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UK, CAN, USA 2007
Originaltitel:Stuck
Länge:81:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Stuart Gordon
Buch:John Strysik, Stuart Gordon
Kamera:Denis Maloney
Musik:Bobby Johnston
SFX:Laird McMurray, Switch VFX
Darsteller:Mena Suvari, Stephen Rea, Russell Hornsby, Rukiya Bernard, Carolyn Purdy-Gordon, Lionel Mark Smith, Wayne Robson, R.D. Reid, Patrick McKenna, Sharlene Royer, Bunthivy Nou
Vertrieb:Highlight / Constantin
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.02.2009 (Verleih) / 19.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Krankenschwester Brandi (Mena Suvari) fährt nach einem Disco-Besuch - aufgeputscht durch Alkohol und Drogen - nach Hause. Auf einer einsamen Landstraße übersieht sie einen Mann (Stephen Rea), den sie mit voller Wucht erwischt. Schwer verletzt schlägt der Fußgänger in der Windschutzscheibe ihres Wagens ein und bleibt dort regungslos liegen. Geschockt und scheinbar unfähig zu helfen fährt sie mit dem Unfallopfer nach Hause, um sich dort in aller Ruhe zu überlegen, was zu tun ist. Noch ahnt sie nicht, dass der verletzte Mann wieder bei Bewusstsein ist und es für Brandi schon bald ums nackte Überleben gehen wird ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Trotz A-Stars macht das Bild höchstens einen B-Klasse-Eindruck. Die Farben sind reduziert und damit der Handlung angepasst, aber immer wieder scheint das ebenso wie der etwas schwache Kontrast auch ein Teilproblem der Vorlage zu sein. Es fehlen sowohl ein sattes Schwarz als auch Durchsetzungsstärke der Bildelemente in dunklen Szenen, was insgesamt für die Blässe des Bildes sorgt. Die Detailzeichnung schwankt zwar ein wenig, so richtig toll wird sie aber selten - zumindest nicht, wenn man sich sonst nur aktuelle Kinofilme auf seinem Player anschaut. Die Kompression ist auch nicht sonderlich gelungen, denn auf einfarbigen Flächen tauchen immer wieder Muster auf. Störende Blockbildung, das ist mittlerweile Standard einer jeden guten DVD, bleibt aber aus. Somit schwer zu entscheiden, ob es nun schwache 4 Punkte oder gute 3,5 Punkte sind.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Für eine volle Entfaltung von DTS besitzt der Filmton kaum Möglichkeiten, denn es ist meistens nur die Musik, die die Räumlichkeit zur Geltung bringt. Das geschieht auf eine breite, sehr angenehme Art und Weise. Natürlich bekommt man auch ein paar richtige Effekte zu hören, z.B. ein entferntes Hupen, das auch sehr schön aus einer Richtung wahrgenommen wird, nur legt der Film darauf keinen großen Wert. Viel wichtiger sind leise Umgebungsgeräusche und vor allem die Dialoge, die natürlich bestens klingen. Bei der Eindeutschung hat man es leider nur wieder etwas übertrieben, indem in vielen Szenen Hintergrundgemurmel eingefügt wurde, was die Rears etwas beschäftigt, aber völlig fehl am Platz ist. Das Original gibt Auskunft darüber, wie es eigentlich hätte klingen sollen und deutsche Untertitel kann man auch anwählen - sogar für Hörgeschädigte.
 ++++--

Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Die Entstehung von "Stuck" (8:02 Min.)
  • Make-Up-Effekte (9:27 Min.)
  • Die Adaption der wahren Geschichte (17:13 Min.)
  • AFI Film Festival (24:54 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Mena Suvari (1 Seite)
    • Stephen Rea (1 Seite)
    • Russell Horsby (1 Seite)
  • DVD-Empfehlung "War" (1:29 Min.)
  • Trailershow:
    • Bangkok Dangerous (2:05 Min.)
    • Lucky Number Slevin (2:25 Min.)
    • Michael Clayton (2:02 Min.)
    • Cassandras Traum (2:17 Min.)
    • The Sixth Sense (2:08 Min.)
    • Sleepy Hollow (1:59 Min.)
VerpackungKeepCase
 Ein wenig überschneiden sich die Themen der beiden Making Ofs "Die Entstehung" und "Die Adaption der wahren Geschichte", denn in beiden geht es darum, dass die Geschichte auf ähnliche Weise so wirklich passiert ist. In beiden werden etwas zu viele Filmszenen gezeigt, was über die Dauer aller Extras etwas langweilig ist, mit Interview-Sequenzen wird aber nicht gespart. Besonders interessant sind die Entstehung der Spezialeffekte, für die einige Studien angestellt worden. Auch hier werden Szenen vom Drehort mit verwendet. Die Eindrücke vom AFI Film Festival lesen sich auf den ersten Textseiten, als ob auch Zuschauer interviewt worden wäre, letztlich handelt es sich aber "nur" um Interviews mit Darsteller Stephen Rea und Drehbuchautor John Strysik. Auch hier wird es nicht mehr so interessant, weil man alles schon mal gehört hat. Zum Schluss warten noch drei unvollständige, weil nur als Auswahl bestehende Darstellerfilmografien, die aber ebenso schon im 4seitigen Booklet abgedruckt sind.
 ++/---

