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USA 1978
Originaltitel:Planet Of Dinosaurs
Alternativtitel:Planet der Monster
Länge:84:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungepüft
Regie:James K. Shea
Buch:Jim Aupperle, Ralph Lucas
Kamera:Henning Schellerup
Musik:Kelly Lammers, John O'Verlin
SFX:Dorinda Lawless
Darsteller:Louie Lawless, Pamela Bottaro, Charlotte Speer, Michael R. Thayer, Derna Wylde, James Whitworth, Chuck Pennington, Harvey Shain, Mary Appleseth, Michael Lee
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.08.2009 (Kauf)



Inhalt
Ein Raumschiff muss auf einem unbekannten Planeten notlanden. Die Vegetation erinnert zwar stark an die Erde, doch gibt es keine Spur einer Zivilisation dort. Stattdessen müssen die Überlebenden feststellen, dass der Planet noch von Dinosauriern bewohnt wird. Um zu überleben, bleibt ihnen keine andere Wahl, als sich den blutgierigen Bestien zum Kampf zu stellen.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Bild rauscht etwas, sorgt aber für keine Unruhen in der Kompression. Dafür fallen die Alterserscheinungen deutlich auf. Zahlreiche Kratzer und kleinere Fehler durchziehen das Bild, als ob man den Ursprung des Bildes nicht bereits anhand der dunklen und schwachen Kolorierung erkennen könnte. Gerade dunkle Szenen bei Nacht oder in Höhlen sind nur bis zu einem gewissen Grad erkennbar. Schaden kann dies dem Film aber nicht, denn es passt alles zum trashigen Charme. Auch die Schärfe ist lediglich unter dem Durchschnitt angesiedelt, reicht aber noch aus, um die Gesamtwertung auf 3 Punkte zu stemmen. Dies auch unter der Berücksichtigung, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass irgendein Label "Planet of the Dinosaurs" durch eine Restauration verbessern würde. Es ist eben ein vom Alter gezeichnetes Bild, das dem Film aufgrund seiner Handlung bestens zu Gesicht steht. Ein nahezu perfektes Bild würde ja auch nur als störend empfunden werden.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die Dialoge in der deutschen Fassung sind stets gut zu verstehen, auch wesentlich klarer als der ebenfalls vorhandene englische Originalton, bei dem die Gespräche sehr dumpf klingen und für Probleme bei der Verständlichkeit sorgen. Beide Tonspuren übersteuern etwas und ein leichtes Grundrauschen ist ebenfalls festzustellen. Jedoch hat auch hier die deutsche Fassung die Nase vorn, denn das Rauschen ist im Original wesentlich stärker vertreten. Allgemein kommt es in der deutschen Fassung zu einem wesentlich besseren Klangverhalten. Der Monoton wurde in beiden Sprachfassungen gesplittet und auf die beiden Effektboxen gelegt, was zu keinerlei Problemen führt.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Azumi (1:18 Min.)
    • Azumi 2 (1:03 Min.)
    • Phone (1:31 Min.)
    • Alive (3:28 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Filmspezifisches Bonusmaterial ist nicht vorhanden. Lediglich eine Trailershow mit vier weiteren Titel aus dem Hause Laser Paradise wird geboten.
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Fazit
Gekocht hab ich nix, aber schau wie ich da lieg ...

... so könnte das Credo von "Planet of the Dinosaurs" sein, einem weiteren, wenn auch teilweise sehr ungewöhnlichen Auswuchs der Untersparte Dinosaurierfilm, die bis in die 80er nicht platt zu kriegen war. Inmitten der geistigen Ödnis, die diese Filme in den 70ern zunehmend umgab, konnten eigentlich nur gute Spezialeffekte einen Film vor dem Vergessen retten und so erinnern sich zumindest noch die Stammesältesten an James K. Sheas Film von 1978. Fakt ist nämlich, dass obwohl wir es hier wieder mal mit einem komplett behämmerten Schnellschuss zu tun haben, die FX und Modellanimationen echte Leckerlis für Stop-Motion-Liebhaber aus dem Ray Harryhausen-Gedenkclub sind.

Die Story ist da so simpel wie vergessenswert: Ein Raumschiff wird energetisch überlastet und explodiert und die Besatzung (inclusive des arschigen Vizepräsis von irgendeiner Firma samt knackiger Angestellter) rettet sich mit einem Beiboot auf einen urwüchsigen Planeten. Nach erfolgter Wasserung, die man sich fugenbreit bei "Planet der Affen" abgeguckt hat, sitzt man in der Ödnis des kalifornischen Kontinents fest und muss feststellen, dass reichlich Dinosaurier durch die Gegend latschen, die den Aufbau einer neuen Zivilisation zunehmend erschweren. Vor allem ein großer T-Rex macht verstärkt Ärger, so dass man sich was einfallen lassen muss ...

Das klingt jetzt nicht nach viel - und ist es auch nicht, selbst bei nur 84 Minuten Laufzeit, die in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist, denn ein gutes Drittel des Films geht für sonnendurchglühte Latschereien durch Sümpfe und Felsenlandschaften samt bedrohlichem Synthi-Score drauf. Ein weiteres Drittel wäre dann für die standardisierten "Strandungsgespräche" reserviert, die an Abgeschmacktheit und Hölzernheit kaum noch zu überbieten sind - was wohl auch daran liegt, dass wir es hier mit absoluten Gelegenheitsdarstellern zu tun haben. Drehbuchgemäß machen unsere Buben und Maderln auch alles falsch, den Notrufsender vergisst man im Wrack, einen Laser lässt man in den Sumpf fallen und unser Vizepräsi ist doof genug, Sauriereier mit Hühnereiern zu verwechseln und endet an einem Saurierhorn - dankbarerweise bereits nach 40 Minuten. Dann wird noch flott über defensives Verstecken oder offensives Saurierangreifen nachgedacht, wobei noch mehr Besatzungsmitglieder verknuspert werden, ehe der T-Rex freundlicherweise in einen aufgestellten Pfahl läuft - aua! Am Ende sieht es auf dem Kreidezeitplateau auf wie bei den Waltons, nur mit Tierfellen ...

Es schmerzt also alles bedenklich, sobald einer den Mund aufmacht, immerhin hat man nette Schnuckis gecastet, die dann vor dem Verfrühstücken auch im BH schwimmen gehen oder sowieso bauchfrei rumlaufen, da fällt der Konflikt zwischen dem defensiven Captain und dem rüden Jim (oder Big Jim, hihi!) gar nicht so recht auf. Seine Punkte verdient sich der Film dann auch nur mittels seiner wirklich deluxen Stop-Motion-Animationen, die sorgfältig und vom Feinsten sind. Brontos, Triceratopse, Raubsaurier, T-Rex und einmal gegen Ende wird sogar der Rhedo aus "Panik in New York" noch mal zum Einsatz gebracht, von einer ekligen Höhlenspinne mal abgesehen. Dank Altmeister Jim Danforth sind die Trickszenen und die Realdarsteller sauber und solide eingearbeitet und Jim Aupperle, Doug Beswick und Stephen Czerkas, allesamt inzwischen gestandene Tricktechniker mit langer Vergangenheit gaben hier nach Kräften ihr Besten und es ist sogar was draus geworden. Insofern sollte man den Film wirklich nur unter dem Gesichtspunkt der Tricks ansehen, die auch wirklich Spaß machen, der Rest ist getrost überspulbar. Wer also seine Harryhausen-Sammlung ergänzen will, kann das hiermit tun, für Trashfans sowieso aufgrund des Inszenierungsstil eine Anschaffung wert.



Bilder der DVD




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