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USA 1983
Originaltitel:Scalps
Alternativtitel:Der Fluch des blutigen Schatzes
Länge:75:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Fred Olen Ray
Buch:Fred Olen Ray, John Ray, T.L. Lankford
Kamera:Larry Van Loon, Brett Webster
Musik:Eric Rasmussen, Drew Neumann
SFX:Christopher Biggs, Jon McCallum, Bart Mixon
Darsteller:Jo-Ann Robinson, Richard Alan Hench, Roger Maycock, Frank McDonald, Carol Sue Flockhart, Barbara Magnusson, Kirk Alyn, Carroll Borland, Cynthia Hartline, Forrest J. Ackerman
Vertrieb:Eyecatcher Movies
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Sechs Archäologie-Studenten suchen in Kalifornien nach einem legendären Indianer-Schatz. Sie lachen über die Warnung eines alten Mannes: Auf diesen Kostbarkeiten lastet ein tödlicher Fluch! Als sie sich nach mühevollen Grabungen am Ziel ihrer Wünsche wähnen, nehmen die schicksalhaften Ereignisse ihren Lauf. Eines Nachts bemerkt Student Randy ein seltsames, kaltes Feuer. In den Flammen erscheint die Gestalt eines greisen Indianers, der beschwörend auf ihn einspricht. Seit dieser Nacht ist Randy wie verwandelt. Das Camp in der menschenleeren Wüste wird zur unentrinnbaren Falle. Die Legende wird Wirklichkeit - ein grausamer Tod macht reiche Beute!

