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USA 2006
Originaltitel:Bikini Bloodbath
Länge:72:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jonathan Gorman, Thomas Edward Seymour
Buch:Jonathan Gorman, Thomas Edward Seymour
Kamera:Christopher Renna
Musik:Tim Kulig
SFX:Chris Corbino
Darsteller:Debbie Rochon, Thomas Edward Seymour, Russ Russo, Leah Ford, Margaret Rose Champagne, Carmine Capobianco, Robert Cosgrove Jr., Dana Fay Ensalata, Anna-Karin Eskilsson, Olja Hrustic, Matt Ford, Sheri Lynn, Natasha Nielsen, Phil Hall, Philip Guerette, Katie Gil
Vertrieb:Skull Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.03.2009 (Verleih) / 08.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Die Regeln zum Überleben: Schau in keine dunkle Ecke! Vertraue keiner halboffenen Tür! Sei nie allein in einem Raum! Wundere dich, wenn deine Freunde spurlos verschwunden sind! Glaube nicht, dass das Blut auf dem Boden nicht echt ist. Und vor allem: Gehe nie mit deinen sieben besten Freundinnen auf eine Pyjama-Party, wenn ein verrückter Chefkoch mit seinem blutigen Beil auf Menschenjagd geht!

Bild
Format2,00:1 (Letterbox)
NormPAL
 Gedreht wurde offensichtlich auf DV, nicht aber mit Equipment, das ein kleines Filmstudio nutzen würde, sondern eher die Art von billiger Heimkamera, mit der man Urlaubseindrücke oder Kindergeburtstage einfängt. Deswegen allein ist die Bildqualität (Interlaced-Material im Letterbox-Format) nicht viel wert. Wenig Kontrast in Form von überhellten Flächen und eine aufgebesserte, aber nicht unbedingt augenfreundliche Farbgebung sorgen beispielsweise für diesen Eindruck. In den meisten Szenen ist die Schärfe durchschnittlich, manchmal aber auch matschig. Der Stream scheint außerdem nicht von Profis erstellt worden zu sein, da eine sehr deftige Art von Ghosting auftritt, die auf einigen Playern zu Kopfschmerzen bereitenden Zuckeln anwachsen kann. In dem Falle darf man noch einmal einen Punkt abziehen. Aber auch so sieht alles ziemlich billig aus.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Einen solchen Murks wie bei der deutschen Tonspur hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Bei Filmen diesen Art gibt es nun mal keine Möglichkeit, herkömmlich zu snychronisieren, da selten eine isolierte Geräuschspur existiert, über die man die deutschen Sprecher legen könnte. Beim englischen Originalton lässt sich das relativ gut heraushören, denn ein Umgebungsrauschen mischt sich zu den Dialogen, die direkt am Set aufgenommen wurden. Da dafür aber gleich ganze Geräuschquellen unterdrückt worden, z.B. ein sehr deutlich zu sehendes Pfeifen, fühlt man sich ein wenig veralbert. Dazu kommt, dass es immer wieder Stellen gibt, in denen der ohnehin etwas leisere deutsche Ton auf komplette Stille geschaltet wird, was sehr unprofessionell klingt. Die Synchro ist von der Art, mit der nicht mal ein Trash-Film hausieren gehen könnte, weil die sehr freie Eindeutschung (Dialogbuch benötigt der Film ja nicht) mit allerlei Dialekten und Witzeleien versehen wurde, die aber nicht mal die Niveauschwelle "albern" erreicht. Ein wenig Übersteuern kommt auch noch dazu. Darauf, noch die Dialogszenen im Abspann (inkl. Outtakes) zu übersetzen, hatten die Synchronstümper anscheinend auch keine Lust mehr. Furchtbar!
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • They Must Eat (1:34 Min.)
    • The Evil Offspring (1:56 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die DVD enthält zwar nur zwei Trailer, nach dem Abspann folgt aber noch ein Musikvideo, eine Ankündigung für Teil 2 und ein paar Outtakes.
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Fazit
"Bikini Bloodbath" lässt nicht nur wegen des trashigen Titels ein lustiges Konzept vermuten, auch die Gestaltung der DVD-Hülle macht Hoffnungen auf ein blutiges Schlachtfest mit viel nackter Haut. Raus kommt Etikettenschwindel hoch 10! Nackte Haut bekommt man zwar und auch ein paar blutbeschmierte Prothesen landen vor der Kamera, der Rest ist aber nahezu unerträglicher Schwachsinn, bei dem man die Filmcrew gern fragen würde: Ist das euer ernst oder nur ein Auswuchs von Debilität?

Dabei gibt sich "Bikini Bloodbath" große Mühe, gerade nicht ernst genommen zu werden. Beginnen wir bei den Darstellern, allesamt Twens, die sich als Teens ausgeben, sich verhalten wie Frühpubertäre und Dialoge auf dem Kasten haben, die selbst Kleinkinder nicht überfordern würden. Die Mädels, die zwar allesamt Bikinifigur besitzen, aber längst nicht alle darin gut aussehen, dürfen die doofen Hoppelchen spielen, die sich zu einer Pyjama-Party treffen (naja, eher: Kindergeburtstag), während die Footballspieler ein paar Häuser weiter einen sehr lauwarmen und definitiv amüsanteren Abend mit ihrem Coach verleben. Gestört wird die Bude voller Mädels inkl. zwei der Sportler, die von den Schwulitäten ihrer Kameraden angeekelt sind, bald vom bayrischen Feinkostkoch Rubenbauer, der am liebsten Menchen in die Suppe tut und damit die Nachbarschaft in Atem hält.
Der Zuschauer ahnt längst, wie es kommen muss, das Drehbuch, das bezeichnend von "Who the fuck cares?" verfasst wurde, macht eh keine Geheimnisse, und so landen alsbald die ersten menschlichen, blutigen Filetstücke in der Pfanne des Psychpathen, der sich stets mit einem bayrischen Volkslied oder einem markanten "Servus! Da issor wieda, dor Rubenbaur!" ankündigt.

Mal wieder ist das Ergebnis aber eine herbe Enttäuschung, da sich der Film, eine US-Billigstproduktion, mit Äußerlichkeiten weiter über Wert verkauft. Deswegen könnte es sein, dass die meisten Käufer bereits nach wenigen Minuten abschalten, weil die Hirnlosigkeit des Stoffes längst nicht durch unterhaltsame Tits&Gore&Asses-Szenen aufgewertet werden können. Stattdessen werden jede Menge hohle Dialoge rausgehauen, die selbst hartnäckige Trash-Fans auf eine harte Probe stellen. Debbie Rochon hat einen Gastauftritt als russische Sportlehrerin Vaginovitch, landet aber als eine der Ersten unter dem Hackebeil des Schlachters. Dessen Auftritte sind ebenfalls ziemlich enttäuschend, denn aus der Figur wird kaum etwas Komisches oder Skurriles herausgeholt.



Bilder der DVD




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