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MEX, USA 1976
Originaltitel:Devil's Rain, The
Alternativtitel:Nachts, wenn die Leichen schreien
aka. Fluch der Dämonen
Länge:85:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Robert Fuest
Buch:Gerald Hopman, James Ashton, Gabe Essoe
Kamera:Álex Phillips Jr.
Musik:Al De Lory
SFX:Ellis Burman Jr.
Darsteller:Ernest Borgnine, Tom Skerritt, Joan Prather, William Shatner, Eddie Albert, Ida Lupino, Woody Chambliss, Keenan Wynn, Claudio Brook, Erika Carlsson, George Sawaya, John Travolta, Tony Cortex, Lisa Todd, Anton LaVey, Diane LaVey
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.08.2009 (Kauf)



Inhalt
Neuengland im 17 Jahrhunder: Jonathan Corbis führt einen Zirkel von Statansjüngern an. Doch durch Verrat endet die Sekte auf dem Scheiterhaufen. Doch der Spuk ist damit nicht vorbei. Als Untote treiben die Statansjünger in einer verlassenen Goldgräberstadt im Westen ihr Unwesen. Die Sekte versucht, in den Besitz eines Buches zu gelangen, um ihre alte Macht wieder zu erlangen.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer geht für das Alter des Films in Ordnung. Wirklich ärgerlich ist hingegen, dass es sich um eine schlechte Normwandlung handelt. Dies macht sich in ruckelnden Bewegungen und leichten Doppelkonturen bemerkbar. Mit etwas mehr Sorgfalt hätte man diesen unschönen Nebeneffekt sicherlich übergehen können. Dafür überzeugen die Farben mit Natürlichkeit und zuweilen Ausdruckskraft. Der Kontrast wirkt sich in hellen Szenen unproblematisch auf das Bild aus, jedoch sieht er in den dunklen Bereichen zu steil aus und verschluckt so einige Details. Eher durchschnittlich gerät die Schärfe, denn gerade in Totalen wird das Bild weich und detailarm. Nahaufnahmen sehen deutlich besser aus, doch auch hier wäre im Detailbereich mehr möglich gewesen. Hinzu kommt ein leichtes Bildrauschen und einige altersbedingte Verschmutzungen sowie kleinere analoge Defekte. Wäre eine bessere Normwandlung vorhanden, würde die Bewertung höher ausfallen. So spielt der Transfer lediglich im Mittelfeld.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Monoton ist gut zu verstehen, verbirgt sein Alter jedoch nicht ganz. Gerade beim Score sind gelegentliche Verzerrungen bei den Höhen feststellbar, wenn auch nicht wirklich störend. Die Sprachwiedergabe ist gut zu verstehen, dennoch ist das Zusammenspiel zwischen Dialogen, Score und Nebengeräusche nicht immer homogen, da gerade die Dialoge eine etwas passivere Rolle übernehmen und in einigen Szenen minimal überlagert werden. Ein leichtes Rauschen ist auszumachen, ansonsten gib es keine anderweitigen Probleme. Der Originalton liegt auch als Monospur vor und ist seinem deutschen Pendant ebenbürtig, ist aber etwas klarer in den Dialogen. Ehemals gekürzte Szenen in der deutschen Fassung wurden einer Neusynchronisation unterzogen. Die Sprecher klingen hierbei zwar merklich anders, doch ist dieses Unterfangen ganz gut gelungen, da die Stimmen passen. Auffällig ist lediglich, dass in diesen Szenen fast keine Hintergrundgeräusche vorhanden sind, was den Verdacht aufkommen lässt, dass kein Musik- und Effekttrack zur Verfügung stand und die Originalspur an besagten Stellen einfach gelöscht und übersprochen wurden. Untertitel sind keine vorhanden.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:46 Min.)
  • Radio-Spot 1 (0:57 Min.)
  • Radio-Spot 2 (0:31 Min.)
  • Radio-Spot 3 (0:30 Min.)
  • Trailershow:
    • Beyond the Limits (2:32 Min.)
    • Vampiros (2:37 Min.)
    • Garden of Love (1:55 Min.)
    • Thunderstruck (1:50 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Viel wird nicht an Bonusmaterial geboten. Der Originaltrailer, drei Radio-Spots zum Film und vier Trailer weiterer Titel des Anbieters sind in dieser Sektion anwählbar.
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Fazit
Zombies schreien in dem 1976 inszenierten Film von Robert Fuest nicht, so wie es uns der deutsche Titel suggerieren möchte. Da wirkt der Originaltitel "The Devil's Rain" deutlich passender, denn der Film beginnt mit einem Regenschauer, der es in sich hat.

