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NL 2005
Originaltitel:Griezelbus, De
Alternativtitel:Horror-Bus, The
aka. Horror-Bus, Der
Länge:96:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Pieter Kuijpers
Buch:Paul van Loon, Pieter Kuijpers, Burny Bos
Kamera:Bert Pot
Musik:Paleis van Boem
SFX:Rob Hillenbrink
Darsteller:Theu Boermans, Edo Brunner, Romijn Conen, Fred Goessens, Tom Jansen, Willem Nijholt, Sylvia Poorta, Serge Price, Angela Schijf, Lisa Smit, Jim van der Panne
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.03.2009 (Verleih) / 27.03.2009 (Kauf)



Inhalt
Onnoval, bester Schüler aus seiner Klasse, muss sich ständig den Gemeinheiten des Pausenhof-Rowdies Gino erwehren. Dass er sich auch noch in Ginos Exfreundin Liselotte verliebt, erschwert seine Probleme mit dem Rüpel. Sein Lehrer ermutigt Onnoval, seiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen und Geschichten zu verfassen. Der bekannte Horrorschriftsteller Nol erkennt das Talent des jungen Schülers, warnt ihn aber eindringlich, niemals Geschichten über den finsteren Felucci und seinen Gruselbus zu schreiben, da dies höhere Konsequenzen haben könnte. Doch Onnoval hört nicht auf diesen Rat und nimmt in seiner Ferluci-Geschichte sogar noch Rache an Gino. Als dann schließlich der Gruselbus vor der Schule vorfährt und die Schüler zu einem Ausflug einlädt, muss Onnoval erkennen, dass er einen gewaltigen Fehler gemacht hat. Ein wildes Abenteuer nimmt seinen Lauf ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Für "Die unheimliche Klassenfahrt" wurde mit Farbfilter gearbeitet, um die Atmosphäre des Films zu unterstreichen. Um es auch kindgerecht wirken zu lassen, dominieren in den gruseligen Szenen warme, erdige Farben. Gefängniszellen oder Kellergewölbe im Schloss werden dementsprechend in einem kühlen Blau gehalten. Die erste Hälfte des Films in der realen Welt verfügt über eine durchweg natürliche Farbgebung, wechselt die Kulisse aber in den unheimlichen Park, werden die immer noch satten und ausgewogenen Farben etwas verfremdet. Der Kontrast ist teilweise etwas hart gewählt, wodurch es in hellen Flächen zu leichtem Überstrahlen kommt und in dunklen Bereichen feinere Details verschluckt werden. Am Schwarzwert gibt es aber nichts zu kritisieren, da dieser sich dem Farbschema anpasst. Die Schärfe bewegt sich auf einem ordentlichen Level, hätte aber knackiger ausfallen können. Scheinbar wurde mit Rauschfiltern gearbeitet, was ein Indiz für das Fehlen einer richtigen Detailschärfe, sowie dem Auftauchen von Rauschmuster ist. Hierdurch werden weder Konturen noch der Detailbereich überzeugend dargestellt, was dazu führt, dass das Bild etwas weich aussieht. Von wirklichen Unschärfen kann aber keine Rede sein. Die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig und zeigt lediglich ein dezentes Blockrauschen auf homogenen Flächen. Ansonsten ist der Transfer frei von Defekten jeglicher Art, wodurch der Sehgenuss zu keinem Zeitpunkt getrübt wird. Insgesamt ein guter Transfer, bei dem man paar Einschränkungen im Bereich Detail- und Tiefenschärfe in Kauf nehmen muss.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Niederländisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Track überzeugt durch seine saubere Front und klare Sprachwiedergabe. Die Rears werden vorwiegend zur Unterstützung des Scores und einige Umgebungsgeräusche genutzt. Direktionale Effekte sind jedoch von seltener Natur. Zumindest die Musik sowie die Umgebungsgeräusche sorgen für etwas Räumlichkeit, was vor allem in den gruseligen Szenen im Schloss bzw. im Horror-Park von Vorteil ist. Trotzdem hätte die Abmischung etwas dynamischer sein können und das Fehlen von richtigen Effekten nutzt die Möglichkeiten von Dolby Digital 5.1 nicht aus. Der niederländische Mix klingt deutlich kräftiger, spielt mehr mit dem Bass, so dass auch der Subwoofer involviert wird und klingt zudem in den Stimmen etwas natürlicher. Grundsätzlich ist man aber auch mit der deutschen Synchronfassung gut bedient. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Making of (23:27 Min.)
