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USA 2007
Originaltitel:Chicago Massacre: Richard Speck
Länge:88:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Michael Feifer
Buch:Michael Feifer
Kamera:Matt Steinauer
Musik:Andres Boulton
SFX:Catlin Stimpson
Darsteller:Corin Nemec, Andrew Divoff, Tony Todd, Debbie Rochon, Joanne Chew, Cherish Lee, Kelsey McCann, Caia Coley, Cameo Cara Martine, Samm Enman, Deborah Flora, Alexis Adkins
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.03.2009 (Verleih) / 09.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Am 14. Juli 1969 nimmt Richard Speck 9 Schwesternschülerinnen als Geiseln. Er foltert die Mädchen, macht sie psychisch fertig, vergewaltigt sie und tötet sie im Anschluss. Diese Tat geht als einer der blutigsten Massenmorde in die Geschichte der USA ein. Hier wird die wahre Geschichte rund um Richard Speck gezeigt. Wer war er, was trieb ihn an zu einem bestialischen Mörder zu werden.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 "Chicago Massacre: Richard Speck" weist deutliche Stilmitte auf, die eine objektive Bewertung schwer machen. Deutlich wird dies beim harten Kontrast, der sowohl in hellen als auch in dunklen Szenen Probleme bereitet. Besonders in dunklen Szenen fehlt es dem Bild an einer ordentlichen Detailzeichnung und Abstufung von Konturen. Das Überstrahlen in hellen Szenen hingegen kann nur als wenig störend empfunden werden. Bedingt durch den Kontrast als auch durch eine schwache Intensität wirken die Farbtöne nur selten natürlich, dennoch passt dieser Stil zum Film und schafft so eine passende Atmosphäre. Zwar ist die Vorlage frei von Defekten, doch macht sich ein starkes Rauschen bemerkbar, das sogar dafür sorgt, dass die ohnehin nur durschnittliche Schärfe noch zusätzlich negativ beeinflusst wird. Die Kompression macht sich zudem in einem geringen Maß bemerkbar. Letztendlich geht das Ergebnis für eine kleine Produktion jedoch in Ordnung.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton bietet eine gute Leistung, wenn die Dialoge auch etwas zu steril klingen. Probleme mit der Verständlichkeit entstehen nicht und ein paar Effekte und die Musik verteilen sich auch auf die hinteren Boxen, um etwas Räumlichkeit zu vermitteln. Anders sieht es beim englischen Original aus, das nahezu keine Surroundeffekte bietet und die Tonspur sehr frontlastig erscheinen lässt. Aber auch für diesen ist eine gute Verständlichkeit der Dialoge gegeben. Zur deutschen Dolby Digital 5.1-Spur gesellt sich als Alternative noch ein Stereoton, der technisch ähnlich klingt. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden.
 ++++--

Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Michael Feifer und Corin Nemec
  • Originaltrailer (0:57 Min)
  • Doku über Richard Speck (7:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Jack Brooks: Monster Slayer (1:56 Min.)
    • When Eagles Strike (1:31 Min.)
    • Speed Racer (1:05 Min.)
    • Wizard of Gore (2:36 Min.)
    • Confessions of a Pit Fighter (1:55 Min.)
    • Paragraph 78 (2:30 Min.)
    • Petrus (1:03 Min.)
    • Dark Floors (2:13 Min.)
    • Die Kreuzritter 4 (1:06 Min.)
    • Der Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Alien Agent (1:59 Min.)
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Pompei (2:29 Min.)
    • The Butcher (2:12 Min.)
    • Jackbutt: The TV Movie (2:19 Min.)
    • Alexander the Warrior (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben dem Originaltrailer befindet sich eine 8minütige Dokumentation über das wahre Leben von Richard Speck auf der DVD. Aufgrund der Laufzeit wird nur ein kompakter Überblick geschaffen, der sich hauptsächlich mit dem Massaker an den 8 Schwesternschülerinnen befasst. Herausgenommen wurde dieser Einblick aus der Dokumentation "Verbrechen des 20. Jahrhunderts" die von Movie Power in Deutschland erhältlich ist. Ferner gibt es noch einen Audiokommentar von Regisseur Michael Feifer und Hauptdarsteller Corin Nemec, der sehr informativ ausgefallen ist. Beide sind sehr sehr redselig und berichten offen über entstandene Schwierigkeiten beim Dreh dieser Low Budget-Produktion. Abschließend gibt es eine umfangreiche Trailershow mit kommenden oder schon erhältlichen Titeln aus dem Hause MIG.
 ++/---

Fazit
Wenn es darum geht, eine Biografie eines Serienkillers zu verfilmen, dürfte Michael Feifer genau der richtige Mann sein, denn genügend Erfahrungen hat er bereits sammeln können, wie seine Filmografie verrät. Seine Filme um Serienkiller aus verschiedensten Zeitepochen wissen durchaus zu gefallen, denn sie versuchen auf die realen Themen einzugehen, weswegen man Feifers Filme durchaus empfehlen kann. Bei "Chicago Massacre: Richard Speck" machen sich allerdings einige Probleme breit, die man nicht dem geringen Budget oder der knappen Drehzeit von nur 10 Tagen anlasten kann, sondern dem Schnitt und der Struktur des Films, die nicht wirklich überzeugt. Immer wieder wechselt Feifer von der Vergangenheit in die Gegenwart, was für offensichtliche Verwirrungen beim Zuschauer sorgen kann. Ein chronologischer Erzählfluss wäre wesentlich vorteilhafter gewesen. Auch für die Charakterisierung von Richard Speck wäre das deutlich angenehmer gewesen, da die jetzige Darstellung lediglich ein weiteres anonymes Monster entstehen lässt, ohne auf die Hintergründe für seine Taten einzugehen. Andererseits ist es eben jene Figur, die "Chicago Massacre: Richard Speck" so interessant macht - nämlich dank Darsteller Corin Nemec. Dessen Darbietung des brutalen Killers, dem nichts heilig ist und der nur spaßeshalber vergewaltigt, quält und tötet, überzeugt in allen Belangen. Ihm gelingt es, dem eiskalten Mörder Richard Speck Leben einzuhauchen und er lässt damit beim Zuschauer ein ungutes Gefühl aufkommen, das dafür sorgt, dass Speck zu keinem Zeitpunkt auch nur etwas Sympathie entgegengebracht werden kann. Selbst wenn er winselnd im Krankenhaus blutend auf einer Bahre gefesselt liegt, möchte man selbst dafür sorgen, dass diese Person niemals wieder etwas anrichten kann. Bei der Darstellung der Gewalttaten hält sich der Film meist zurück und lebt von Nemecs Spiel, wodurch das Thema weniger filmisch ausgebeutet wird, sondern man ein ordentliches Psychogramm eines Serienkillers zu sehen bekommt.

Hätte Michael Feifer einen ausgereiftere Struktur geschaffen, würde "Chicago Massacre: Richard Speck" sicherlich zu den besten Serienkiller-Biografien gehören, die jemals verfilmt worden wären. Allein durch die herausragende Leistung von Corin Nemec bietet der Film einen enormen Sehwert. Die DVD aus dem Hause MIG bietet eine ordentliche Qualität, die freilich wegen der Low Budget-Klasse keine Perfektion erreicht.



Bilder der DVD




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