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CAN, USA 2007
Originaltitel:Killing Zelda Sparks
Alternativtitel:Barstool Words
Länge:87:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jeff Glickman
Buch:Josh Ben Friedman
Kamera:Rhett Morita
Musik:Jim McGrath
Darsteller:Vincent Kartheiser, Sarah Carter, Geoffrey Arend, Krystin Pellerin, Colm Feore, John Bayliss, Robin Brûlé, Dillon Casey, Jessica Kelly, Alec McClure, Aaron Poole, Gerry Quigley
Vertrieb:Atomik-Films / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.02.2009 (Verleih) / 19.03.2009 (Kauf)



Inhalt
Zelda Sparks ist die heißeste Frau, die New Essex jemals gesehen hat. Eine abgebrühte, sexuelle Lava absondernde "Femme Fatale", deren Kaltschnäuzigkeit ihren Ex-Freund in ein gewalttätiges Beziehungswrack verwandelt hat. Als Zelda Sparks nach Jahren wieder in der Stadt auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Craig Blackshear, jener Ex-Freund, plant zusammen mit seinem besten Kumpel, einem Journalisten, eine perfide Racheaktion. In der Zeitung von New Essex erscheint ein Artikel über die Ermordung von Zelda Sparks, der nur dummerweise langsamer als die Realität ist: Noch bevor die Zeitung in den Druck geht, wird Zelda Sparks tatsächlich ermordet!

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen Independent-Film ist die Bildqualität sehr ordentlich. Nach ganz großen Kino sieht das 2,35:1er Format zwar noch nicht aus, bei den Grundeinstellungen wurde aber alles richtig gemacht. Farben und Kontrast sind ausgeglichen, Rauschen kommt nur wenig im Hintergrund vor und mit der Schärfe darf man ebenfalls zufrieden sein. Mehr Punkte in dieser Kategorie sind wegen den etwas schwächelnden Details leider nicht drin. Andererseits sieht die deutsche DVD von "Killing Zelda Sparks" auch nicht billig, weil unnatürlich aus, denn sie basiert auf einer sauberen Vorlage und zeigt keine Kompressionsschwächen.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der Dolby Digital 5.1-Ton funktioniert leider nur auf dem Papier. Im Film ist der Anteil an Dialogen zu hoch, um den Surround-Anteil richtig zur Geltung zu bringen oder den Klang sonstwie zu fordern. Kurze Einsätze kommen vor, es fehlt aber die Durchschlagskraft, um punkten zu können. Beim englischen Original verhält sich das ähnlich. Vom Klang der Dialoge wird man aber ebenso wenig enttäuscht sein, wie man Unreinheiten vernehmen wird. Die deutsche Synchro ist zudem gut gelungen, auch wenn sie etwas oben auf liegt, und deutsche Untertitel bringt die DVD mit.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Behind The Scenes (9:27 Min.)
  • Trailer dt./engl. (1:45 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Crazy Eights (1:38 Min.)
    • Shadowplay (1:15 Min.)
    • Five Across The Eyes (1:44 Min.)
    • Lycan (1:54 Min.)
    • The Rockville Slayer (1:00 Min.)
    • Murder Party (1:26 Min.)
VerpackungKeepCase
 Den Audiokommentar spricht der Regisseur zwar im Alleingang ein und wurde nicht deutsch untertitelt, ich fand ihn aber trotzdem sehr interessant und leicht verständlich. Er spricht vor allem über seine Darsteller, u.a. wie er zu ihnen gekommen ist, aber auch darüber, wie chaotisch es manchmal ist, bestimmte Szenen abzudrehen. Die "Behind The Scenes" sind ein Interview mit dem Regisseur und dem Drehbuchautor, die zuerst sich selbst vorstellen, indem sie erzählen, wie es zu ihrer Zusammenarbeit kam, und dann etwas in den Film einführen. Die restlichen Extras sind Trailer.
 +/----

Fazit
Wie spannend kann ein Film sein, dessen Titel und erste Minuten eigentlich verraten, dass die Person, um die sich alles dreht, umgebracht wurde? Es kommt sehr auf die Art an, wie die Schilderung der Hergänge bis zu diesem Schlüsselmoment aufgebaut ist. Bei "Killing Zelda Sparks", einem Thriller um die gescheiterte Existenz zweier Randgestalten, klappt das ziemlich gut. Auch wenn der Mittelteil etwas abflacht, wird die Geschichte rund um das Biest Zelda, das sich nach einigen Jahren Abstinenz wieder in das jämmerliche Leben ihres Ex schleicht und heilloses Durcheinander anrichtet, sehr unterhaltsam erzählt. Sehr angenehm sind beispielsweise die zwar nicht übermäßig charismatischen, aber doch sympathischen Figuren und dass die Geschichte sich ganz zwanglos und in vielen Zeitsprüngen erzählt, was mitunter den Eindruck erweckt, es ginge gar nicht darum, inhaltlich voranzuschreiten - dem ist aber nicht so! Mit etwas Rock'n'Roll-Attitüde und bitterbösen Humor im Rücken erfährt man nach und nach, was sich wirklich zugetragen hat - und wird zum Ende hoffentlich erstaunt sein, denn die abschließende Doppelbödigkeit, eine konsequent ausgeführte Ironie des Schicksals, die mit Independent-üblichen, inszenatorischen Stilmitteln unterstrichen wird, ist doch etwas mehr als man vielleicht erwartet hätte. Mit anderen Worten: der Film findet sicherlich seine Fans, auch wenn man ihm etwas Zeit geben muss, sich zu entfalten, denn er ist nicht unbedingt die Art actionreicher Film, die der Trailer vorgibt zu sein.

"Killing Zelda Sparks" gefällt mir bei jedem Sehen etwas mehr. Das Konzept dahinter ist zwar kein Ungewöhnliches, aber die Charaktere und die Situationen, in die sie geraten, machen Spaß beim Zusehen. Die deutsche DVD bietet keine Untertitel für die Extras an, ist dafür aber ordentlich gemacht.



Bilder der DVD




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