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USA 2009
Originaltitel:Cell 2, The
Länge:89:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tim Iacofano
Buch:Alex Barder, Erik Klein, Rob Rinow, Lawrence Silverstein
Kamera:Geno Salvatori
Musik:John Massari
SFX:Chris Hanson
Darsteller:Tessie Santiago, Chris Bruno, Frank Whaley, Bart Johnson, Elizabeth Barondes, Charles Halford, Amee Walden, Michael Flynn, Paul Kiernan, Whitney Labrum
Vertrieb:Warner Home Video / New Line
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.07.2009 (Verleih) / 17.07.2009 (Kauf)



Inhalt
Stellen Sie sich einen Serienkiller vor, der seine Opfer umbringt, um sie dann wieder und wieder zum Leben zu erwecken, bis sie darum flehen, zu sterben. Die schöne Polizeipsychologin Maya Castenada war sein letztes Opfer und schwor ihrem Peiniger Rache, bevor sie entkommen konnte. Nun ist der Killer wieder aufgetaucht und das FBI benötigt Mayas Hilfe, um das schwer fassbare Monster zu ergreifen. Maya entdeckt bald, dass sie in die Gedankenwelt des Täters eindringen muss, um ihn zu finden. Die Gefahr dabei: Wenn Maya im Gehirn des Killers stirbt, stirbt sie auch im wahren Leben!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität von "The Cell 2" erreicht lediglich durchschnittliches TV-Niveau, was bei einem Low Budget-Film eigentlich auch nicht weiter überrascht. Die Schärfe wirkt in Nahaufnahmen meist sehr scharf mit einer soliden Detailzeichnung. In Totalen hingegen sieht das Bild deutlich weicher aus und verliert demnach an Details, wird aber nie wirklich unscharf, wenn auch nur gelegentlich plastisch. Die sehr natürlichen und kräftigen Farben fallen lediglich wegen dezenter Farbsäume auf. Der Kontrast erlaubt sich in hellen Szenen minimale Überlagerungen, was sich aber nicht wirklich als Problem darstellt. In dunklen Szenen hingegen wird der Kontrast öfters zu steil, was sich in Detailverlusten widerspiegelt. In einigen wenigen Szenen kommt es zudem zu Doppelkonturen und auch die Kompression sorgt in schnellen Bewegungen für eine minimale Artefaktbildung. Allgemein ist das Bild von "The Cell 2" nicht schlecht, aber in Anbetracht einer noch sehr neuen Produktion enttäuscht das Ergebnis etwas.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 Surround (Türk)
SpracheDeutsch, Englisch, Türkisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
 Auch im akustischen Bereich hätte man sich mehr erhofft, da die Handlung eigentlich genug Möglichkeiten bietet, um eine ordentliche Surround-Atmosphäre zu schaffen. Leider sind sowohl englische O-Ton als auch deutsche Synchronfassung sehr frontbezogen und relativ kraftlos. Den hinteren Effektlautsprechern wird nur selten wirklich Beachtung geschenkt, so dass diese meist stumm bleiben. In den wenigen actionlastigeren Szenen sowie im Gedächtnis des Killers greifen dann aber auch die hinteren Lautsprecher in das Geschehen ein, jedoch nur sehr dezent, was nicht den Erwartungen entspricht. Immerhin klingen in beiden Sprachfassungen die Dialoge sehr sauber, durchgehend gut verständlich und auch das Verhältnis mit der Musik und den Hintergrundeffekten passt. Der O-Ton klingt etwas natürlicher und bei Bedarf können Untertitel zugeschaltet werden. Es befindet sich auch noch eine türkische Tonspur auf der DVD, die aber nicht getestet wurde.
 +++/--

Extras
Extras
  • Behind the Scenes (30:02 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus wird ein umfangreicher Blick hinter die Kulissen geboten, der neben vielen Informationen leider auch mit einer sehr deutlichen Werbebotschaft ausgestattet ist. Dennoch kann derjenige, der sich für die Entstehung des Films interessiert, anhand vieler Interviews ziemlich viel über die Produktion erfahren. Deutsche Untertitel sind vorhanden.
 +-----

