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FR, IT 1968
Originaltitel:Barbarella
Alternativtitel:Barbarella: Queen of the Galaxy
Länge:94:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roger Vadim
Buch:Vittorio Bonicelli, Clement Biddle Wood, Brian Degas, Tudor Gates, Jean-Claude Forest, Terry Southern, Roger Vadim
Kamera:Claude Renoir
Musik:Bob Crewe, Charles Fox, James Campbell, Michel Magne
SFX:Gérard Cogan, Augie Lohman, Thierry Vincens-Fargo
Darsteller:Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O'Shea, Marcel Marceau, Claude Dauphin, Véronique Vendell, Giancarlo Cobelli, Serge Marquand, Nino Musco, Franco Gulà, Catherine Chevallier, Marie Therese Chevallier, Umberto Di Grazia, David Hemmings
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Wir schreiben das Jahr 40000, und Geheimagentin Barbarella steht vor ihrem schwierigsten Auftrag: Sie soll den kriminellen Wissenschaftler Durand Durand daran hindern, für die gefürchtete Schwarze Königin eine vernichtende Geheimwaffe zu entwickeln. Auf der Suche nach Durand gerät Barbarella in allerhand erotische Abenteuer, muss des öfteren um ihr Leben fürchten und steht schließlich der Schwarzen Königin persönlich zum Duell gegenüber.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dem Alter entsprechend bietet man uns hier einen "noch" guten anamorphen Widescreen-Transfer, dessen Farbsättigung wirklich sauber und kräftig ausgefallen ist. Auch der Kontrast ist auf einem hohen Level und überzeugt selbst in den dunkelsten Szenarien durch eine gute Detailwiedergabe. Bildrauschen hält sich angenehm zurück und ist kaum wahrzunehmen, dafür gibt es aber eine Unmenge von Dropouts und Kratzer zu bemängeln. Die Schärfe gibt sich etwas wechselhaft und kann nur bedingt überzeugen. Im Schnitt zwar noch angenehm, wirkt das Bild recht weich und offenbart zudem stehende Rauschmuster an Stelle einer guten Detailschärfe. Die Kompressionen zeigen im Hintergrund etwas Blockrauschen und bei Bewegungen neigt das Bild zu leichten Nachziehen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch
UntertitelEnglisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
 Der deutsche Ton ist zwar gut verständlich, kann aber sein Alter nicht mehr verbergen. Die Stimmen neigen in den Höhen zu starken Verzerrungen und wirken sehr kratzig, teilweise sogar dumpf. Die englische und spanische Spur klingen da schon wesentlich besser und sind natürlicher abgemischt und können selbst im Hochtonbereich überzeugen.
 ++----

Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (3:08 Min.)
  • Booklet
 Außer dem Original-Kinotrailer und ein Booklet mit Hintergrundinfos wird uns leider nichts geboten.
 +-----

Fazit
"My name isn't pretty-pretty, it's Barbarella" - Barbarella

"Oh, beave Baby!" Das wäre wohl das einzige, was Austin Powers zu diesem exotischen Eurotrash aus den späten 60er Jahren sagen würde. Aus der Blütezeit des Flowerpower entsprungen, schuf Regisseur Roger Vadims einen Film, der nur in Europa entstehen kann. Ein Film, der mit seinem Publikum reift und von mal zu mal an Klasse gewinnt. Ein naives Meisterwerk mit Jane Fonda als Barbarella, direkt aus dem Comic entsprungen. Leicht bekleidet und äußerst sexy wird das blonde Dummchen mittlerweile von aller Welt geliebt und galt seinerzeit als Skandalfilm und wurde von der Mehrzahl an Kritikern als eine sadomasochistische Peepshow auf dem "Trickniveau des ARD-Sandmännchens" (FILM) betitelt und hat heute Kultstatus erlangt. Erfunden wurde dieser weibliche Gegenpol zu "Flash Gordon" von dem Franzosen Jean-Claude Forest, der mit seiner spärlich bekleideten Heldin, einer gehörigen Portion Komik und viel Sex, auch das erwachsene Publikum wieder für Comics begeistern wollte. Die Spezialeffekte waren für die damalige Zeit gar nicht mal so schlecht und in gewissen Momenten entsteht sogar eine richtig gute Atmosphäre, unterlegt mit einem poppigen Sixty-Soundtrack und einer Schar der merkwürdigsten Kreaturen. Vom sexy Vamp und damaligen Top-Model Anita Pallenberg rüber zu "Blow-Up"-Star David Hemmings, können uns noch fleischfressende Kinderpuppen, Killer-Kanarienvögel, einen sexuell verklemmten Revolutionär sowie ein blinder Ikarus, der erst nach einer Portion Sex wieder fliegen kann, umhauen. "Barbarella" ist Kino fürs Auge, ein Kind der 60er. Bunt und sexy. Einfach märchenhaft, naiv und absolut kitschig. Ein Seitenhieb auf das heute noch prüde amerikanische Kino, voller "Flower Power" und Selbstironie. Wer "Barbarella" ernst nimmt, ist selber schuld, vielmehr ist es eine Satire mit viel Sexappeal und einigen haarsträubenden und teilweise wegweisenden Momenten für das Kino, so wie wir es kennen. Jetzt wissen wir wodurch Mike Meyers für "Austin Powers" seine Inspiration fand und wieso man in Interner Link"Demolition Man" Sex nur noch durch Geistesübertragung macht. Swing Baby!

Leider hat man sich seitens Paramount nicht wirklich Mühe bei der Restauration dieses Klassikers gemacht, was man Bild und Ton deutlich ansieht. Auch beim Bonusmaterial wurde wie immer gespart, dabei gibt es gerade zu "Barbarella" sehr schönes Bildmaterial, welches es zu veröffentlichen gilt. Fans hoffen aber immer noch auf eine Special Edition - und das seit fünf Jahren.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Barbarella - Macht ihr Ding
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