ganz optimalen Synchro und einigem Bonusmaterial.



Bilder der DVD




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Vollchaoten, Die
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