Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2000
Originaltitel:Mistress Frankenstein
Länge:78:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:John Bacchus
Buch:John Bacchus, Clancy Fitzsimmons, Joe Ned, Michael Raso
Kamera:Giorgy Benaskovich
Darsteller:Darian Caine, Heidi Christine, Victoria Vega, Jessie Harcourt, Jade Duboir, John Paul Fedele, Bennigan Feeney, Michael R. Thomas, Zachary Winston Snygg, A.J. Khan, John Eville, Christine Domaniecki, John Link, Michael Raso, Debbie Rochon
Vertrieb:Marketing Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Die hübsche, aber frigide Baroness Helena Frankenstein kommt plötzlich bei einem tragischen Unfall ums Leben. Aus Verzweiflung versucht ihr Ehemann Victor, der infernalische und großartige Monsterschöpfer, sie wieder zu beleben. Ein neues Gehirn soll ihre Rettung sein, doch das Organ gehörte vormals einer lesbischen Nymphomanin und setzt seine Gedanken und Gelüste nun im Körper der Baroness frei. Sie wird zu einem zügellosen Sexobjekt und verführt jedes weibliche Wesen, das ihr in die Falle geht. Schon bald bekommen die Dorfbewohner Wind von der neuen Kreatur Frankensteins und schließen sich zusammen, um die untote Baroness zu vernichten. Wird ihre Verführungskunst und ihre erotische Aura ausreichen, den Mob umzustimmen?

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Schrott ist die DVD nicht gerade, aber auch nicht wirklich toll. Naja, diese Lowest-Budget-Produktion hat vermutlich nichts Besseres anvisiert als ein Bild, das sich grad mal auf VHS-Niveau befindet. Zumindest liegt einiges im Argen, das bei einem Film des Jahres 2000 nicht passieren sollte: ein verraucht aussehendes Bild mit einer schlechten Kompression, die sich in großflächiger Musterung, selten aber in deutlicher Blockbildung äußert; eine Schärfe, die eigentlich nicht wirklich eine ist, weil Konturen doppelt gezeichnet sind und das Rauschen die Details schnell auffrisst und schwache Farben, die durch ein kompressionsbedingte Farbrauschen nicht zur Ruhe kommen. Somit auch nur knapp 3 Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Den Ton gibt es in deutscher und englischer Sprache jeweils in Stereo, wobei es auch keinen Unterschied gemacht hätte, wenn es nur Mono gewesen wäre, weil mit billigsten Mitteln aufgenommen wurde. Natürlich unterscheiden sich die beiden Tonspuren stark bei der Synchronisation, die im Deutschen echte Pornoqualitäten aufweist, obwohl sie dort noch relativ zahm ist. Man hat nämlich dummerweise das Gestöhne der Sexszenen im Deutschen komplett mit Musik überstimmt und auch die Publikumslacher, die an einigen Stellen vorkommen, nicht mit übernommen, was ich aber weniger tragisch finde. Der Klang ist in beiden Fassungen sehr zurückhaltend und schlicht und natürlich übersetzt die Synchro einige Dialoge etwas anders als der englische Set-Ton.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer (1:44 Min.)
  • Galerie (9 Bilder)
  • Behind The Scenes (25:07 Min.)
  • Blooper Reel (7:33 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bei den Extras lässt sich der Hersteller des Billigfilms nicht lumpen und gewährt einen netten Einblick in die Dreharbeiten, auch wenn der nicht eingedeutscht auf dieser DVD vorliegt. Zumindest sieht man, wie diese Art von Film entsteht und dass dafür nur eine ganz kleine Crew benötigt wird. Außerdem werden 8 Minuten lang Versprecher, etwas Fotomaterial und ein Trailer vorgeführt.
 ++----

