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USA 2005
Originaltitel:Blood Deep
Länge:95:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Todd S. Kniss
Buch:Todd S. Kniss
Kamera:Seamus Tierney
Musik:Matt Reid Cohn
SFX:Richard Miranda, Trey Sanford
Darsteller:Jeridan Frye, Jordan Belfi, Amy Christine, Richard Cline Cunningham, Kim Delgado, Femi Emiola, Bo Foxworth, Lily Goff, Brandon Haas, Gerald Hopkins, Bailey Hughes, Tristan Jarred, Nina Kaczorowski, Kelci B. Lowry, Stephen Lunsford, Ben L. McCain, Kelli Nordhus, Peter Onorati, Bobby Sharpe, Ethan Sharrett, Jessica Steinbaum, Cameron Zeidler
Vertrieb:FearExpress / Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:30.01.2008 (Verleih) / 16.10.2008 (Kauf)



Inhalt
1985 werden die verbrannten Überreste eines kleinen Jungen in einem brachliegenden Feld gefunden. Als Katie Spencer 19 Jahre nach diesem grauenvollen Mord in ihre Heimatstadt zurückkehrt und das Haus ihrer verstorbenen Großmutter bezieht, schwelgt sie in Erinnerungen an ihre Kindheit. Schon bald hat sie wieder Kontakt mit ihren Schulfreunden: Cal, der immer noch scharf auf sie ist, obwohl er mittlerweile verheiratet ist, die Brüder Sean und Jakob, die kürzlich durch tragische Umstände ein Vermögen geerbt haben oder auch Will, ein glühender Verehrer von Katie.
Eins Abends bringt Katies beste Freundin Robin ihre Zimmergenossin Eliza mit. Die Psychologystudentin hat Erfahrungen mit Hypnose und alle sind von der Idee begeistert, sich hypnotisieren zu lassen. Als einer der Freunde unter dem Einfluss der Hypnose einen Mord gesteht, ist der Spaß schnell vorbei. Doch bei dieser schrecklichen Erkenntnis bleibt es nicht, denn der Mörder will sein Geheimnis unter allen Umständen bewahren. Und noch in dieser Nacht wird die Riege der Freunde aufs grausamste dezimiert ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dank dem breiten Format und einer Vielzahl von Farbfiltern sieht das Bild in vielen Szenen nach etwas mehr aus, als es eigentlich ist. Die gute Schärfe wird nämlich immer wieder von etwas unscharfen Einstellungen runtergezogen. Die Details sehen dann etwas schwächlich aus. In den Rückblenden ist das ok, dass es aber auch in dunklen Szenen passiert, stört ein wenig. Gleichfalls verhält sich der Kontrast, dessen Schwarzdarstellung nicht konstant bleibt. Das Rauschen wurde oftmals behandelt, bleibt manchmal in Form von feinem Rauschen zurück. Für 4 Punkte reicht es aber insgesamt, denn es wird durchaus versucht, ein klares und sauberes Bild zu bieten, das in der oberen B-Liga mitspielen kann. Im Falle des letzteren Punktes funktioniert das sogar einwandfrei.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Es gibt später im Film ein paar nette brummige oder sogar wuchtige Einsätze des Scores, die man eigentlich gar nicht erwartet hätte, weil es zuvor lediglich nach einem von Stereo auf 5.1 aufgebohrten Ton klingt, der folglich keine wirklichen Surround-Klänge bietet. Auf den hinteren Boxen ist also wenig los, dafür entschädigen aber ein paar spannende Momente. Der Originalton in Stereo klingt etwas einfacher gehalten und besitzt leider keine deutschen Untertitel.
 +++/--

Extras
Extras
  • Bildergalerie (27 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • The Halfway House (1:58 Min.)
    • Resonnances (1:50 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die DVD bietet als zusätzliches Material zum Film lediglich eine Bildergalerie, die zumindest 27 sehr professionelle Set-Shots enthält. 2 Trailer zu weiteren FearExpress-Scheiben gibt es außerdem.
 +-----

Fazit
Ich mag es nicht besonders, wenn Figuren indirekt über ihre Namen in eine Handlung eingeführt werden und dann innerhalb kurzer Zeit auch noch so viele auftauchen, dass man Zuordnungsschwierigkeiten bekommt. Genau das macht "Blood Deep" während des behäbigen Auftaktes zu schaffen, der versucht, dem Zuschauer nahe zu bringen, welcher Charakter zu Kinderzeiten mit welchem zu tun hatte. Dabei bleiben nicht nur Fragen offen, die offensichtlich vom Film aufgeworfen werden sollen, wie beispielsweise bruchstückchenweise Erinnerungen an damalige Erlebnisse, die nach und nach darauf hindeuten, wer damals den Freund der Protagonistin in ihrem Haus brutal ermordet hat. Nun, nach Jahren, treffen sich alle wieder, nachdem die Großmutter des Waisin gestorben ist, um noch einmal auf die alten Zeiten anzustoßen. Und der Mörder lässt sich auf dieser Party natürlich auch blicken, schließlich trägt jeder ein Stück dunkle Vergangenheit mit sich herum ...

"Blood Deep" klingt nach einem standesgemäßen Teenie-Slasher, lediglich mit Darstellern, die Ende Zwanzig/Anfang Dreißig bereits erreicht haben. Richtig überzeugen kann er mich aber nicht. Zwar ist dieses Regiedebüt nicht billig ausgefallen, weil allein die Kameraführung eine angenehme Eleganz und Ruhe ausstrahlt, es tendiert aber bereits bei der Charakterisierung zu einer Oberflächlichkeit, die mit dem melancholischen Beginn, der so tiefgründig sein möchte, nicht gerade harmoniert. Nachdem der Film die Formelhaftigkeit des Genres mittels einer Seance und den Großteil seiner Spielzeit überwunden hat, darf das Schlitzen und die Suche nach dem Warum des Mörders, der sich schnell outet, losgehen. Gerade aber die Motivation des Mörders bzw. der Täter (diese Hintertür lässt sich das Skript offen) gestaltet sich so haarsträubend wie aus einem Psychologiebuch für Anfänger abgeschrieben.

Und irgendwie hatte ich immer wieder das Gefühl, dass der Regisseur, der auch gleich das Drehbuch verfasste, nicht wirklich mit dem Genre vertraut ist. Zwar haben andere Regisseure schon wesentlich größere Fehler gemacht, aber Todd Kniss' Werk macht den Eindruck, dass es etwas andersartig an das Konzept herangehen wollte, letztlich aber die Schemata eines Slashers nicht verstanden hat - denn die Auflösung ist wie bereits erwähnt unter aller Sau, und auf die arbeitet der Film nun mal mit aller Macht hin. Vielleicht kommt dieser Eindruck auf, weil die Rückblicke auf die Jugendzeit der Figuren ein viel größeres, mächtigeres Geheimnis versprochen haben, das niemals vom Film eingelöst wird. Ich fand's deswegen etwas enttäuschend - weniger, weil grundlegend etwas falsch gemacht wurde, sondern weil "Blood Deep" die Möglichkeiten erkennen lässt, aus dem überschwemmten Genre herauszustechen, sie dann aber nicht nutzt.



Bilder der DVD




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