Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
JP 2004
Originaltitel:Yogen
Alternativtitel:J horaa shiataa 2
aka. J-Horror Theater Vol. 2
Länge:90:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Norio Tsuruta
Buch:Jirô Tsunoda, Noboru Takagi, Norio Tsuruta
Kamera:Naoki Kayano
Darsteller:Maki Horikita, Hiroshi Mikami, Mayumi Ono, Noriko Sakai, Kai Yamamoto, Kazuko Yoshiyuki
Vertrieb:eye see movies / Anime Virtual
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.04.2009 (Verleih) / 27.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Eine Zeitung verändert Hideki Satomis Leben auf grauenvolle Art. Erst meint er noch, einem Streich aufzusitzen, als in dem Blatt der Tod seiner Tochter vorausgesagt wird. Aber nur wenig später trifft das Prognostizierte tatsächlich ein und sein Kind verbrennt qualvoll im Auto. Doch das ist nur der Anfang des bevorstehenden Unheils, denn Hideki liest immer mehr dunkle Ankündigungen über Verunglückte und Mordopfer. Ohnmächtig verfolgt er, wie Menschen abscheulich ums Leben kommen, wie er Mitschuld trägt an einem riesigen Leichenberg. Er will die angekündigten Tode abwenden, aber inzwischen kann Hideki zwischen Realität und Vorahnung nicht mehr unterscheiden. Wahnsinn greift um sich ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild erfreut mit einer guten Schärfe. Sowohl Details als auch Konturen werden ohne Probleme dargestellt. So gehen auch Feinheiten nicht verloren. Die Farben wurden in ihrer Intensität runtergestuft, so dass diese zwar matt, aber niemals unnatürlich aussehen. Zum Film passt das sehr gut, da es zugunsten der Atmosphäre geschieht. Kritik muss sich der Schwarzwert gefallen lassen, denn dieser weist deutliche Tendenzen ins Gräuliche auf und beeinträchtigt hierdurch den ansonsten guten Kontrast. Rauschen ist im Hintergrund vorhanden und kommt gerade in dunklen Bildbereichen verstärkt hervor. Die Kompression arbeitet sehr ordentlich und auch ansonsten sind keine Störfaktoren feststellbar. Mit dem gebotenen Bild kann man somit zufrieden sein, wenn auch bedingt durch Schwarzwert und Bildrauschen keine höhere Wertung außer gute 4 Punkte zustande kommt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Sowohl die deutsche Fassung als auch das japanische Original sind überzeugender Qualität. Ein Großteil des Films ist zwar sehr frontlastig ausgefallen, was an der Geschichte liegt, die hinteren Lautsprecher werden aber immer dann, wenn es nötig ist, sehr gut in das Geschehen einbezogen, um so für stimmige Atmosphäre zu sorgen. Insgesamt bieten die Handlungsorte genügend Möglichkeiten, um als Dolby Digital 5.1-Ton eine räumliche Klangkulisse zu schaffen. Lediglich den unterstützenden Einsatz des Subwoofers in einigen Schreckmomenten vermisst man, denn etwas Druck wäre nicht schlecht gewesen. Die Dialoge kommen sehr gut zur Geltung und auch die Klangqualität zeigt keinerlei Aussetzer. Zudem klingt die Abmischung dynamisch auf der Front. Im direkten Vergleich fällt die deutsche Synchronisation gegenüber der japanischen Sprachfassung im Bereich der Natürlichkeit etwas ab, ansonsten sind sich die Tonspuren ebenbürtig. Alternativ liegen beide Sprachfassungen in Stereo vor, welche ebenso von guter Qualität sind. Jedoch muss man bei ihnen auf den räumlichen Effekt verzichten, weswegen man der Dolby Digital 5.1-Abmischung den Vorzug geben sollte. Deutsche Untertitel können bei Bedarf zugeschaltet werden.
 ++++--

Extras
Extras
  • Interviews (23:30 Min.)
  • Pressekonferenz (4:33 Min.)
  • Making of: Dreharbeiten (39:56 Min.)
  • Making of: Special Effects (6:02 Min.)
VerpackungDigipak
 Zusammen mit den separaten Interviews bietet das Making of einen guten Einblick in die Produktion. Neben interessanten B-Roll-Aufnahmen werden einzelne Szenenabschnitte verdeutlicht und mit Erläuterungen der gesamten Crew informativ aufgewertet. In dem kurzen Featurette "Making of: Special Effects" werden eben diese genau erklärt und man zeigt, dass viel mit CGIs gearbeitet wurde. Besonders interessant ist, dass ganze Handlungsorte den Bedürfnissen des Films am Computer angepasst wurden. Die Pressekonferenz ist weit weniger interessant ausgefallen, da lediglich Produzent Takashige Ichise etwas zu seinem filmischen Werdegang zu berichten hat, während die restlichen Anwesenden nur kurze Rollenstatements abgeben, die sich lediglich oberflächlich anhören.
 +++---

