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USA 1995
Originaltitel:Cyberjack
Alternativtitel:Virtual Assassin
Länge:93:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Robert Lee
Buch:Eric Poppen
Kamera:Alan M. Trow
Musik:George Blondheim
SFX:Gitte Axen, Gary Paller
Darsteller:Michael Dudikoff, Suki Kaiser, Brion James, Jon Cuthbert, James Thom, Topaz Hasfal-Schou, Garvin Cross, Dean McKenzie, Duncan Fraser, Hiro Kanagawa, Alvin Sanders, Terry Barclay, Jerry Wasserman, John Tench, Craig Bruhnanski, Kate Lancaster
Vertrieb:Screen Power / United Video
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:01.12.2001 (Kauf)



Inhalt
Im Jahre 2025 haben Computer jeden Bereich menschlicher Existenz eingenommen. Nick James (Michael Dudikoff), ein Ex-Cop und Alkoholiker, jobbt als Hausmeister bei Quantum Research Labs, einer Hightech-Forschungsanlage. Vor drei Jahren wurde seine Kollegin von dem eiskalten Nassim Zef (Brion James) ermordet. Nick fühlt sich immer noch mitschuldig und wird von Alpträumen geplagt. Er freundet sich mit der Wissenschaftlerin Alex Ross (Suki Kaiser) bei QRL an. Sie und ihr Vater entwickeln einen "sicheren" Bio-Computer-Virus, der es eines Tages erlaubt, die Computer-Systeme gegen auftauchende Viren zu "impfen". Eines Nachts wird QRL von Cyberjacks überfallen, skrupellosen Hightech-Dieben. Ihr Anführer ist Nassim Zef. Er will nur eines: den Bio-Virus. Kurz bevor Alex Vater den Code zur Selbstzerstörung des Virus in Gang setzen kann, wird er von Nassim brutal ermordet. Nick ist der einzige, der diesen teuflischen Plan durchkreuzen kann. Er weiß, dass die Sicherheit der ganzen Welt auf dem Spiel steht, wenn der Virus in die Hände dieser tödlichen Cyberjacks fällt. Er muss diesen Wahnsinn aufhalten ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die mindere Qualität früherer Screen Power-DVDs macht auch vor diesem Mittneunziger-Dudikoff-Werk nicht halt. Das videotaugliche Vollbildformat ist einerseits wenig erquicklich bei der DVD-Umsetzung und andererseits schon im Aufnahmeprozess vorbelastet. Die Bildkomposition fühlt sich nämlich etwas eingeengt, wobei das entweder auf ein falsches Format der DVD oder einen ungeübten Kameramann zurückzuführen ist, der die Figuren und Objekte zu sehr an den Rändern positioniert. Die Vorlage zeigt zwar keine Verschmutzungen oder gar Ausfälle, das strukturierte Rauschen, das auch ein Verdienst der mäßigen Kompression ist, lässt aber kaum Details zu. Die Konturendarstellung ist in Ordnung, insgesamt erreicht die Plastizität wegen der wuseligen Flächen aber kaum mehr als Durchschnitt. Farben und Kontrast gehen noch in Ordnung, beide sind aber bereits deutlich verfälscht. Ein Absaufen von Bildelementen kommt glücklicherweise nicht vor, nur erreicht der Schwarzwert nicht die nötige Dichte und Schatten sind etwas überpräsent. Mit anderen Worten: Wer noch eine möglichst ungekürzte TV-Aufnahme besitzt muss sich diese DVD nicht zulegen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Beim Ton hält das Label seinen Standard ein, der nicht sehr hoch ist: Untertitel und Originalton fehlen und dafür beinhaltet die DVD lediglich eine fadenscheinige deutsche Tonspur in Dolby Digital 5.1, die natürlich keine ist. Die hinteren Lautsprecher bekommen die Signale von der Front nochmal geliefert, ohne irgendeine räumliche Wirkung zu erzeugen. Wer das möchte, muss schon von Hand einen Hall-Effekt einschalten. Dabei sind nicht mal die Vorgänge auf den Frontlautsprechern aufregend, denn von einer sauberen Stereo-Trennung merkt man kaum etwas. Dafür ist der Klang ganz in Ordnung, also mal nicht übermäßig mit Bass gefüllt. Gerade aber Surround-Einsätze in den Action-Szenen werden vermisst.
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Extras
Extras
  • Slideshow (43 Bilder)
  • Infos zu Michael Dudikoff (2 Seiten)
  • Schnittvergleich FSK16/18 (1 Seite)
  • Trailershow:
    • Outgun (1:56 Min.)
    • Cyberjack (3:26 Min.)
    • The Dark (1:23 Min.)
    • House Party 2 (1:16 Min.)
    • C2 - Killerinsect (1:48 Min.)
    • Wanted (1:17 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras sind ebenso mau wie die gesamte DVD mit ihrem billig zusammengepuzzelten Menu. Neben einer Trailershow gibt es eine unnötige Bildergalerie, die aus Screenshots dieser DVD besteht, eine auszugsweise, zweiseitige Auflistung von Michael Dudikoffs Schaffen und ein Schnittvergleich, der sich aber damit begnügt, eine einseitige, sehr grobe Abhandlung über die Unterschiede zwischen FSK16- und FSK18-Fassung zu referieren.
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Fazit
Dieser von B-Routinier Robert Lee herunter gekurbelte Interner Link"Die Hard"-Ripoff fällt, verglichen mit späterem Dudikoff-Müll überraschend ordentlich aus, was nicht zuletzt an den sehr gelungenen Spezialeffekten liegt. 1995 war eben noch Geld für ansehbare B-Produktionen vorhanden.
Die Zukunft erinnert hier vor allem nachts ein wenig an Interner Link"Blade Runner". Ein Passagierschiff gondelt durch die Skyline, die Metropole ist ein Lichtermeer sondergleichen. Das futuristische Interieur muss nur leider tagsüber dem 20. Jahrhundert mit merkwürdig designten von Elektromotoren angetriebenen Autos weichen.

