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USA 1982
Originaltitel:48 Hrs.
Alternativtitel:48 Hours
Länge:92:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Walter Hill
Buch:Roger Spottiswoode, Walter Hill, Larry Gross, Steven E. de Souza
Kamera:Ric Waite
Musik:James Horner
Darsteller:Nick Nolte, Eddie Murphy, Annette O'Toole, Frank McRae, James Remar, David Patrick Kelly, Sonny Landham, Brion James, Kerry Sherman, Jonathan Banks, James Keane, Tara King, Greta Blackburn, Margot Rose, Denise Crosby
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:03.08.2000 (Kauf)



Inhalt
Ein Verbrecher kann fliehen und legt auf der Suche nach der Beute, die ihn hinter Gitter gebracht hat, eine grausige Spur. Für Jack Gates (Nick Nolte), Polizist in San Francisco, beginnen nun dramatische 48 Stunden. Auf der Jagd nach dem Verbrecher verbündet er sich mit dem Farbigen Reggie Hammond (Eddie Murphy), den er für 48 Stunden aus dem Gefängnis entlässt.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die etwas ältere DVD von 2000, die unverständlicherweise 6 Jahre später eine Neuauflage in gleicher Form bekam, hat noch längst nicht jene Aufarbeitung bekommen, die dem Film eigentlich zusteht. Ein anamorphes Bild wäre heute beispielsweise Standard; hier muss man noch mit Letterbox vorlieb nehmen. Glücklicherweise ist die Detailschärfe aber auch im aufgezoomten Zustand sehr angenehm, lediglich ein paar unruhige Stellen und sehr feine Strukturen ließen sich vielleicht noch verbessern. Die Fehler liegen eher bei den Farben, die den Film an einigen Stellen sehr alt aussehen lassen, weil sie zu blass ausfallen. Das ist z.B. bei der gesamten ersten Schießerei im Hotel so. Dort kommt keine Szene über ein langweiliges Braun hinaus. Außerdem hätten die Verschmutzungen bereinigt werden können, die in Form von weißen Kratzern doch noch etwas zu oft auftreten. Der Kontrast ist für das Entstehungsjahr 1982 genau richtig, also deutlich genug und doch nicht zu stark. Je nach Szene somit ein gutes bzw. ein eher durchschnittliches Ergebnis.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (En), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu), Dolby Digital 2.0 Mono (Un)
SpracheDeutsch, Englisch, Ungarisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Holländisch, Bulgarisch
 Zwei Sachen stören beim Ton: Die Umschaltung lässt sich nur übers Menu machen und die Untertitel sind leider, falls man auf 16:9 aufzoomt, nur noch zur Hälfte zu sehen. Das macht das Vorhaben, den Film im englischen Original mit deutschen Untertiteln zu schauen leider zunichte - zumindest im Großformat. Dabei ist der englische Ton die deutlich attraktivere Variante im Vergleich zur eingedeutschten Fassung, weil man letztere nur in Dolby Surround bekommt, während das Original mit einem gelungenen Upmix aufwartet. Zumindest in Sachen Bassnutzung, Musikeinbettung und auch bei einigen Effekten ist diese nachträgliche Surround-Abmischung überzeugend. Die Dialoge sind zwar stellenweise etwas zu leise, aber man versteht sie immer. Bei der deutschen Fassung muss man ein paar Abstriche bei der Klangqualität machen (das Original klingt klarer), als auch beim Surround, denn viel passiert bei ihr auf den Rückkanälen nicht. Durch den eingeschränkten Dynamikumfang sind die Dialoge aber insgesamt immer etwas lauter.
 +++/--

Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Original Kinotrailer (2:56 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bonusmaterial fehlt, sieht man von einem Einleger mit Kapitelübersicht und den Trailer ab.
 /-----

Fazit
"Nur 48 Stunden" gehört zu denjenigen Filmen, die ein Genre nicht nur beeinflussten, sondern ein ganz neues erfanden. Mit Walter Hills Actionkomödie war 1982 das "Buddy-Movie" geboren, bei dem sich stets zwei unterschiedliche Personen in den Hauptrollen zusammenraufen, um ein Verbrechen aufzuklären. Hier sind es der raubeinige Cop Jack Gates (Nick Nolte) und der schwarze Häftling Reggie Hammond (Eddie Murphy), der für 48 Stunden aus dem Knast entlassen wird, um bei der Suche nach einem Gangster zu helfen.

Man merkt "48 Hrs." deutlich an, dass der Film auf seinem Gebiet Pionierstatus hat. So wirkt die Handlung für heutige Verhältnisse ziemlich arm und ist für einen Thriller manchmal zu spannungslos, zum Beispiel merkt man den Jack und Reggie niemals an, dass ihnen eigentlich die Zeit im Nacken sitzt. Wäre nicht der Filmtitel und eine kurze Erwähnung zu Beginn, man würde gar nichts von den 48 Stunden merken, die den Beiden bleiben. Auch die Action ist längst nicht so spektakulär wie später in "Lethal Weapon" und Co., sondern bietet bis auf eine Busverfolgungsjagd und einige Schießereien nichts weltbewegendes. Dabei geht es aber hart und ruppig zu, auch ein Startsignal für die brutalen Actionreißer der 80er. Das wichtigste jedoch ist, dass die Chemie zwischen Murphy und Nolte stimmt. Sie hassen sich, sie prügeln sich und haben sich doch wieder lieb. Einige Sprüche und Szenen haben längst Kultstatus, am witzigsten ist die Sequenz, in der Murphy eine Country-Bar aufmischt.

Natürlich ist "Nur 48 Stunden" bei weitem nicht so ausgereift wie Richard Donners spätere Genre-Referenz "Lethal Weapon" und wirkt noch wie ein ungeschliffener Rohdiamant. Wer moderne Ansprüche stellt, ist bei diesem Klassiker falsch aufgehoben, der seinen Zenit schneller überschritten hat, als man vielleicht dachte. Wenn man aber bedenkt, welch entscheidende Weichen Walter Hill damit fürs Buddy-Genre gestellt hat, weiß man seine Arbeit auf jeden Fall zu schätzen.

Eine bessere DVD im anamorphen Format, aufgearbeiteten Farben und richtigen Extras könnte dem Film gut tun. Bisher gibt es nur zwei sehr ähnliche DVDs, die das alles nicht bieten können.



Bilder der DVD




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Und wieder 48 Stunden
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