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USA 1946
Originaltitel:Shock
Länge:67:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Alfred L. Werker
Buch:Eugene Ling, Albert DeMond
Kamera:Joseph MacDonald, Glen MacWilliams
Musik:David Buttolph
SFX:Ben Nye
Darsteller:Vincent Price, Lynn Bari, Frank Latimore, Anabel Shaw, Stephen Dunne, Reed Hadley, Renee Carson, Charles Trowbridge, John Davidson, Selmer Jackson, Pierre Watkin, Mary Young
Vertrieb:Savoy Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:08.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Die junge Braut Janet Stewart wartet in einem Hotel in San Francisco auf die Rückkehr ihres Mannes. Durch das Fenster wird sie Zeugin, wie ein Mann seine Frau mit einem Kerzenleuchter erschlägt. Als Janes Mann eintrifft, findet er sie fast bewusstlos in einem schweren Schockzustand und bittet den Psychiater Richard Cross (Vincent Price) um Hilfe. Was er nicht weiß: Cross selbst war der Mörder, und um die Frau zum Schweigen zu bringen, lässt er sie in sein privates Sanatorium einweisen. Als sie langsam aus ihrem Schockzustand erwacht, muss sie um ihr Leben kämpfen.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Mit "Shock!" liefert Savoy Film einen weiteren Beitrag ihrer "Classic Edition" ab. Das schwarzweiße Bild des 1946 gedrehten Films hinterlässt einen wirklich guten Eindruck, der selbst auf größeren Betrachtungsflächen angenehm scharf bleibt. Hinzu kommt eine dem Alter entsprechend ordentliche Detailzeichnung und saubere Konturen. Kontinuierlich aber niemals störend tritt ein leichtes Rauschen in Erscheinung und auch die leichten Unruhen im Hintergrund trüben den Sehgenuss kaum. Nur selten zeigen sich kleinere Defekte oder Schmutzpartikel und auch der Kontrast liefert ein ausgeglichenes Verhältnis, was für eine gute Durchzeichnung sorgt und selbst in problematischeren Szenen keine Mängel zu erkennen gibt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Da "Shock!" bis dato in Deutschland nicht erschienen ist, wurde von Savoy Film extra eine Synchronisation angefertigt. Das erweist sich bei einem Film von 1946 natürlich etwas schwierig, denn der damalige Zeitgeist kann nicht mehr eingefangen werden. Das Ergebnis kann sich aber hören lassen, wenn auch nicht jede Rolle passend besetzt wurde. Die Monospur wurde auf die Stereokanäle gelegt und bietet jederzeit eine gute Verständlichkeit. Der Mix darf als gelungen betrachtet werden, wenn auch die Dialoge etwas im Vordergrund erklingen. Ein leises Rauschen ist in einigen Szenen hörbar, meist dann, wenn in der jeweiligen Szene nicht gesprochen wird. Dem Originalton merkt man sein Alter deutlich an, denn dieser klingt blechern und dumpfer als das deutsche Pendant, ist aber ebenfalls gut verständlich. Natürlich lassen sich die beiden Sprachversionen aufgrund ihrer unterschiedlichen Entstehungszeiträume nicht vergleichen. Das Rauschen tritt auch im Original auf, wird aber nicht als störend empfunden. Wem die Synchronfassung nicht zusagt, kann somit auf den O-Ton zurückgreifen, zu dem auch deutsche Untertitel eingeblendet werden können.
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Extras
Extras
  • Alternatives Cover
  • Trailershow:
    • The Bat - Das Biest (2:29 Min.)
    • Der nackte Krieg (2:41 Min.)
    • Auf den Spuren Draculas (2:34 Min.)
    • Abbot und Costello auf Safari (1:26 Min.)
    • The Last Man on Earth (3:45 Min.)
VerpackungKeeCase
 Filmspezifischer Bonus ist nicht vorhanden, was bei einem kleinen B-Movie von 1948 auch nicht weiter verwundert. Stattdessenn gibt es eine Trailershow mit klassischen Trailern aus dem Savoy-Programm. Ein Wendecover wegen dem FSK-Flatschen ist zwar nicht vorhanden, dafür aber ein alternatives Cover, welches das Kinoplakat ziert.
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Fazit
Der 1946 gedrehte "Shock!" gehört neben "Tower of London" und Interner Link"The Invisible Man Returns" zu den ersten Filmen, in denen Vincent Price die Hauptrolle - nach unzähligen Nebenrollen - übernehmen durfte. Hinter dem Titel verbirgt sich ein guter, wenn auch nicht übermäßig spannender Thriller mit deutlichen Anleihen am damaligen Film Noir-Boom, dem bisher eine Veröffentlichung in Deutschland verwehrt blieb.
"Shock!" besitzt einen etwas zu sehr sauberen Erzählstil, der nichts Alternativcoveroffen lässt, weil er den Zuschauer im übertragenen Sinne an die Hand nimmt, was kaum Möglichkeiten offen lässt, einen allzu großen Spannungsbogen aufzubauen. Regisseur Alfred L. Werker hätte sich etwas von Alfred Hitchcocks Werken abschauen können, um sein Werk mit mehr Suspense auszustatten. So wird leider von Anfang an wird klar, worum es geht, welche Gründe verantwortlich für die Taten sind und leider auch, wer der Täter ist. Das Mitfiebern auf der Suche nach dem Täter entfällt demnach für den allwissenden Zuschauer. Dafür hält "Shock!" ein anderes Ass im Ärmel versteckt: seinen Hauptdarsteller, Vincent Price, der den Täter spielt. In der Rolle des Psychiaters Dr. Richard Cross erschlägt er seine Frau mit einem Kerzenständer, um den Weg für seine Geliebte frei zu machen. Dieser Mord ereignet sich in einem Hotel, in dem auch Janet Stewart residiert, um auf ihren Mann zu warten. So kommt es, dass sie Zeugin der Tat wird und in eine Art Schockzustand fällt. Als ihr Mann sie am nächsten Morgen in diesem Zustand findet, alarmiert er den Hotelarzt, der keine Ehrfahrung mit Schockzuständen hat und daraufhin seinen Bekannten Dr. Cross um Hilfe bittet. Dieser weist Janet in sein privates Sanatorium ein und beginnt mit ihr ein perfides "Katz und Maus"-Spiel ...
Der Film lebt vom Gedanken, was Cross mit Janet anzustellen vermag. Da die Spielzeit mit 70 Minuten knapp bemessen ist, werden anderweitige Erzählebenen auch gar nicht erst genutzt, stattdessen dieser Ansatz sauber erzählt. Die neben Price auftretenden Darsteller überzeugen in ihren Rollen, reichen aber nicht an die überragende Gestik und Mimik eines Vincent Price heran.

"Shock!" wurde als Film der B-Sparte für die damals im amerikanischen Kino beliebten Double Features konzipiert. Überragende Erfolge waren ihm dadurch nicht vergönnt und im deutschsprachigen Raum wurde später auch kein Verleih auf den Film aufmerksam. Ohne den beliebten britischen Darsteller Price dürfte "Shock!" heutzutage keine große Rolle mehr spielen, da filmisch zu wenig geboten wird. Daher richtet sich die Veröffentlichung von Savoy Film an Fans von Vincent Price oder Nostalgiker, die auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen werden.



Bilder der DVD




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