Fazit
Trotz vieler negativen Kritiken verbirgt sich hinter "The Cell 2" ein solider Science Fiction-Thriller auf TV-Niveau. Problematisch ist lediglich der Titel, denn bis auf ein ähnliches Schema sind kaum Parallelen zu Interner Link"The Cell" feststellbar, zu dessen Thematik dieser hier nicht viel hinzufügen kann. Wenn man den Vorgänger mal etwas aus dem Gedächtnis verdrängt, bekommt man sogar einen netten kleinen Film serviert. Statt Jennifer Lopez, die zu Beginn einen sehr kurzen, aus dem Vorgänger eingefügten Auftritt hat, der die beiden Teile inhaltlich verbinden soll, darf Tessie Santiago die Rolle der Gedankenwanderin übernehmen. Maya, so der Rollenname von Santiago, war Gefangene eines Serienkillers, der seine Opfer tötet, um sie kurz danach wiederzubeleben. Dieses Prozedere wiederholte er mehrere Male. Erst als Maya scheinbar nicht wieder ins Leben zurückgeholt werden konnte, ließ er von ihr ab. Sie konnte entkommen, hat seit diesem Vorfall aber die Gabe, in das Gedächtnis des Killers einzudringen. Mit dem FBI arbeitet sie eng zusammen, doch scheint es ihr unmöglich, die Identität ihres ehemaligen Peinigers herauszubekommen. Als wieder ein Mädchen verschwindet, macht sie abermals Gebrauch von ihren Fähigkeiten, doch der unheimliche Killer geht immer brutaler zu Werk, so dass Maya auf ihr eigenes Leben achten muss, denn wenn er sie in der Gedankenwelt tötet, muss sie auch im realen Leben sterben.

Für eine Direct-to-DVD-Produktion geht das Ergebnis von Regisseur Tim Iacofano insgesamt in Ordnung, wenn man keine allzu großen Ansprüche an die Filmhandlung stellt. Vom Mörder darf man keine großen Überraschungen erwarten: Da er weiß, dass Mayae seine Gedankenwelt bereisen kann, spielt er ein kleines Spiel mit ihr - jedoch nicht mit dem Zuschauer. Denn seine Identität wird sehr schnell preisgegeben. Statt auf die Motive einzugehen, spielt Tim Iacofano lieber mit typischen Genreklischees im Ermittlungsbereich, als den Täter näher zu beleuchten. Möglicherweise liegt dies auch an der kurzen Laufzeit von knapp 78 Minuten (ohne Abspann), die lediglich mit weiteren 11 Minuten Credits von Iacofano auf die übliche Spielfilmdauer von 90 Minuten aufgeblasen wurde. So wird der Abspann immer wieder durch Landschaftsaufnahmen und Behind the Scenes-Sequenzen unterbrochen, die für den Film irrelevant sind und den Zuschauer auf eine harte Geduldprobe stellen, wenn er denn Filme bis zum Schluss durchlaufen lässt. Diese Zeit hätte man lieber noch in die Handlung investieren sollen.

Technisch wird zwar nur TV-Niveau geboten, doch machen die Darsteller ihren Job den Möglichkeiten des Drehbuchs entsprechend ordentlich, das charakterliche Tiefe leider nicht zulässt. Die Gedächtniswelten sind durch das Budget visuell nicht mit denen des großen Vorbildes zu vergleichen. Grundsätzlich fehlt es auch an einer kontinuierlich ansteigenden Spannungskurve. Stattdessen wird versucht, das mit Motiven des Terrorkinos zu kompensieren. Eine Falle im Stil von Interner Link"Saw" und etwas Folter à la Interner Link"Hostel" kommen in den Gedanken des Killers immer wieder vor. Grundsätzlich fällt dieser Bereich des Films aber eher harmlos aus und bietet kaum nennenswerte Schauwerte. Es befindet sich eben alles auf TV-Niveau, wodurch der Eindruck aufkommt, es würde sich um einen Pilotfilm für eine Serie handeln. Unter diesem Aspekt würde der Film sogar sehr gut funktionieren, da sich die Charaktere entwickeln könnten.

Mit "The Cell 2" kann man knapp 80 Minuten unterhalten werden, nur sollte man möglich nicht mit den Erwartungen einer echten Fortsetzung an den Film herangehen. Leider wurde die Veröffentlichung ohne Wendecover ausgestattet, wodurch man mit dem FSK-Flatschen leben muss.



Bilder der DVD




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