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RU 2006
Originaltitel:Proryv
Alternativtitel:War Fighter 2
Länge:83:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Vitaliy Lukin
Darsteller:Aleksandr Peskov, Oleg Shtefanko, Igor Lifanov, Anatoliy Kotenev, Aleksandr Klyukvin, Marina Mogilevskaya, Mariya Glazkova, Mariya Polikarpova, Pavel Galich, Aleksandr Pashkov
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Kaukasus im Jahr 2000. Russland hat alle wichtigen Verbindungswege nach Dagestan erobert. Einen der Stützpunkte besetzt Leutnant Stozharov mit 92 Männern seiner Fallschirmjäger-Truppe, Elite-Soldaten des Korps. Was Leutnant Stozharov, Feldwebel Cheremschanov und seine Soldaten nicht wissen, islamistische Terroristen bewegen sich auf ihre Stellung zu: 2000 Kämpfer die zu allem bereit sind ...
Für die russische Truppe beginnt ein Kampf ums nackte Überleben. Kann dieses kleine Grüppchen die Terroristen zurückschlagen und den Verbindungsweg versperren?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität von "War Fighter 2" geht in Ordnung, hätte aber, weil es eine neue Produktion ist, durchaus hochwertiger ausfallen können. Es wird einiges an Potenzial verschenkt, was möglicherweise auch an den russischen Produktionsumständen liegen mag. Zuerst fällt die allenfalls durchschnittliche Schärfe auf, deren Detailzeichnung solide Werte liefert, das Bild aber stellenweise etwas weich erscheinen lässt und somit keine Feinheiten zulässt. Die Farben wirken etwas unnatürlich, was an einem deutlichen Rotstich liegt, der besonders bei Hauttönen gut zu erkennen ist. Die restlichen Farben hinterlassen meist einen zufrieden stellenden Eindruck. Der Kontrast neigt in hellen Bildbereichen zum Überstrahlen und ein leichtes Rauschen ist erkennbar, wirkliche Störfaktoren sind dies aber nicht. Ansonsten ist das Bild frei von Defekten und auch die Kompression arbeitet, von kleineren Unruhen innerhalb homogener Flächen abgesehen, völlig akzeptabel.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Russisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Track gefällt auf Anhieb, was der dynamischen Abmischung zu verdanken ist. Wie es sich für einen Actionfilm bzw. Kriegsszenario gehört, kracht es ordentlich aus den Boxen. Für eine räumliche Klangkulisse sorgen gut platzierte direktionale Effekte, wie z.B. Hubschrauber, die sich ihre Flugstrecke quer durch die Boxen bahnen, oder diverse MG-Gewitter bei Auseinandersetzungen. Die Dialoge sind sehr gut zu verstehen und sauber abgemischt, wirken aber etwas zu frontbezogen. Der russische Originalton ist etwas natürlicher in den Dialogen, weist ansonsten aber keine weiteren Vorteile gegenüber der deutschen Synchronisation auf. Zudem befinden sich eine deutlich schwächere, deutsche Dolby Surround-Spur und deutsche Untertitel auf der DVD.
 ++++/-

Extras
Extras
  • Making Of (44:09 Min.)
  • