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USA 2006
Originaltitel:Plasterhead
Länge:89:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Kevin Higgins
Buch:Kevin Higgins
Kamera:Jeffrey Kayal
Musik:Jason Snell
SFX:Lauzanne Nel, Leigh Radziwon
Darsteller:Kathryn Merry, Josh Macuga, Ernest Dancy, Raine Brown, Gerard Adimando, Brandon Slagle, Steph Van Vlack, Kevin Cannon, Tom DiNardo, Artie Brennan, Drae Williamson, Brian Dixon
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.06.2009 (Verleih) / 26.06.2009 (Kauf)



Inhalt
Jede Stadt hat ihre Legende. In Rolling Glen ist es die von Plasterhead. Plasterhead war einst ein ganz normaler Mann. Ein Schwarzer, der auf dem Weg nach Texas in der Kleinstadt einen Drink zu sich nehmen wollte. Doch ein paar einheimische Rassisten verprügelten ihn und ließen ihn scheinbar tot im Kornfeld zurück. Das war vor 15 Jahren. Seitdem geht die Legende, dass Plasterhead lebt und eine grauenvolle Maske trägt, um seine Narben und Wunden zu verbergen und dass er von unstillbarem Rachedurst getrieben wird. Vier Studenten, die auf dem Weg nach Miami sind, machen Halt in Rolling Glen. In einem verlassenen Farmhaus stehen die Studenten schon bald der Legende gegenüber. Und während Plasterhead sein blutiges Handwerk beginnt, versucht der zwielichtige Sheriff Earl Taggart den Todesreigen zu vertuschen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Da nur ein geringes Budget zur Verfügung stand, wurde der Film mit einer handelsüblichen DV-Kamera aufgenommen. Dementsprechend ist vom Bild der DVD nicht sonderlich viel zu erwarten. Für einen Independentfilm sieht es aber recht ordentlich aus. Zu den negativen Aspekten des Bildes gehört eine schwankende Schärfe, die zwar einige Details aufzeigt, aber wiederum zu wenig, um über den Durchschnitt zu kommen. Auffällig ist die mangelhafte Kantenschärfe mit ihren häufigen Treppcheneffekten. Konturen werden nicht immer ordentlich wiedergegeben und auch der Kontrast ist eindeutig zu steil gewählt, da sowohl in hellen als auch in dunklen Bereichen Probleme durch Überstrahlen oder Verschlucken von Bildteilen aufkommen. Ein deutliches Rauschen ist auszumachen und die Kompression sorgt für einige Unruhen. Auch die Farbgebung weicht von der Natürlichkeit ab, weil sie in vielen Szenen trotz normaler Gesichtsfarben einen blassen Eindruck hinterlässt. Zwar mag dies durch den Regisseur beabsichtigt sein, dem Gesamteindruck ist es aber nicht dienlich. Für einen Film dieser Art ein solides Bild, mehr definitiv nicht.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital Surround (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Fassung liegt als Dolby Digital 5.1-Upmix und in Stereo vor. Leider wurde an einer Stelle deutlich geschlampt, denn ab der 68. Minute fehlt die deutsche Synchronisation für knapp 3 Minuten. Man sieht lediglich den Sheriff den Mund bewegen, aber der Monolog ist nicht zu hören. In der englischsprachigen Originalfassung (ebenfalls Stereo) tritt dieses Manko nicht auf. Außerdem sind an dieser Stelle Untertitel vorhanden - falls man sie eingeschaltet hat. Zwar sind es nur ein paar kurze Sätze, die auch nicht wichtig für die Handlung sind, dennoch sollten solche Fehler bei der Endkontrolle auffallen. Bei der Verständlichkeit der Stereospuren hingegen gibt es nichts zu bemängeln. Die deutsche Fassung klingt etwas klarer, dafür aber auch steriler aufgrund der Synchronisation. Dem Upmix auf Dolby Digital 5.1 entstand lediglich durch Aufsplitten der Stereospur, wodurch der Klang der vorderen auf die hinteren Boxen gespiegelt wird. Dies klingt unnatürlich und lässt keinen Raumklang aufkommen. Das Label hätte gut getan, es bei Stereo zu belassen, als unnötig Zeit und Arbeit in einen Upmix zu investieren.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer 1 (1:03 Min.)
  • Trailer 2 (1:03 Min.)
  • Alternatives Ende (0:48 Min.)
  • Geschnittene Szenen (2:01 Min.)
  • Gipsgalerie (3:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Freebird (1:37 Min.)
    • Die Vollchaoten (1:36 Min.)
    • Der Rebell des Königs (1:11 Min.)
    • Pistoleroes (3:04 Min.)
    • Embodiment of Evil (1:23 Min.)
    • Franz + Polina (1:18 Min.)
    • Bloodsport: Red Canvas (2:25 Min.)
    • Apocalypse Code (1:01 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial sieht nach mehr aus, als es letztendlich zu bieten hat. Neben zwei Trailervarianten zum Film gibt es ein paar Deleted Scenes, die zurecht aus dem Film gefolgen sind, als auch ein alternatives Ende. Wer sich noch für ein paar Aufnahmen eines posenden Plasterhead interessiert, für den gibt es die "Gipsgalerie" mit entsprechenden Fotos. Letztendlich wird noch eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Programm von Savoy Film geboten.
 +-----

