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CAN, USA 2008
Originaltitel:Scourge
Länge:86:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Jonas Quastel
Buch:Jonas Quastel
Kamera:Corey Robson
Musik:Peter Allen
SFX:Artifex
Darsteller:Russell Ferrier, Robyn Ledoux, Nic Rhind, Jason Harder, Alan Legros, Marina Pasqua, Sharron Bertchilde, Paul Vigano
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:28.11.2008 (Verleih) / 05.12.2008 (Kauf)



Inhalt
Aus einem alten Kirchengemäuer entsteigt nach jahrhundertlanger Gefangenschaft ein mysteriöser Parasit, der sich umgehend menschliche Wirtskörper in einer amerikanischen Kleinstadt zu Nutze macht. Seine Opfer werden von dem Wesen dazu gezwungen, Unmengen an Nahrung aufzunehmen, bis sie im wahrsten Sinne des Wortes platzen. Der junge Scott muss mit ansehen, wie seine Ex-Freundin durch dieses gefräßige Monster ums Leben kommt. Zusammen mit Jesse, der Nichte des lokalen Sheriffs, versucht er, die furchtbare Plage aufzuhalten und zu vernichten. Doch der Parasit ist intelligent und gerissen und findet ein Opfer nach dem anderen. Ein aussichtsloser Kampf nimmt seinen Lauf, der sich über die ganze Stadt ausbreitet ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist, auch wenn es anamorph ist, etwas durchwachsen, letztlich aber nur 3,5 Punkte wert. Es sollte z.B. an vielen Stellen mehr Details offenbaren, die fast immer etwas untergehen, ohne wirklich Unschärfe zu erzteugen. Man sieht dem Film eben doch sein Budget an, was aber nicht heißen soll, dass man Unreinheiten zu sehen bekommt (abgesehen von einem nicht sehr aktiven Rauschen). Die Farben sind weitestgehend trist, weil dezent überhellt, was aber längst nicht für alle Momente zutrifft, da insgesamt doch eine passable Leistung erzielt wird. Auch beim Kontrast sind die Schwächen eher geringer Natur, denn nur der Schwarzwert könnte satter sein. Aber genug der Rumnörgelei, denn "Evil Inside" ist längst kein Problemfall auf DVD, sondern lässt sich mit leichten Abstrichen sehr gut anschauen.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Abmischungen sind beide sozusagen Standardware - aber sicherlich keine Schlechte! Wie so oft in diesem Bereich werden die hinteren Lautsprecher in grusligen oder actionorientierten Szenen sehr aktiv und auch lautstark angesteuert, ohne aber eine ortbare Richtung auszustrahlen oder mit fein aufgelösten Klängen zu überraschen. Um den Zuschauer etwas aufzuscheuchen, reicht es aber. Die Dialoge sind noch etwas flach, das ändert sich aber auch beim englischen O-Ton nicht, für den sich deutsche Untertitel zuschalten lassen. Ansonsten kann man davon ausgehen, dass es in den richtigen Momenten etwas rumst in der Bude und es an Klarheit auch nicht mangelt.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of der CGI-Effekte (1:45 Min.)
  • Behind The Scenes (1:12 Min.)
  • Storyboard (55 Seiten)
  • Trailer (1:02 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Borderland (2:18 Min.)
    • Deadly Game (1:57 Min.)
    • Brain Dead (1:26 Min.)
    • Frontiers (2:04 Min.)
    • Furnace (1:24 Min.)
    • Hatchet (1:38 Min.)
    • Run For Blood (1:56 Min.)
    • Someone Behind You (2:08 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die Extras sind etwas mager, was nicht an deren Anzahl, sondern der jeweiligen Laufzeit und den ebenso knapp bemessenen Inhalten liegt. Die Erarbeitung der CGI-Effekte wird relativ unspektakulär mittels ein paar halbfertig gerenderter Szenen in knapp 2 Minuten gezeigt, die Behind The Scenes bestehen aus ganzen drei Aufnahmen und die Storyboards sind etwas zu klein geraten, als dass man sich wirklich die Mühe machen würde, sie zu verfolgen und durchzulesen.
 +-----

