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USA 1977
Originaltitel:End of the World
Länge:82:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:John Hayes
Buch:Frank Ray Perilli
Kamera:John Huneck
Musik:Andrew Belling
SFX:Harry Woolman
Darsteller:Kirk Scott, Sue Lyon, Christopher Lee, Liz Ross, Dean Jagger, Lew Ayres, Macdonald Carey, Simmy Bow, John Hayes, Roscoe Born, Kathe Cunha, Mary Daugherty, Evelyn Lipton, Jane Wilbur, Pat Wylie, Roscoe Born, Simmy Bow
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Wissenschaftler Dr. Andrew Boran empfängt seltsame Signale aus dem All. Ihm gelingt es, sie zu entschlüsseln und er findet heraus, dass sie Umweltkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche vorhersagen. Es scheint noch zwei weitere Empfangsstationen auf der Erde zu geben. Mit seiner Frau Sylvia macht er sich auf die Suche danach und stößt dabei auf ein Kloster, das von Pater Pegado geleitet wird. Der aber entpuppt sich als Anführer einer Alienrasse, die auf der Erde gestrandet ist und nun den Planeten in seiner ganzen Existenz bedroht ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die DVD von "Das Ende der Welt" sieht nicht übermäßig toll aus, weswegen es umso erstaunlicher ist, dass man nur selten analoge Defekte und Schmutzpartikel zu sehen bekommt. Die Probleme des Vorlage liegen an anderen Stellen, z.B. ist das Bild sehr dunkel geraten, wodurch bei Farbtönen die Natürlichkeit verloren geht. Bei der Schärfe könnte man fast sagen, dass alles ganz ordentlich ausschaut, wäre eine bessere Detailzeichnung vorhanden, denn einige Szenen wirken sehr weich. In dunklen Szenen sind kaum Details erkennbar und der Kontrast erscheint zu steil, so dass teilweise große Bildbereiche verloren gehen. Weiterhin tendiert der Schwarzwert ins Gräuliche. Hinzu kommt ein deutliches Rauschen und auch die Kompression lässt Artefaktbildungen zu. Alles in allem ein mäßiger Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Monoton hat gegenüber dem englischsprachigen Originalton (ebenfalls in Mono aufgespielt) die Nase vorn. Dies liegt an der klanglich frischeren Abmischung, die dafür sorgt, dass Dialoge sauber vom Center wiedergegeben werden. Dem O-Ton merkt man das Alter der Produktion deutlich an, da die Dialoge etwas blechern klingen, was zu Lasten der Natürlichkeit geht. In beiden Tonspuren ist eine durchgehende Verständlichkeit gegeben. Rauschen ist in beiden Sprachfassungen auszumachen, das in der deutschen Synchronfassung etwas stärker in Erscheinung tritt. Überlagerungen sind keine vorhanden, was der Homogenität der Abmischung zu verdanken ist. Untertitel gibt es dafür leider auch nicht.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Merlin - Die Rückkehr (1:18 Min.)
    • Jack Brooks - Monster Slayer (1:56 Min.)
    • Die Kreuzritter 4 - Das Gewand Jesu (1:06 Min.)
    • Der Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Alien Agent (1:59 Min.)
    • Petrus (1:03 Min.)
    • Pompei (2:29 Min.)
    • Dark Floors (2:13 Min.)
    • Speed Racers (1:05 Min.)
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Alexander - The Warrior (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Filmspezifische Extras sind nicht vorhanden, lediglich eine Trailershow ist vorzufinden.
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Fazit