Fazit
Der zweite Teil der J-Horror-Reihe, nach dem gelungenen Interner Link"Infection", nennt sich "Premonition". Ähnlichkeit weisen die Filme nicht auf, überzeugend sind sie jedoch beide in allen Belangen und somit ein Fest für Freunde des asiatischen Horrorfilms. In abgewandelter Form fand der Grundplot des von Norio Tsuruta inszenierten Film auch in dem mit Sandra Bullock besetzten amerikanischen Mystery-Thriller Interner Link"Die Vorahnung" statt.
Basierend auf dem Kultcomic "Newspaper of Terror" von Jirô Tsunoda, erzählt die Geschichte von Hideki Satomi, einem Universitätsprofessor, der mit seiner Frau Ayaka und der gemeinsamen kleinen Tochter Nana mit ihrem Wagen auf einer einsamen Landstraße unterwegs sind. Da er während der Fahrt keine Nachrichten von seinem Laptop verschicken kann, hält die Familie an einer Telefonzelle. Während Ayaka und Nana im Wagen warten, geht Hideki zur Telefonzelle auf der gegenüberliegenden Seite. Hier findet er einen seltsamen Zeitungsausschnitt mit einer Meldung eines tödlichen Unfalls. Als er den Text näher betrachtet, mag er seinen Augen kaum trauen: Das Unfallopfer stellt sich als seine eigene Tochter heraus - datiert auf den heutigen Tag. Kaum hat er sich dem Auto zugewendet - seine Frau ist inzwischen zu ihm herübergekommen -, erfasst ein Lastwagen das Auto der Satomis. Der Wagen mit der kleinen Nana auf dem Rücksitz geht in Flammen auf. Als kurze Zeit später die Polizei den Unfallort erreicht, finden sie einen völlig apathischen Familienvater vor, der ständig von einem Zeitungsausschnitt redet. An der gesamten Unfallstelle ist jedoch nichts zu finden. Jahre vergehen und Hideki hat sich nach dem Tod seiner Tochter von seiner Frau getrennt und stürzt in immer tiefere Depressionen, bis zu dem Tag, als er immer wieder mit Nachrichten über Katastrophen, Unfällen oder Morden konfrontiert wird, die scheinbar aus dem nichts kommen und genauso schnell wieder verschwinden. Irgendeine unheimliche Macht nutzt Hideki, um ihn als Orakel zukünftiger Ereignissen zu füttern. Nach einigen Recherchen wird ihm bewusst, dass er nicht der Einzige ist dessen Leben von diesen merkwürdigen Begebenheiten betroffen ist. Einen Weg, die vorhergesagten Ereignisse zu verhindern, scheint es nicht zu geben, was er am eigenen Leib erfahren muss, als eine Studentin, deren Todesnachricht er zuvor erhalten hat, trotz seiner Bemühungen aus dem Leben gerissen wird.

Ohne Zweifel gehört "Premonition" zu den besten Gruselvertretern aus Asien. Der Horror baut sich langsam auf, kann die entstehende Spannungskurve stetig steigern und bis zum Schluss aufrecht erhalten. Neben hervorragenden Darstellern, denen man jede Gefühlsregung sofort abkauft, ist es vor allem die Kameraarbeit, die sehr stimmige Bilder eingefangen hat und so eine unglaubliche Atmosphäre schafft. Man ist förmlich gefesselt von dieser beklemmenden Stimmung und fiebert mit den Protagonisten mit. Auf blutige Spezialeffekte wurde bis auf zwei kleine Ausnahmen verzichtet, was dem Film gut tut, da sich der Zuschauer voll und ganz auf die unheimlichen und merkwürdigen Vorgänge einlassen kann. Die Auflösung wertet den Film noch weiter auf, da die gewohnte Handlungsebene verlassen wird und zu einer surrealen Achterbahnfahrt diverser Zeitebenen führt. Der erfahrene Filmkonsument wird zwar recht schnell begreifen, wie der Hase läuft, aber durch die verschachtelten Zeitsprünge niemals im Vorfeld erahnen, welche Realität denn nun die Wirkliche ist. Mit diesem Werk hat sich Produzent Takashige Ishise (Interner Link"Ring", Interner Link"The Grudge") dank dem Inszenierungsstil von Norio Tsuruta selbst übertroffen. Der Film ist schlichtweg der Hammer und sollte in jeder guten Filmsammlung stehen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Infection
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.