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USA 2009
Originaltitel:Hydra
Länge:90:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Andrew Prendergast
Buch:Peter Sullivan
Kamera:Howard Wexler
Musik:Gregory Tripi
SFX:Worldwide F/X
Darsteller:Dwayne Adway, Frank Alvarez, Texas Battle, Ed Blinn, Antonio D. Charity, Roark Critchlow, Diego Villarreal Garcia, William Gregory Lee, Alex McArthur, Michael Miranda, Philip Moon, Dawn Olivieri, Paul Rae, Polly Shannon, Graham Shiels, George Stults, Michael Shamus Wiles, Jana Williams
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.01.2009 (Verleih) / 20.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Eine einsame Insel mitten im Ozean. Hier hat es das Forscherteam der jungen Dr. Cammon verschlagen, doch auf unbeschreiblich grausame Weise wird das gesamte Team ausgelöscht. Nur Dr. Cammon kann dem Gemetzel entkommen.
Monate später wird die Insel zum Schauplatz eines weiteren blutigen Spektakels gewählt: Vier junge Menschen werden auf einem Schiff hierher gebracht. Sie sind alle Verbrecher und sollen auf der Insel von gut zahlenden Millionären zur Strecke gebracht werden. Während sie sich auf der Flucht vor ihren Verfolgern durch die Wildnis schlagen, können sie noch nicht erahnen, wer wirklich ihr Gegner ist. Denn die Insel birgt noch immer ein mysteriöses Geheimnis ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Als typisch würde ich das Bild der DVD von "Hydra" bezeichnen, das sich wie andere Neuproduktionen auch keinerlei Alterserscheinungen wie Schmutz oder Farb- und Kontrastflackern anmerken lässt. Die Beeinträchtigungen, die nicht allzu groß sind, liegen eher an der Art, wie der Film produziert wurde. Z.B. sind die satten Farbwerte ein Produkt einer Nachbesserung, was praktisch bei jedem Film angewandt wird, hier aber für manchmal etwas rötliche, dann wieder etwas gelbliche Gesichtstöne sorgt. Der andere Kritikpunkte liegt bei der Detailschärfe, die zwar immer einen ordentlichen Eindruck hinterlässt, aber nie mehr als gute Werte erreicht. In einigen Überblendungen und schnellen Schwenks zeigt sich sogar die Kompression deutlich mit einem sich langsam aufbauenden Bild, das erst nach einer Sekunde stabil seine Feinheiten wiedergibt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch wenn es nur stellenweise auffällt (z.B. wenn das Blondinchen anfängt zu plappern), ist die deutsche Synchro doch höchstens durchschnittlich und besitzt einen etwas flachen Klang, der dafür sorgt, dass sie sich immer etwas zu sehr von den Signalen abhebt, die auf den hinteren Lautsprechern stattfinden. Das wäre vor allem der Score, der maßgeblich das räumliche Gefühl beeinflusst, aber auch ein paar Effekte, die weniger durch ihre Beweglichkeit als durch einen angenehm kräftigen, wenn auch nicht übertrieben satten Klang überzeugen. Die DTS-Tonspur, die bei Sunfilm-DVDs zum Standard gehört, unterscheidet sich kaum von der Dolby Digital 5.1-Version. Das Manko des flachen Dialogklanges kann die englische Version ausbessern. Für sie gibt es deutsche Untertitel, die erkennen lassen, dass die deutsche Version sich manchmal ein paar Freiheiten genommen hat, die aber nicht allzu bedeutend für den Ablauf des Filmes sind.
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Extras
Extras
  • Trailer dt. (1:27 Min.)
  • Trailer engl. (1:26 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Eden Log (1:37 Min.)
    • Driftwood (1:23 Min.)
    • Firejumpers (1:50 Min.)
    • Tooth & Nail (1:34 Min.)
    • Siyama (2:20 Min.)
    • Monster Village (1:28 Min.)
    • Tornado (1:29 Min.)
    • Ba'al (2:16 Min.)
VerpackungKeepCase
 Enthalten sind nur Trailer.
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Fazit
Es gibt ja noch Monster, die im Tierhorror-Bereich ihre Premiere feiern: die Hydra beispielsweise, jenes neunköpfige, gefräßige Schlangentierchen der griechischen Mythologie, das einst von Herakles entgültig geköpft wurde. So viel Hintergrundwissen kann auch "Hydra - The Lost Island" vermitteln, der auf einer unentdeckten Insel irgendwo in warmen Gefilden spielt - und damit ein paar nette Naturaufnahmen in petto hat. Die Idee einer Hetzjagd reicher Jäger auf sozial Verstoßene, mit der "Hydra" beginnt, ist ja seit Interner Link"Surviving The Game" nichts neues und wurde dort sogar um ein Vielfaches besser und actionreicher zelebriert. Also bleibt das Monster selbst, dessen CGI-Darstellung dank lieblosem Worldwide F/X-Billigkram sicherlich wenig Anerkennung ernten wird, sich dafür aber ordentlich durch die Körper der wenigen Charaktere fräst und damit stets eine blutige Szene parat hält.
Der Rest ist aber, das wird man leider feststellen müssen, ziemliche Gülle. Sobald irgendeiner der Charaktere, die schamlos nach Genre-Standards kopiert wurden, den Mund aufmacht, läuft es dem Freund gepflegter B-Unterhaltung eiskalt den Rücken runter. Filme dieser Kategorie müssen nicht schematisch sein, sie könnten durchaus auch Überraschungen offenbaren und mal eine Figur präsentieren, die dem Zuschauer auch Spaß macht - das alles bewiesen einige Filme der letzten Jahre. Stattdessen ist das Auftreten des mehrköpfigen Ungetüms berechnend und wenig aufregend - irgendwie getaktet und auf dem Reißbrett ausgearbeitet. Die Filmmusik versucht mit durchgängig aufgewühlten Rhythmen den Zuschauer bei der Stange zu halten, aber eben diese Beharrlichkeit sorgt für Gegenteiliges. Dazu kommt dann noch, dass viele Szenen zum Haareraufen hirnrissig geskriptet wurden: Was zum Teufel will das Monstrum am Ende auf dem Schiff? Warum verschont es einige Opfer, um sie erst im zweiten Durchgang runterzuwürgen? Und wieso kann es sich trotz seiner Größe, Schnelligkeit und mehreren messerscharfen Münder so schlecht erwehren, wenn da ein popliger Mensch mit einem Schwert vor ihm steht? Das Cover erinnert an eine Jennifer Lopez aus Interner Link"Anaconda" und auf dem Rückcover wird mit Vergleichen zu Interner Link"Lost" und Interner Link"Jurassic Park" geworben, was aber alles nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass "Hydra" ein wesentlich schlechterer, weil furchtbar liebloser Film fürs TV geworden ist. Es ärgert mich zudem, dass die Idee der Hydra dermaßen verheizt wurde. Falls Andrew Prendergast, der schon ähnlich enttäuschend den Monster-auf-Bohrinsel-Trash Interner Link"Parasite" umsetzte, jemals wieder Regie führt, soll er doch bitte vorher etwas an Dialogen, Effekten, Action und Handlung feilen - dann gibt es eventuell auch einen Grund, sich sein Werk anzuschauen. Dass es selbst bei Sunfilm keiner geschafft hat, den Film komplett zu schauen, beweist der Inhaltstext (auf dieser Seite berichtigt), der ein paar schwere inhaltliche Fehlern aufweist.



Bilder der DVD




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