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USA 1957
Originaltitel:Brain from Planet Arous, The
Länge:71:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nathan Juran
Buch:Ray Buffum
Kamera:Jacques R. Marquette
Musik:Walter Greene
Darsteller:John Agar, Joyce Meadows, Robert Fuller, Thomas Browne Henry, Ken Terrell, Henry Travis, E. Leslie Thomas, Tim Graham, Bill Giorgio, Dale Tate
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.08.2010 (Kauf)



Inhalt
Als der sympathische Forscher Steve March zusammen mit seinem Freund Dan eine seltsame Strahlung in den Bergen nahe seines Hauses beobachten will, ahnt er nicht, dass sich sein Leben dramatisch ändern wird. Der Verursacher der Strahlung ist ein kriminelles Hirnwesen namens Gor, das aus einer fernen Galaxis geflohen ist und die Erde beherrschen möchte. Zunächst fährt es aber in Steves Körper und lässt ihn unvorstellbare Dinge tun, während es auch Gefallen an Steves Verlobter Sally findet.
Zum Glück ist die Menschheit nicht allein, denn ein weiteres Wesen namens Vol folgt dem verbrecherischen Gor zur Erde, um ihn unschädlich zu machen.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Bild des letzten Films aus der Galerie des Grauens-Reihe überzeugt mich voll und ganz. Die Schärfe kann sich auch auf großen Betrachtungsflächen sehen lassen und bietet dort immer noch eine Fülle an Details. Altersbedingte Abstriche müssen zwar in Kauf genommen werden, trüben den Sehgenuss aber kaum. Der Anteil der Graustufen hätte allerdings besser sein können, denn die Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen ist nicht gänzlich optimal. Bildrauschen fällt nur geringfügig auf und selbst Schmutz und Defekte sind nur selten auszumachen bzw. wirken sich niemals störend auf das Vollbild aus.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beiden Mono-Tracks merkt man ihr Alter deutlich an. Während der englische Originalton produktionsbedingt etwas natürlicher klingt als die deutsche Synchronfassung, ist der Klang insgesamt immer noch recht dumpf, neigt aber weder zu Verzerrungen, noch zu störendem Hintergrundrauschen. Die deutsche Tonspur hingegen kränkelt an einem etwas blechernen und unnatürlichen Klang, was vor allem im Dialogbereich etwas unangenehm ausfällt. Auch die Musikabmischung klingt stark belegt und weniger sauber als im Original. Doch auch hier sind kein störendes Rauschen oder Tonfehler auszumachen. Für einen 55 Jahre alten Film absolut in Ordnung. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • 12seitiges Booklet von Ingo Strecker
  • Audiokommentar von Christian Keßler und Ingo Strecker (für die US-Originalfassung)
  • US-Originalfassung (68:06 Min.)
  • Englischer Trailer (1:44 Min.)
  • Werberatschlag (1:41 Min.)
  • Filmografie: John Agar (79 Texttafeln)
  • Hidden Features
  • Bildergalerie (1:47 Min.)
  • Demnächst: DVD-Promo-Trailer zur "Rückkehr der Galerie des Grauens" (1:06 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Wie üblich wird der Film im FSK-Wendecover und Original-Postermotiv als Cover veröffentlicht. Es liegt ein umfangreiches Booklet von Ingo Strecker bei, in dem sehr ausführlich auf die Hintergründe der Produktion eingegangen wird. Auf der Disc befinden sich Hidden Features in Form von versteckten Trailern, eine Bildergalerie, eine Filmografie in Textform von John Agar, sowie der englische Trailer, ein Rückker der Galerie des Grauens-Promo-Trailer und der alte deutsche Werberatschlag. Der Laufzeitunterschied der zusätzlichen US-Kinofassung zur Deutschen beruht auf unterschiedlichen Titelsequenzen und dem er deutschen Fassung hinzugefügten Abspann.