Der nun schon seit 2002 aus dem B-Milieu verschwundene Michael Dudikoff liefert als Alkohol abhängiger, in einem Wohnwagen lebender McClane-Klon eine ordentliche Leistung ab, obwohl sich ein Actiondarsteller hier wohl besser gemacht hätte. Seit einem traumatischen Vorfall, dem Verschulden des Todes seiner Kollegin, ist der Ex-Cop als Putze in einem wissenschaftlichen Komplex tätig, wo gerade ein denkender, sich verselbstständigender Supervirus hochgezüchtet wird, wovon böse Rabauken bald Wind bekommen. Mit so was sollte doch Kohle zu machen sein ...
Frei nach Interner Link"Die Hard" (Lee kopiert manche Szenen fast 1:1) wird der Laden eines Nachts übernommen und der Konzernchef erschossen. Angeführt werden sie von einem chlorfrei gebleichten Brion James (Interner Link"Tango & Cash", "The Fifth Element"), der sich zunächst wie ein kastrierter Kermit und später wie der heliumsüchtige Krang (Ja, genau der von den Turtles ...) anhört. Warum seine sich im Schlepptau befindlichen Handlanger die halbe Bude zerlegen, bleibt unklar, ihre überzogene Hibbeligkeit nervt jedenfalls.

Das Design des Gebäudes ist weder ungeheuer ausgefallen, noch wirklich futuristisch, reicht aber für ein paar Katz- und Mausspiele aus. Dudikoff rennt vor den Knallköppen weg, krabbelt durch die Lüftungsschächte und fängt irgendwann an sie notgedrungen zu dezimieren. Leider ist die Action völlig unspektakulär. Langweilig ist dieser einseitige Kampf nicht inszeniert, da die Spezialeffekte für das Produktionsniveau ordentlich aussehen, aber paar schickere Shootouts hätten schon vorhanden sein dürfen. Außerdem verpuffen vermeintliche dramatische Zuspitzungen, wie die zu einem nächtlichen Lunch vorbei schauenden Cops, im Nu.
Die Logik komplett in den nächsten Gulli kippend, vereint sich Keith final dann mit dem Virus, um an sehr eigenartige Kräfte zu gelangen, die der einen oder anderen Erklärung bedurft hätten. Leider fällt der Showdown, ganz in der Tradition des gesamten Films, enttäuschend actionfrei aus und präsentiert mit seinem vermeintlichen Kniff final, auch nicht gerade einen neuen Schachzug.

"Cyberjack" ist ein futuristischer, wenig innovativer Interner Link"Die Hard"-Klon. Michael Dudikoff zieht sich als kämpferischer Hausmeister ganz ordentlich aus der Affäre, die Effekte können überzeugen. Leider bleibt der magere Actionanteil zu unspektakulär. Freunde der kostengünstigen Produktionen können sich den kurzweiligen Film schon allein wegen des ausgefallenen Brian Keith trotzdem zu Gemüte führen. Da gibt es auf dem Sektor wesentlich Schlimmeres!



Bilder der DVD




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Cyberjack
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