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USA 2006
Originaltitel:Wizard of Gore, The
Länge:90:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Jeremy Kasten
Buch:Zach Chassler
Kamera:Christopher Duddy
Musik:Steve Porcaro
SFX:Autonomous F/X, Inc.
Darsteller:Kip Pardue, Bijou Phillips, Crispin Glover, Jeffrey Combs, Joshua John Miller, Joe Bucaro III, Garz Chan, Tim Chiou, Brad Dourif, Kenneth Moskow, Amina Munster, Bob Rusch, Flux Suicide, Nixon Suicide, Cricket Suicide
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.04.2009 (Verleih) / 14.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Jeden Abend lädt der Zauberer Montag the Magnificent zu seiner Show in einem abgewrackten Gebäude ein. Frauen aus dem Publikum werden hypnotisiert und blutige Tricks den geschockten Zuschauern vorgeführt. Er tötet sie, aber nur scheinbar. Selbstverständlich verlassen die Frauen die Bühne lebendig. Sobald die Show vorbei ist und die Freiwilligen zu Hause sind, kommen sie jedoch auf die gleiche Weise um, die Montag während seiner Show gezeigt hat. Die Polizei kann ihn nicht überführen, doch der junge Reporter Edmund Bigelow nimmt sich der Sache an und gerät immer mehr in Montags Fänge ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild hinterlässt einen weitestgehend positiven Eindruck, die Möglichkeiten einer DVD werden aber nicht völlig ausgereizt. Die Bildschärfe ist bei Nahaufnahmen sehr ordentlich, in Totalen jedoch lässt sie etwas nach. Gerade bei den vielen dunklen Szenen fällt die Detailzeichnung deutlich ab, was auch dem nicht optimalen Schwarzwert anzulasten ist. Der Kontrast kann ansonsten zufrieden stellen. Man kann ein marginales Rauschen erkennen, das nur vereinzelt etwas deutlicher zutage tritt. Die Farben wurden absichtlich ihrer Intensität beraubt, da dies den Filmcharakter unterstreicht. Dennoch wirken die Farbtöne stets natürlich und werden sehr gut wiedergegeben. Fehler sucht man bei dem Transfer vergebens und auch die Kompression hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Alles in allem ein ordentliches, deutlich über dem Durchschnitt liegendes Bild mit kleinen Schwächen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Dolby Digital 5.1-Tonspur macht sowohl in Deutsch als auch im englischsprachigen Original etwas her. Vergleicht man die Versionen miteinander, wird man allerdings schnell feststellen, dass das Original dynamischer klingt. Besonders gut kommt dies bei der musikalischen Begleitung zur Geltung, denn diese entfaltet ein kräftigeres Klangbild. Beide Tonspuren laufen sauber und erfreuen mit einer gelungenen Räumlichkeit. Die Dialoge werden klar verständlich und natürlich klingend wiedergegeben, wobei beim Original etwas mehr Natürlichkeit vorhanden ist. Die Abmischungen lässt zudem keine Überlagerungen zu, wodurch ein homogenes Klangbild entstehen kann. Insofern sind beide Abmischungen wirklich gelungen. Rauschen, Verzerrungen oder ähnliche Fehler gibt es nicht, dafrü aber noch eine deutsche Stereospur, die aber lediglich als Beiwerk betrachtet wird. Deutsche Untertitel sind selbstverständlich ein weiterer Bestandteil der DVD.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Making of (24:08 Min.)
  • Originaltrailer (2:36 Min.)
  • Outtakes (3:43 Min.)
  • Deleted Scenes (23:05 Min.)
  • The Suicide Girls (13:22 Min.)
  • Behind the Screen: The Effects (13:07 Min.)
  • Trailershow:
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Dark Floors (1:50 Min.)
    • Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Paragraph 78 (2:30 Min.)
  • Hidden Feature (5:02 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist ausführlich und zudem noch interessant. Den Anfang macht ein reichlich informativer Audiokommentar, bei dem Regisseur Jeremy Kasten, Drehbuchautor Zach Chassler, Kameramann Christopher Duddy und die Produzenten Dan Griffith und Maxx Gillman anwesend sind und eine Menge nützliche Informationen und Anekdoten rund um die Entstehung des Films ausplaudern. Leider muss man der englischen Sprache mächtig sein, um den Kommentar zu verstehen, da keine deutschen Untertitel zur Verfügung stehen. Erfreulicherweise wurde das restliche Bonusmaterial von Originaltrailer, Outtakes und Deleted Scenes einmal abgesehen, mit deutschen Untertiteln versehen, was besonders beim Making of wichtig ist, welches neben B-Roll-Aufnahmen noch diverse Interviews mit vielen Beteiligten zeigt, die ebenfalls einige Informationen bereithalten. Gelungen sind auch das Featurette über The Suicide Girls sowie "Behind the Screen: The Effects". Beides gibt nochmals einen guten Einblick in die Effekte und über die heimlichen Hauptdarstellerinnen von "Wizard of Gore". Abgerundet wird das Bonusmaterial durch ein Hidden Feature und weiteren Filmtrailern aus dem Hause MIG.
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Fazit
Ich muss gestehen, dass ich kein Freund von Remakes bin, da das Flair des jeweiligen Originals selten erreicht wird. In letzter Zeit gab es aber ein paar Ausnahmen wie Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" oder den eben hier besprochenen "Wizard of Gore". Hershell Gordon Lewis, der für das Interner LinkOriginal verantwortlich ist und als Urvater des Splatterkinos gilt, schuf nach Interner Link"Blood Feast" einen weiteren, sehr makaberen Film, der nicht mit blutigen Szenen geizte und sich auch heute noch einer großen Beliebtheit erfreut. Die Neuinterpretation von "Wizard of Gore", der von MIG in ungekürzter Fassung nun auch in Deutschland erhältlich ist, ist ein sehr gelungenes Remake, das nicht 1:1 die Geschichte wiedergibt und ein völlig neues Untergenre im Horrorbereich darstellt. Dafür wird die Grundhandlung in die Gegenwart gelegt, die Hauptperson agiert aber in der Vergangenheit. Hinzu kommt eine spezielle Bildsprache, die u.a. düstere Gassen, Schattenspiele und eine heruntergekommene Atmosphäre bietet. So entsteht eine Mischung, die dem Film Noir nicht unähnlich ist und jene Filmrichtung in die heutige Zeit katapultiert. Mit einigen Splatterszenen und teils surrealen Bildern reift daraus eine völlig neue Stilrichtung heran.