Fazit
Wem der Name Misty Mundae ein Begriff ist, der sollte sich vom Cover-Artwork von "Mistress Frankenstein" angezogen fühlen. Zwar spielt die hübsche Softporno-Darstellerin hier nicht mit, John Bacchus, der sich laut Biografie auf billigen Erotikklatsch spezialisiert hat, geht aber eben in jene Richtung der (sehr) leichten Unterhaltung. Ziel dieser Art von Erotik-Subgenre ist es, den Bekanntheitsgrad einer großen Filmproduktion für ein schlüpfriges Videoprodukt zu nutzen, das sich mal mehr, meist aber sehr viel weniger an der Rahmenhandlung des Filmes orientiert. Vergleichbar sind Filme wie "Mistress Frankenstein" mit der Welle der Erotikkomödien der 70er Jahre, nur dass das Niveau und die Produktionskosten noch einmal stark gesunken ist.

"Mistress Frankenstein" nutzt dies aus, indem wirklich haarsträubend dümmliche Dialoge mit Kalauerkomik kombiniert wird, die selbst einem Sechstklässler kein Kichern mehr entlocken. Die Frankenstein-Geschichte ist dabei lediglich Nebensache, denn letztlich geht es um die Miss Frankenstein, die bei einem "Reitunfall" (jaja, Wortspiel auf dem Niveau des Films) umkommt und von ihrem debilen Mann (moment, alle Männer im Film sind debil!) wiedererweckt wird. Blöd nur, dass ihr altes Gehirn durch eins ersetzt werden musste, deren Vorbesitzerin eher auf Frauen als auf Männer stand. Also läuft Miss F. nun herum wie die weiblich (und deswegen: aufreizende) Inkarnation von Boris Karloff und schleppt ein paar Dummchen in eine Motel ab, wo es eine wilde Nummer geben soll. Naja, wild ist wahrlich übertrieben, denn auch wenn die Mädels komplett nackt sind, hat es doch eher den Charme eines soften Pornos mit abgetakelten Darstellerinnen, denen die aufgepumpten Brüste nur zu schnell aus der Bluse springen. Da kann es schon mal ein wenig langweilig werden, wenn die Bettfreundinnen minutenlang stöhnend aufeinander rumturnen, ohne dass mal etwas "mehr" passiert.

Ein wenig Abwechslung verschafft der überwiegend aus solchen Sexszenen bestehende Film mit der Rahmenhandlung, bei der die Bürger von Karlsstadt, die natürlich alle Karl heißen (muahaha!), als wilder Mob durchs Dorf ziehen und die reanimierte Nymphomanin suchen - natürlich mit Hintergedanken. Dass die Chose völlig lächerlich ist, wusste man beim Dreh bereits, also wird Wert drauf gelegt, alles wie einen lustigen Kostümball aussehen zu lassen und die Figuren so trottelig wie möglich zu gestalten. Darunter gibt es dann auch ein paar Charaktere, die dermaßen skurril ausfallen, dass sie schon wieder Spaß machen, z.B. der Hofnarr und der Beisitzende am Richtertisch. Aber auch hier muss man schon Humor und Anspruch enorm tiefer legen, um an diesem Über-Trash gefallen zu finden. Zumindest die Masken sind ordentlich, denn der echte Frankenstein sieht nicht nur aus wie eine Schießbudenfigur und das Titelmonster, das von allen anwesenden Damen noch am natürlichsten aussieht, bekommt eine Frisur verpasst, die natürlich stark an Elsa Lanchester aus Interner Link"Frankensteins Braut" angelehnt ist - nur etwas nuttiger. Passt also!

Mehr Softsex als Klamotte und leider ziemlich billig gedreht. Muss sagen, dass die Misty Mundae-Sachen mir wesentlich besser gefallen - aber auch nicht so sehr auf Trash getrimmt sind. Wenn man aber mal eingeschaltet hat, sollte man unbedingt den Abspann mit dem frivolen Gedicht des Kaspers laufen lassen, denn da wird's dann echt irrsinnig - und vielleicht auch ein wenig komisch.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.