Bild
Format1,33:1 (Letterboxed)
NormPAL
 Ein echter Trashfilm darf natürlich nicht aussehen wie eine Hollywood-Produktion. Das haben die Jungs von Eyecatcher scheinbar wörtlich genommen, denn das genutzte Master hat lediglich die Qualität einer schlechten Videokassette. Das Bild ist einfach zu weich geraten und lässt kaum Schärfe aufkommen, wodurch Details meist völlig verloren gehen. Hinzu kommt noch ein deutliches Rauschen, was weitere Probleme verursacht. Der Kontrast fällt mäßig aus, weil das Bild insgesamt etwas zu dunkel ist und in den vielen Nachtszenen ganze Bildbereiche verschluckt. Die Intensität der Farben leidet unter einer fehlenden Farb- und Kontrastjustierung, wodurch es auch Szenen gibt, in denen besonders helle Töne zum Überstrahlen neigen. Prinzipiell ist die Farbgebung für diese Art von Film aber noch als annehmbar einzustufen. Kleinere Defekte wie Laufstreifen sind gelegentlich vorhanden, treten allerdings niemals störend in Erscheinung. Die Kompression zeigt auf homogenen Flächen Unruhen in Form von Blockbildungen und hin und wieder auftauchende Kompressionsartefakte. Wirklich ärgerlich ist aber das deutliche Ruckeln, was auf eine unzureichende Normwandlung zurückzuführen ist. Weiterhin scheinen die ehemals gekürzten Szenen aus einer anderen Bildquelle zu stammen, die nochmal einen schlechteren Eindruck hinterlässt. Mit gutem Willen ist es gerade so möglich, dem Bild noch 2 Punkte zu vergeben.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für ehemals gekürzte Szenen
 Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen in Mono auf beide Frontboxen verteilt vor und sind völlig ausreichend. Viel erwarten darf man nicht und demnach bieten beide Sprachfassungen eine gute Dialogverständlichkeit. Die deutsche Synchronfassung klingt klarer bzw. nicht so dumpf wie es beim Original der Fall ist. Im Hintergrund ist in beiden Sprachfassungen ein leichtes, aber nicht störendes Rauschen bemerkbar. Ansonsten wirkt das Klangbild weitestgehend homogen und lässt keine Überlagerungen zu. Wie üblich für diese Kategorie Film merkt man der Synchronisation an, dass sie im Studio aufgenommen wurde, weil sie nicht die Natürlichkeit des Originals besitzt. Deutsche Untertitel stehen für den gesamten Film oder für ehemals gekürzten Szenen zur Verfügung.
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Extras
Extras-
Verpackungkleine Hartbox
 Extras werden leider keine geboten.
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Fazit
Dem Freund von Trash-Filmen dürfte beim Namen Fred Olen Ray ganz sicher das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Markenzeichen seiner Filme sind ein geringes Budget, das Fehlen einer innovativen, oder wenigstens sinnvollen Handlung, Darsteller der Marke 08/15 und ein insgesamt sehr billiger Gesamteindruck. Dennoch haben seine filmischen Auswüchse im Vergleich zu Low Budget-Produktionen anderer Regisseure eines voraus: gute Unterhaltungsgarantie.
Dies gilt auch für "Scalps" dessen reißerischer, deutscher Titel "Der Fluch des blutigen Schatzes" ein Grinsen ins Gesicht des Zuschauers zaubert. Bereits die Anfangssequenz macht Laune, wenn ein entstelltes Indianergesicht aus der Dunkelheit hervorspringt und einem Mann die Rübe vom Körper säbelt. Ist nett anzusehen und schon ein guter Einstand. Damit aber noch nicht genug, denn schon in der nächsten Szene taucht anstelle des Indianers ein Wesen mit einem Löwenkopf auf, das einen Jeep beobachtet. In diesem sitzt ein Archäologe, der wenig später die Spitze eines Speeres findet. Auf dieser Reliquie einer längst vergangenen Zeit scheint ein Fluch zu liegen, denn aus dem Nichts taucht ein weiteres Indianergesicht auf, woraufhin sich der unglückliche Finder mit einem Messer selbst die Kehle aufschneidet. Fängt ja schon mal gut an, denn diese Szene sind irgendwie unwirklich und unterliegen einer tollen Atmosphäre. Wer sich mit Filmen von Fred Olen Ray auskennt, weiß schon im Vorfeld, dass jene "Qualitäten" nicht in dieser Form fortgeführt werden, denn was folgt, ist trashige Standardware, die aber gut über die kurze Laufzeit von gerade einmal knapp 75 Minuten unterhält. Weiter geht es nämlich mit einer Gruppe von Studenten - falls man von Studenten überhaupt reden kann, denn wenn man sich die Gesichter einmal genauer anschaut, müssen zumindest die männlichen Personen schon Langzeitstudenten sein. Dürfte ohnehin irrelevant sein, schließlich gibt die illustre Gruppe von unsympathischen Menschen gutes Kanonenfutter ab. So werden alle Warnungen eines alten Indianers in den Wind geschlagen und das Grüppchen begibt sich zu einer ehemaligen indianischen Begräbnisstätte. Es dauert nicht lange und schon ergreift der böse Geist eines Medizinmannes Besitz von einem der Studenten. Nun beginnt die Party und wenn nicht gemordet wird, darf auch mal eine Frau gegen ihren Willen ein Fruchtbarkeitsritual über sich ergehen lassen. Lustigerweise ist die Eingangssequenz mit der Köpfung im Film abermals verwendet worden, wodurch man, wenn man genau aufgepasst hat, schon direkt weiß, was mit einer bestimmten Person geschieht. Zwar ist der Überraschungseffekt weg, der guten Stimmung von "Scalps" schadet es aber nicht.
Mit Filmende darf man dann feststellen, dass der Trash-Regisseur einen für seine Verhältnisse ordentlichen Film abgeliefert hat, der zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht ist. Die Effekte sind alle sehr einfach, verfehlen ihre Wirkung jedoch nicht. Gerade die titelgebende Skalpierungsszene ist sehr drastisch anzusehen. Zu den Darstellern muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, denn man merkt, dass weder viel Talent noch viel Gage bereit stand. Sie geben den Umständen entsprechend eine zwar laienhafte, aber passende Darstellung ab. Letztendlich hat Fred Olen Ray wieder einen herrlichen Trash-Spaß abgeliefert, der sich sogar selbst, zur Freude des Konsumenten, richtig ernst nimmt. Würde Ray jemals eine Filmnominierung für eines seiner Werke erhalten, dann wäre es sicherlich für "Scalps". Klare Empfehlung für Trash-Liebhaber.



Bilder der DVD




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