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UK 2008
Originaltitel:Gnaw
Länge:77:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Gregory Mandry
Buch:Michael Bell, Max Waller, Rob Weston
Kamera:Tom Jenkins
Musik:Mark Hill
SFX:Florence May Carter
Darsteller:Hiram Bleetman, Rachel Mitchem, Sara Dylan, Carrie Cohen, Oliver Squires, Julia Vandoorne, Nigel Croft-Adams, Gary Faulkner, Jennifer Wren
Vertrieb:I-On New Media / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.05.2009 (Verleih) / 29.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Ein Wochenendausflug in ein abgelegenes Landhaus und viel Spaß im Gepäck - das war der Plan der sieben jungen Leute. Doch mit Einbruch der Dunkelheit lauert der blanke Terror auf sie. Eine Meute kannibalistischer Psychopathen wartet nämlich sehnsüchtig auf frisches Fleich und beginnt ein grausames, blutiges Spiel, das zu einem Kampf auf Leben und Tod wird. Eine höllische, gewalttätige Nacht nimmt ihren Lauf, bei der nur wenige Glückliche das Morgengrauen erblicken werden.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Viel erwarten darf man nicht vom Bild dieser englischen Kleinproduktion. Besonders die Schärfe muss Kritik vertragen, weil in dunklen Szenen durch das starke Rauschen kaum Details aufkommen. Anders sieht es in hellen Einstellungen auf: In diesen wird eine gute Schärfe geboten, die demnach auch einiges an Details bieten kann. Aber auch in diesen Szenen ist ein minimales, wenn auch nicht störendes Rauschen auszumachen. Die Farben wurden durch stilistische Mittel stark gedämpft, was für einen Film dieser Art sehr passend wirkt. Der Kontrast ist zu weich, was dem Budget bzw. dem Equipment zu verdanken ist, aber nicht weiter als beeinträchtigend empfunden wird. Die Kompression fällt dafür sehr ordentlich aus, da sie sorgfältig ihre Arbeit im Hintergrund verrichtet und zu keinen ersichtlichen Problemen führt.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche als auch der englische Ton sind insgesamt etwas enttäuschend, da die Bezeichnung Dolby Digital 5.1 doch etwas übertrieben klingt. Die hinteren Lautsprecher werden nämlich überhaupt nicht ins Geschehen einbezogen. Demnach wird der Film auch nur über die Front wiedergegeben. Die gelegentlich aufkommende Dynamik in wenigen Szenen wären auch in Stereo möglich gewesen. Im direkten Vergleich klingt das Original natürlicher, da das Abmischungsverhältnis der deutschen Synchronfassung zwischen Dialogen und M+E-Track nicht homogen genug erscheint. Das liegt an der deutlichen Dominanz der ansonsten gut eingesprochenen Dialoge, welche die Musik als auch die Effekte etwas runterdrücken. Das englische Original kann da bessere Akzente setzen. Deutsche Untertitel sind, wie bei I-On üblich, vorhanden, wodurch man auch ohne Englischkenntnisse dem Film problemlos folgen kann.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Gregory Mandry
  • Orginaltrailer (1:39 Min.)
  • Making of (9:44 Min.)
  • Trailershow:
    • Body (1:42 Min.)
    • Dangerous Parking (2:01 Min.)
    • Guard Post (2:15 Min.)
    • Invitation Only (2:51 Min.)
    • Kush (1:36 Min.)
    • Plague Town (2:21 Min.)
    • Place of Darkness (1:51 Min.)
    • Toxic (2:14 Min.)
    • The Chair (1:27 Min.)
    • Zombie Killer (1:25 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben einer obligatorischen Trailershow und dem Originaltrailer zum Film befindet sich als Bonus noch ein kurzes aber informatives Making of auf der DVD, zu dem aber leider keine deutschen Untertitel existieren. Außerdem ist ein Audiokommentar mit Regisseur Gregory Mandry vertreten, der jedem Filminteressierten weitere Informationen und Hintergrundwissen zu "Gnaw" bietet. Auch hier gilt als Voraussetzung englische Sprachkenntnisse, denn Untertitel sind wieder nicht vorhanden.
 ++----