Fazit
Vorsicht, die Körperfresser greifen wieder an! Dieses Mal wird durch den Brand einer Kirche ein vor 150 Jahren gefangenes Monstrum freigesetzt, das sich über den Bauchnabel in seinen Wirt einschleust und 6 Stunden nach dessen Befall sein nächstes Opfer suchen muss. In einer Kleinstadt, in der die Polizei genauso unfähig wie die Bewohner ahnungslos sind, ist das natürlich wie ein Festtagsmahl mit saftigem Kilosteak für den außerirdischen Krabbler, der sein an Gigers Aliens erinnerndes Fressmaul immer wieder in fremde Bäuche gräbt. Von der Sache Wind bekommen lediglich der Ex-Knacki Scott und seine Ex, deren Onkel leider der Sheriff ist und in Scott sogleich seinen Hauptverdächtigen gefunden hat. Wie das ausgeht, könnt ihr euch dann ja denken ...

Der mit einem platten Titel gebrandmarkte "Evil Inside" (was ist an "Scourge" falsch?) spult in etwa auf TV-Niveau das ab, was sein ebenfalls kanadischer Kollege mit Interner Link"Slithers" vor kurzem zeigen konnte. Nun ist "Evil Inside" aber weder C-Videoware (bzw. eine TV-Produktion), noch ein Film für die große Leinwand, sondern hängt irgendwo dazwischen. Grund dafür ist, dass sich bei solchen Filmchen relativ schnell inhaltliche Routine einsetzt - und wenn die nicht durch besondere Schauwerte überspielt werden kann, wird man sich als Zuschauer nicht gerade mitgerissen fühlen. Leider gelingt das "Evil Inside" wegen seines Standard-Setting, seiner Standarddialoge, seiner Standardschauspieler (nix sympathisches dabei) und seiner Standardhandlung aber nicht. Ein paar gute Ausreißermomente hat er, z.B. immer dann, wenn das mit zu wenig Screentime bedachte Unglück in Form des Tentakelmonsters seinen freien Lauf nimmt und dabei neben den CGIs noch ein paar Effekte (toll: die blutunterlaufenen Augen) parat hält, die dann aber leider zu wenig ausgekostet werden. Spannung entsteht dabei aber keine, weil sich "Evil Inside" dafür gar keine Mühe gibt. Normalerweise wird man ja mit plumben Schockmomenten nur so überschüttet, aber der hier ist da viel zu harmlos.

Moderaten Spaß kann man aber durchaus haben, denn schlecht gemacht ist die Jagd nach dem verdammt resistenten Viech, das 20 Minuten vor Filmschluss irrtümlicherweise für tot gelaubt wird, ja nicht. Höhepunkte sind beispielsweise der Rock'n'Roll-Fleischklops, der auf Nahrungssuche im Supermarkt randaliert und dafür einen "Kinnhaken" einstecken muss, oder wie man versucht, den Organismus mittels Stromschlägen aus dem Wirt zu locken. Auch das Intro, das kurz anreist, wie Mitte des 19. Jahrhunderts schon einmal ein Versuch unternommen wurde, der Situation Herr zu werden, präsentiert sich gut durchdacht und effektreich. Dann aber wieder schlägt die Einfallslosigkeit durch, die "Evil Inside" über die gesamte Spielzeit hinweg zu schaffen macht.
Würde ich als Vorfilm zu Interner Link"Slither" empfehlen, um eine deutliche Steigerung exemplarisch festzumachen. Ansonsten kann jeder mal reinschauen, der generell auf diese Sorte von "Extraterrestrischer Parasit befällt Kleinstadt"-Filmen steht.



Bilder der DVD




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