Vor langer Zeit, als der Firmenname Full Moon Pictures noch in den Gehirnwindungen der späteren Gründer schlummerte, begab sich ein Mann daran die Welt mit unterhaltsamen Billigproduktionen, meist aus dem Horror- oder Science Fiction-Genre, zu erfreuen. Sein Name: Charles Band. Nicht jede seiner Produktionen konnte jedoch überzeugen; die Qualitäten reicht gar von echtem Schrott bis hin zu grandiosen und kurzweiligen Filmen. Die Geschichten sind meist sehr simpel und geradlinig. Einer dieser sehr einfach gestrickten Titel ist "Das Ende der Welt", für den sogar Christopher Lee engagiert werden konnte. Gerüchten zufolge soll dieser aber nur unter der Bedingung zugesagt haben, dass neben ihm weitere hochwertige Darsteller zu finden seien. Geworden ist daraus verständlicherweise nichts, denn scheinbar hatte sich Christoper Lee das Drehbuch nicht wirklich durchgelesen. Möglicherweise brauchte er dringend Geld, ansonsten hätte er sicherlich niemals zugesagt. "Das Ende der Welt" ist nämlich einer von Bands Filmen, die bis auf eine nette Schlusssequenz nichts zu bieten haben und selbst eingefleischten Trashfans zu banal erscheint. Es passiert einfach zu wenig, um gut unterhalten zu können, denn die beiden Hauptdarsteller laufen lediglich durch die Gegend ohne dass irgendetwas Spannendes passiert. Dabei ist der Grundplot der Geschichte nicht unbedingt schlecht, sondern nutzt lediglich das bekannte Muster einer Invasion durch Außerirdische.
Grund dafür ist, dass die Erde das restliche Universum durch Strahlungen bedroht, weshalb sich eine undefinierbare Rasse auf den Weg zur Erde macht. Ein Wissenschaftler erhält zufällig Signale jener Rasse über seinen Computer. Nach gründlicher Recherche findet er heraus, dass die Signale aus einem Kloster zu kommen scheinen. Als sich der Wissenschaftler mit seiner Freundin zu besagtem Kloster begibt, stellt er ziemlich schnell fest, dass der zuständige Priester und seine Nonnen nicht die Personen sind, für die man sie hält.
Interessant ist an der Geschichte, dass die Alienrasse, die für die Ausrottung der Menschen sorgen wird, diesmal nicht die wirkliche Bedrohung darstellt, weil ja die Menschheit selbst für Anfeindung sorgt. Wie man also als Zuschauer die Aliens einordnet, darf man frei entscheiden - wenn man bis zum Schluss durchhält. Lediglich in den letzten Minuten, wenn man innerhalb einer kurzen Sequenz das wahre Gesicht der Aliens zu sehen bekommt, entsteht ein Hauch von Spannung durch ein für die beiden Hauptdarsteller offen gehaltenes Ende. Letztendlich wird aber nichts Neues geboten, bzw. nichts, was man nicht schon zuvor in irgendeinen anderen Science-Fiction-Film gesehen hat. Wirklich interessant sind lediglich die kurzen Sequenzen der Naturkatastrophen, die scheinbar aus Archivmaterial bestehen, um den Film kostengünstiger zu halten. Der Zusammenhang zwischen den Katastrophen und der damit verbundenen Zerstörung der Welt durch die Außerirdischen wirkt dennoch etwas konzeptlos und ergibt, da nur kurz eine Verbindung gezogen wird, keinen wirklichen Sinn. Vielmehr hätte Band einen kontinuierlichen Handlungsablauf schaffen sollen, der sich mit der Invasion beschäftigt. Es interessiert den Zuschauer reichlich wenig, dass der Herr Wissenschaftler zwar die Meldung von den Aliens erhalten hat, doch stattdessen erstmal ein Schäferstündchen mit seiner Flamme vollzieht. So jagt eine Füllszene die nächste, um dann irgendwann zum "großen" Finale vorzustoßen. Band schafft es bei "Das Ende der Welt" einfach nicht, ein Konzept aufrecht zu erhalten und versinkt damit in Banalitäten und Naivitäten.

"Das Ende der Welt" ist zu belanglos und kann selbst durch die Anwesenheit von Christoper Lee nicht aufgewertet werden. Bands Film verschwindet ebenso schnell aus dem Gedächtnis, wie er von MIG veröffentlicht wurde. Es darf zwar bezweifelt werden, dass zu diesem Frühwerk der späteren Full Moon-Ikone eine noch bessere Qualität oder möglicherweise sogar Bonusmaterial auffindbar ist, jedoch wirkt die DVD auch so wie eine schnell auf den Markt geworfene Veröffentlichung, bei der die Trailershow das einzig wahre Highlight darstellt.



Bilder der DVD




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