  • Musikvideo (2:28 Min.)
  • Originaltrailer (1:39 Min.)
  • Teaser (0:38 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben einem interessanten Making of, das aus B-Roll-Aufnahmen und Interviews mit den Beteiligten besteht, befindet sich noch ein Musikvideo, der Originaltrailer sowie ein Teaser in der Bonussektion. Für Making of als auch für den Originaltrailer exisitieren noch deutsche Untertitel, die Verständlichkeitssprobleme mit der niederländischen Sprache aus der Welt schaffen.
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Fazit
Jedes Land hat seine eigene phantastische Literatur für Kinder und Jugendliche. Die zur Zeit bekanntesten Geschichten sind zweifelsfrei Interner Link"Harry Potter" von Joanne K. Rowling und "Krabat" aus der Feder von Otfried Preußler. In den Niederlanden sind die Bücher von Paul van Loon nicht mehr wegzudenken und auch in Deutschland gibt es zahlreiche Anhänger seiner Kinder-Gruselgeschichten. Nach dem großen Erfolg als Buch steht es außer Frage, dass sich die Filmstudios darum reißen, aus der schriftlichen Form bewegte Bilder zu machen. Es wurde aber nicht einfach ein Buch von Paul van Loon übertragen, sondern man nahm sich Loons Grundideen seines Gruselbusses an und kreierte aus den Ideen mehrere Kurzgeschichten einen zusammenhängenden Spielfilm.
Der in den Niederlanden entstandene Film kann sich zwar sehen lassen und bietet gute Unterhaltung für Heranwachsende, schafft es aber nicht, sich in die obere Liga der Kinder- und Jugendbuchverfilmungen einzureihen. Zum einem liegt dies an budgetbedingten Problemen, da diese Verfilmung sehr einfach gehalten und nur mit einem dezenten Einsatz von Spezialeffekten ausgestattet ist. Auf der anderen Seite sind die meisten Gruselszenen selbst für Kinder zu überzogen. Aber es gibt auch viele gelungene und stimmungvolle Szenen, die die Gedanken der Bücher in bewegter Form gut zur Geltung bringen. Sehr schön ist z.B. wie der Busfahrer sich in ein Skelett verwandelt oder wenn der in eine Kutte gehüllte Ferluci die Bildfläche betritt. Andere Schreckgestalten wurden etwas unprofessionell in Szene gesetzt, wodurch sich der Spannungsbogen selbst für 12jährige, so die Freigabe von Seiten der FSK, sehr erträglich gestaltet. Die Stärken des Films liegen in den Szenen im verlassenen Vergnügungspark, denn dort generiert der Einsatz von Nebelmaschinen eine schaurige Atmosphäre. Leider wird diese durch mit dem Auftauchen der Vampire alsbald wieder zunichte gemacht, denn in diesem kurzen Ruhemoment wird das Gesamtpaket durch überzogenen, aber harmlosen Witz wieder sehr kindgerecht.
Insgesamt hinterlässt der Film einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn die schauspielerische Leistung, die sehr überzogenen Bösewichte und die lediglich dezent eingesetzten Spezialeffekte sorgen zumindest beim Erwachsenenpublikum für Ernüchterung. Dies dürfte auch für Kinder und Jugendliche gelten, denn in Zeiten epochaler Werke wie Interner Link"Harry Potter" oder Interner Link"Die Chroniken von Narnia" wirkt Paul van Loons "Die unheimliche Klassenfahrt" etwas antiquiert in seiner Inszenierung - und das bei einem Film des Jahrgangs 2005. Als Einstieg in die Welt des phantastischen Films ist er durchaus für ein junges Publikum geeignet - eventuell ebnet es ja zukünftigen Genrefreunden den Weg.



Bilder der DVD




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