Fazit
Die Inhaltsangabe liest sich ein wenig wie Stephen Kings "Misery", wobei die Variation des Unfallfahrers, der seine Tat vertuschen will und mit den Folgen seiner Tat klar kommen muss, ja bereits vielfältig verfilmt wurde (z.B. Interner Link"11:14", Interner Link"21 Gramm"), in diesem Fall aber keiner Fiktion oder Konstruktion zugrunde liegt, sondern sich sehr ähnlich wirklich so abgespielt hat. Ich war sehr gespannt darauf, Mena Suvari mal in einer richtig unsympathischen Rolle erleben zu dürfen. Darauf muss man erstmal etwas warten, denn Suvaris Brandi ist erstmal eine relativ gewöhnliche junge Frau, die in ihrem Job als Altenpflegerin (macht sie sogar etwas sympathisch) kurz vor einer Beförderung steht und am Wochenende als pillenschluckende Party-Lady gern das Tanzbein schwingt.
Dass sie ihr Leben aber doch nicht unter Kontrolle hat, muss sie schmerzhaft feststellen, als sie den frisch obdachlos gewordenen Ex-Manager Bardo über den Haufen fährt, der nun regungslos in der Windschutzscheibe ihres Autos feststeckt. In ihrem noch leicht von Cocktails und Uppers vernebelten kleinen Kopf malt sich Brandi die Konsequenzen aus - und entscheidet sich für Fahrerflucht. Zwar hat ihr ungewollter Fahrgast schwere Verletzungen wie Beinbrüche und Kopfverletzungen davongetragen, aber so richtig abnippeln möchte er noch nicht. Also wird der Wagen mit dem blutigen Körper in der Garage geparkt und gehofft, dass sich alle Probleme irgendwie von selbst lösen - so zerschunden wie das Unfallopfer ist, kann es ja nicht mehr lange durchhalten ...

Falsch gedacht! Man kann es zwar anfangs nicht glauben, dass Stephen Reas arg gebeutelter Körper sich irgendwann aus der Windschutzscheibe befreien kann (Achtung: nichts für schwache Nerven!), aber irgendwie gelingt es ihm dann doch. Sämtliche Rettungsversuche scheitern und auf Hilfe von außen ist auch nicht unbedingt zu hoffen. Und ab hier wird's dann richtig böse, denn Brandi zeigt ihr wahres, feiges, sogar hinterhältiges Gesicht, von dem sich nicht gerade "Nächstenliebe" ablesen lässt. Bardos Versuche, sich bemerkbar zu machen, scheitern ebenfalls. "Stuck" ist nahezu großartig darin, aufzuzeigen, wie hoffnungslos verloren man doch in einer solchen Situation sein kann. Dafür muss er nicht mal großartig konstruieren, denn er mixt einfach glaubwürdige Zutaten wie Angst, Bösartigkeit, Ignoranz und Ohnmächtigkeit zusammen und lässt das arme Unfallopfer daran langsam zugrunde gehen. Doch der zeigt mehr Vitalität als man erwarten würde und versucht sich irgendwie zu wehren.

Aus "Stuck" hätte damit ein Drama werden können, Regisseur Stuart Gordon strebt aber ein mindestens ebenso erfolgreiches, schmerzliches Spannungsstück an, das mit einer nahezu bitterbösen Ironie und einigen kurzweilig aufbereiteten ethischen Aspekten aufwartet. Stephen Rea ist großartig als gemarterter "Kabinengast" und Mena Suvaris Charakter möchte man am liebsten persönlich die Gurgel rumdrehen. Lediglich Brandis Möchtegern-Gangster und Freund Rashid (Russell Horsby) schlägt als Komiker (gehässig gesagt: Trottel) etwas über die Stränge, wird aber dafür entsprechend entlohnt werden! Seine Kasperrolle wird dem Filmspaß aber kein Bein stellen.
"Stuck" ist eine unterhaltsame Umsetzung einer einfachen Idee. Fast schon ein kleiner Geheimtipp, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die deutsche DVD könnte etwas mehr Bildbrillanz besitzen, geht aber in Ordnung. Vorsicht ist nur angeraten wegen potenziell gefährlicher Kopierschutzmaßnahmen der DVD.



Bilder der DVD




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Stuck
News"Stuck" von Stuart Gordon
Stuart Gordons "Stuck" von Image Entertainment
Constantin Film bringt "Stuck" von Stuart Gordon
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