Die Handlung des Originals ist im Groben gleich geblieben: Der Zauberer Montag beglückt allabendlich sein Publikum in einer heruntergekommenen Halle mit blutigen Tricks. Frauen werden aus dem Publikum ausgewählt, um dann entkleidet unter Hypnose als "Assistentin" herzuhalten. Zwar ist alles nur Illusion und die Frauen verlassen nach dem blutigen Treiben die Bühne ohne irgendwelche Verletzungen, doch am darauf folgenden Tag findet man die Leichen mit ebenjenen Verletzungen, die innerhalb der Show lediglich eine Illusion waren. Der junge Reporter Edmund Bigelow ist fasziniert von der Show Montags und den merkwürdigen Morden, nimmt sich der Sache an und gerät immer mehr in einen blutigen Kreislauf aus Illusion und Realität.

Wie schon das Original lebt auch das Remake von den Splatterszenen, doch aufgrund veränderter Umstände dürften diese längst nicht mehr so grausam und schockierend auf den Zuschauer wirken, wie es noch 1970 der Fall gewesen ist. Die Mischung aus CGIs und handgemachte Spezialeffekten ist über weite Teile gelungen, wenn auch nicht jeder blutige Effekt gut zur Geltung kommt. In Zeiten von Terrorfilmen wie Interner Link"Hostel", Interner Link"Inside" oder Interner Link"Martyrs" gelingt es einem kleineren Film wie "Wizard of Gore" eben nicht, auf der brutalen Ebene zu überzeugen. Stattdessen wird eine gut dosierte Portion Nacktheit geboten, wodurch die Tricks von Montag noch aufgewertet werden. Nicht ohne Grund wurden für diese Szenen die Suicide Girls engagiert, die sehr zeigefreudig agieren. Einziger Wermutstropfen ist, dass Bijou Phillips lieber in Kleidung agiert als auch mal blank zu ziehen. Für Montag wurde Crispin Clover verpflichtet, was sich als sehr gute Wahl herausstellt, denn man merkt ihm den Spaß an seiner Rolle deutlich an. Die eigentliche Hauptrolle des Reporters Edmund Bigelow ging an Kip Pardue, dessen Leistung solide, aber kaum der Rede wert ist. Genrefans dürfen sich zusätzlich über Jeffrey Combs und Brad Dourif in Nebenrollen erfreuen.
Kritik muss sich der Handlungsverlauf gefallen lassen, denn über die gesamte Laufzeit kann "Wizard of Gore" nicht überzeugen. Die Elemente um den Reporter verblassen deutlich vor den Show-Einlagen von Montag. Regisseur Jeremy Kasten gelingt es nicht richtig, beide Handlungsstränge ordentlich zu verknüpfen bzw. gleichwertig anzuordnen. Für den Zuschauer bedeutet das, dass er sich lediglich auf die Show einlässt und diese bewusst vor die restliche Handlung stellt, was letztendlich etwas schade ist, da es dem Gesamtkonzept dadurch an Atmosphäre mangelt. Spaß macht der Film dennoch, auch wenn er hinter den Erwartungen zurückbleibt. Blutige Splattereffekte, nackte Haut und ein perfekter Auftritt von Crispin Clover sorgen dafür, dass "Wizard of Gore" zu einem ordentlichen Remake eines Klassikers geworden ist. Bleibt lediglich die Frage offen, was Hershell Gordon Lewis aus dem Film gemacht hätte ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"The Wizard of Gore"-Remake von Dimension Extreme
Herschell Gordon Lewis kehrt zurück
"The Wizard of Gore" von MIG (Update)
Wizard of Gore, The (Special Uncut Edition)
IMDb.com OFDb.de



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