Fazit
Mittlerweile gibt es unzählige irre Killer im Horror-Genre, deren Gesellschaft durch den "Plasterhead" erweitert wurde. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein schwarzer Trucker (Interner Link"Candyman" lässt grüßen), der zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist. Aufgrund seiner Hautfarbe wurde er fast zu Tode geprügelt und einfach auf einem einsamen Landstrich liegen gelassen. Sein Gesicht wurde so übel zugerichtet, dass man kaum noch etwas davon erahnen kann. Um seine Wunden zu verbergen, hält er sein Gesicht mit einer Gipsmaske bedeckt. Daraus folgt eine x-beliebige Slashervariante, wie man sie immer wieder zu sehen bekommt - leider oftmals sehr viel besser als hier. Da ist selbst das geringe Budget, mit dem der Film mehr als deutlich zu kämpfen hat, keine Ausrede. "Plasterhead" hat einfach keine interessanten Aspekte zu bieten, die das Ansehen lohnen lassen. Regisseur Kevin Higgins schafft es nicht, eine einzige Idee in seinem Kopf entstehen zu lassen, sondern klaut bei den unzähligen Vorgängern, die das Genre im Laufe der Zeit hervorbrachte. Gut, die Sache mit der Gipsmaske ist relativ neu, doch ist es eigentlich egal, ob der Killer eine Hockeymaske oder etwas anderes trägt. Die gesamte Laufzeit über wird man mit Oberflächlichkeiten abgespeist, denn weder Handlung noch Figuren überzeugen. Natürlich muss man berücksichtigen, dass das Genre relativ einfach konstruiert ist, aber deswegen immer wieder den selben, faden Brei vorgesetzt zu bekommen ist nicht unbedingt nötig.

Nun aber der Reihe nach: Auf die Handlung muss man nicht näher eingehen, da besagter Plasterhead wie üblich eine Horde Teenager jagt, die sein Territorium betreten haben. Nebenbei müssen auch einige Dorfbewohner dran glauben, da diese für seinen Zustand verantwortlich sind. Schade nur, dass die Morde meist nur angedeutet sind und lediglich Ergebnisse präsentiert werden, was die nötige Brutalität des Genres vermissen lässt. Demnach kann der Film nicht bei den Effekten punkten. Die Darsteller müssen in früheren Leben Bäume gewesen sein, denn solch eine hölzerne Darbietung ist kaum noch ertragbar. Demnach ist es auch nicht möglich für die Protagonisten auch nur ein Quäntchen Sympathie zu entwickeln. Umso besser, dann ist es nämlich egal, wer zuerst ein Opfer von Plasterhead wird. Der Soundtrack klimpert bzw. dudelt vor sich hin und ist alles andere als förderlich für die Verfilmung. Auch die Kamera liefert nur belanglose Bilder. Dabei ist die Kulisse gar nicht mal so uninteressant und tritt manchmal sogar in den Vordergrund, wenn es dem Film nicht gelingt, die Aufmerksamkeit des Zuschauers anderweitig zu fesseln.
Bleibt die Frage, woran "Plasterhead" scheitert, denn viele Slasher-Beiträge besitzen weder eine gute Story, noch Darsteller, die sich von der Dummheit ihrer Figuren lösen können. Vermutlich, weil nicht ansatzweise etwas Vernünftiges aus den limitieren Ansätzen geschaffen werden konnte. Beispielsweise sitzen zwei der Teens in einem Drive-In und bekommen die wahren Hintergründe um die Legende von Plasterhead aufgetischt. In anderen Filmen würde es an dieser Stelle einen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse geben. Kevin Higgins reicht es aber schon, wenn ein besoffener Hinterwäldler die Geschichte knapp 10 Minuten zum besten gibt, ohne dass sich die Kamera großartig bewegt. Dass beim Zugucken da Langeweile aufkommt, dürfte nachvollziehbar sein. Außerdem benötigt der Film viel zu lange, um ein wenig Tempo aufzubauen. Meist wird man nur Zeuge von unnötigen Dialogen, die zum Vorspulen ermuntern.
Zumindest die Eingangszene, in der Plasterhead sich die Gipsverbände auf sein verunstaltetes Gesicht legt, ist stimmig eingefangen worden. Wäre dieses Niveau beibehalten worden, hätte es durchaus was werden können mit "Plasterhead". Übrigens sind diese 3 Minuten zu Beginn die einzigen Szenen, in denen das Gesicht verunstaltet aussieht, denn bei den darauf folgenden Auftritten sieht man deutlich, dass Nase und Augen völlig in Ordnung sind. Etwas mehr Sorgfalt bitte! Da lob ich mir doch das Cover der DVD, dass die falsche Vermutung weckt, das Monster würde in diesem grusligen Aufzug Jagd auf die dummen Teenager machen. Somit bleibt ein Slasher, der in der Massenware untergehen wird. Lediglich für diejenigen geeignet, die der Vollständigkeit halber alles aus dem Genre brauchen. Ansonsten ist es nämlich kein Film, den man unbedingt sehen muss, denn dafür ist er einfach zu blutarm und zu dröge.



Bilder der DVD




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