Familie Preston wartet auf den Vater, doch als der sein Grundstück betritt, fängt er an vor den Augen seiner Familie zu schmelzen. Nicht ohne noch eine Botschaft des ominösen Sektenführers Jonathan Corbis zu überbringen. Dieser möchte ein Buch, das seit Jahren im Besitz der Corbis ist. Sohn Mark ist alles andere als begeistert und hält alles für faulen Zauber. Erst als kurz darauf seine Mutter entführt und sein Großvater kopfüber im Hausflur an der Decke hängt, geht er der Sache nach. Mark macht sich auf, seine Mutter aus den Fängen von Corbis zu befreien, doch versagt bei dem nicht grad einfachen Unterfangen. Nach dem Verschwinden der Prestons wird Tom, Marks Bruder, benachrichtig, der zusammen mit seiner Frau nach seiner Familie suchen will. Auch er gelangt in die Fänge von Corbis und seiner Sekte und muss sehr schnell feststellen, dass sich hinter der Fassade mehr verbirgt als ihm lieb ist ...

"The Devil's Rain" stammt aus einer Zeit, in der Satanismus in aller Munde war. So verwundert es nicht, dass in einer Nebenrolle der Gründer und Hohepriester der Church of Satan Anton Szandor LaVey als Priester zu sehen ist, der auch gleichzeitig als technischer Berater zur Verfügung stand. Robert Fuest schafft von der ersten Minute eine düstere Grundstimmung und sorgt für ein ungutes Gefühl, weil der Zuschauer schnell merkt, dass die Chancen auf einen positiven Ausgang der Geschichte eher gering ausfallen. Die aufkommende Bedrohung offenbart sich aber nicht sofort, sondern lässt den Zuschauer zu Beginn ahnungslos. Erst nach und nach setzt sich das Gebilde zusammen und gibt das aufkommende Übel preis. So schwebt die ganze Zeit etwas Unheilvolles über den Film, das den Zuschauer in seinen Bann zieht. Das Drehbuch der Herren Gerald Hopman, James Ashton und Gabe Essoe ist zwar nicht allzu originell ausgefallen, die Geschichte überzeugt jedoch absolut durch den Inszenierungsstil. Besonders die Kulisse der in der Wüste liegende Geisterstadt mit ihrer verfallenen Kirche sorgt für jenes ungute Gefühl und der Innenbereich der Kirche mitsamt Altar und den satanischen Symbolen unterstreicht die geheimnisvolle Aura des Unheimlichen. Diese Designs basieren natürlich auf Ideen von LaVey, der Experte auf diesem Gebiet ist.
Zusätzlich verfügt der Film über sehr talentierte und namhafte Darsteller. Ernest Borgnine spielt die Rolle des Sektenführers Corbis absolut perfekt. Derart böse und bestimmend bekommt man Borgnine nur selten zu sehen. Zwar fehlt es ihm etwas an dämonischer Ausstrahlung, doch liegt das vermutlich nur dran, dass man ihn sonst in sanfteren bzw. liebenswürdigeren Rollen zu sehen bekam. Seltsam ist nur, dass LaVey diese Rolle nicht gleich selbst übernahm, war er doch so maßgeblich an dem Film beteiligt. Weiterhin darf William Shatner zeigen, dass er auch außerhalb der Enterprise eine gute Figur macht und John Travolta ist in seiner ersten Filmrolle zu sehen. Als Borgnines Gegenspieler wurde Tom Skerrit engagiert, der in der Rolle von Tom Preston versucht seine Familie aus der Sekte zu befreien. Hinzu kommen noch die überaus gelungenen Spezialeffekte, bei denen besonders die schleimigen Zersetzungen schön ekelig aussehen. So darf man letztlich behaupten, dass "The Devil's Rain" großes Kino im okkulten Subgenre ist, welches von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Der deutsche Titel "Nachts, wenn die Zombies schreien" ist ebenso wie der Alternativtitel mit "schreienden Leichen" sehr irreführend und stammt aus einer Zeit, in der reißerische Titel meist interessanter als der Film selbst waren. Bei "The Devil's Rain" ist dies zum Glück nicht der Fall, auch wenn keine Zombies schreien.

Laser Paradise ist mit "The Devil's Rain" ein perfekter Einstand in die gestartete "Midnight Movies"-Reihe gelungen.



Bilder der DVD




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Nachts, wenn die Zombies schreien
Nachts, wenn die Zombies schreien
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