Fazit
Nachdem Interner Link"Wrong Turn", Interner Link"Hostel" und Interner Link"TCM" vor ein paar Jährchen die Terrorfilmwelle eingeleitetet haben, vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein ähnlich gearteter Film auf die nach Blut gierende Meute losgelassen wird. Nur gilt wie so oft: Die Nachzügler, die sich zu oft lediglich im Fahrwasser der Vorbilder bewegen, sollten kritisch betrachtet werden.
Der englische "Gnaw" gehört zu den deutlich besseren Vertretern, der zwar das Genre nicht neu erfindet und auch keine originelle Geschichte zu bieten hat, aber zumindest solides Terrorkino bieten kann. "Gnaw" orientiert sich thematisch an Interner Link"TCM" und Interner Link"Wrong Turn", jedoch ohne deren Qualität zu erreichen. Dafür besitzt Regisseur Gregory Mandry das Talent, eine ungemütliche Situation im Alltag erlebnishungriger Twens entstehen zu lassen. Denn letztendlich geht es mal wieder um nichts anderes als um eine Gruppe junger Leute, die ihre Ferien in der Einöde verbringen wollen. Diesmal ist der Handlungsort ein alter englischer Landsitz, weit weg von der nächsten größeren Stadt. Innerhalb der Gruppe gibt es die üblichen Reibereien und jedes Klischee wird nahezu abgedeckt: das dauergeile Pärchen, der Klugscheißer und so weiter und so fort. In der Einöde angekommen, wird die Gruppe mit diversen Köstlichkeiten in Empfang genommen. Nur von der Herbergsmutter lässt etwas auf sich warten, nämlich bis die ersten dummen Sprüche und Zickenkriege ausgetragen werden. Alles wäre beinah idyllisch, wenn sich im Haus nicht noch ein irrer Metzger befinden würde, der sich aus einer toten Katze eine Gesichtsmaske gebastelt hat. Denn für seine köstlichen Pasteten benötigt er Fleisch, wofür die Gäste gerade richtig kommen. Das fröhliche Metzeln darf nun beginnen - alles zum Wohle der Fleischindustrie.

Dass "Gnaw" mit einem relativ kleinen Budget zu kämpfen hat, fällt schnell auf, denn der Digitale-Look ist nicht unbedingt passend für dieses Genre, das sonst vom eher schmutzigen, körnigen Bildmaterial profitiert. Um die Atmosphäre durch DV nicht zu zerstören, hat sich Regisseur Mandry aber einige Tricks zunutze gemacht. Durch die Farbreduktion wird eine schön triste Optik geschaffen, ähnlich der von Interner Link"TCM", die es möglich macht, sich recht schnell mit dem Film anzufreunden. Etwas problematisch gestaltet sich jedoch die inszenatorische Herangehensweise von Mandry, denn "Gnaw" benötigt unheimlich lange, um in die Gänge zu kommen. Nach einem typischen Backwood-Slasher-Anfang passiert nämlich erst mal nicht wirklich viel. Der Zuschauer darf sich stattdessen erst einmal mit den Charakteren auseinandersetzen, wodurch Potenzial verschenkt wird, denn wirkliches Interesse können die Twens beim Zuschauer nicht wecken. Sie geben lediglich gutes Kanonenfutter ab, da kaum Sympathien aufgebaut werden. Bei einem Großteil der Charaktere wird man vielleicht sogar den Wunsch äußern, die jeweilige Person wegen ihres Nervfaktors hoffentlich bald einen schön sadistischen Tod erfahren zu lassen. Leider geschieht das meistens im Off und man wird als Zuschauer vor allzu ekelerregenden Grausamkeiten verschont, was dem Film die deutsche Freigabe als ungekürzte Fassung ermöglicht. Dennoch bekommt man diverse kleine Splatterszenen serviert, damit das Gericht letztendlich doch noch schmeckt. Etwas schade ist es allerdings, dass keine Hintergründe zum Täter gegeben werden. Der Mörder oder besser Kannibale ist eben der Böse und damit muss es auch schon gut sein. Mandry hat sich zwar noch einen kleinen Storytwist einfallen lassen, doch Genre-Kenner werden schon nach kürzester Zeit erahnt haben, wie alles zusammenhängt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die kaum vorhandene Spannung, weil der Mensch hinter der Maske frühzeitig ins Geschehen gerät und "Gnaw" ab dann nur noch vom Dezimieren der Twens lebt. Das läuft dann immer wieder nach demselben Schema ab, wie es in ähnlich geartete Filme auch zu sehen ist. Und dennoch hebt sich "Gnaw" ab, was der englischen Kulisse und dem Regiestil sowie der Kameraarbeit zu verdanken ist, die den Film nach mehr aussehen lassen. Für Fans des Genres ist diese Kleinproduktion sicherlich eine Entdeckung wert, um gut 80 Minuten solide unterhalten zu werden.



Bilder der DVD




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Gnaw
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