Die US-Kinofassung kann wahlweise in deutsch und englisch geschaut werden und enthält ebenfalls deutsche Untertitel. Das Herzstück ist allerdings der Audiokommentar von Christian Keßler und Ingo Strecker, der amüsant (wenn man über Sinn und Unsinn des Invasorenplans philosphiert) ausfällt und aus der Galerie des Grauens kaum noch wegzudenken ist. Die beiden mal wieder einen tollen Kommentar ein, der den Fans viele Infos zur Produktion und den Hintergründen vermittelt. Allerdings ist der Kommentar nur im Bonusmaterial bei der US-Kinofassung anwählbar. Das Menü ist schlicht gehalten, erfüllt aber seinen Zweck.
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Fazit
Der Audiokommentar bringt es auf den Punkt: "Der Drehbuchautor hat wenig gemacht und das, was er gemacht hat, war schlecht". Liebhaber schlechter Drehbücher und "schlechter" Unterhaltung werden deshalb bei "Die Augen des Satans" voll auf ihre Kosten kommen. Allein für die Idee eines bzw. zweier fliegender, durchsichtiger Riesenhirne mit leuchtenden Augen gebührt den Machern größter Respekt. Leider bleibt der Film inhaltlich auf der Strecke und lebt einzig und allein von seinem Schundfilm-Charakter, ohne sich aber als Höhepunkt der Galerie des Grauens zu entpuppen. Dafür benötigt "The Brain From Planet Arous" (wesentlich coolerer Originaltitel!) viel zu lange, um die Geschichte voran zu treiben. Wenn es dann richtig los geht, ist es auch fast schon wieder vorbei. Dafür gibt es einige witzige Sequenzen mit dem "bösen" Alien, welches die Welt erobern will, sich dafür eine menschliche Hülle schnappt, in seiner "Geilheit" aber seinen Invasorenplan vergisst und sich lieber mit zwei Frauen vergnügt, die ihn aber eiskalt abblitzen lassen. Erst anhand seiner übertriebenen Lust merkt er schließlich, dass er ein Außerirdischer ist. Tja, in den 1950er Jahren waren die Männer wohl weitaus weniger wuschig. Heutzutage hätte das Alien beide Frauen einfach vergewaltigt und seinen Invasorenplan vorgeführt, damals mussten die Außerirdischen noch den Knigge befolgen.
Das "gute" Gehirn schlüpft dabei in einen Hund und sorgt Szene für Szene für neue Lacher. Ganz ehrlich, eine derart schlechte Hunde-Dressur habe ich noch nie in einem Film gesehen. Der Hund läuft ständig nur neben den Schauspielerin und wedelt mit dem Schwanz. Als er den "besessenen" Hauptdarsteller angreift, muss dieser den Vierbeiner sogar festhalten, an sich ranziehen und so tun, als würde der Hund ihn attackieren. Sehr amüsant und peinlich zugleich ...

Über das Drehbuch und die teilweise dümmlichen Dialoge könnte man sich jetzt lange auslassen: Als das "gute" Alien-Hirn Sally und ihrem Vater zum ersten Mal erscheint, letzterer blöd in die Kamera guckt und tatsächlich sagt "Wer sind sie?", weiß man, worauf man sich die nächsten 70 Minuten einlässt. Und dennoch: Für einen Partyfilm ist "Die Augen des Satans" immer noch ungeeignet, dafür ist die Inszenierung einfach zu solide und sauber, die wenigen Effekte schauen gut aus und John Agar (Interner Link"Tarantula") darf aus den Vollen seines übertriebenen Spiels schöpfen. Somit bleibt Nathan Jurans ("Sindbads 7. Reise") Film durchweg unterhaltsam, kurzweilig und stellt eine würdigen Abschluss der ersten Galerie des Grauens-Reihe von Anolis dar.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Augen des Satans, Die (Galerie des Grauens #10)
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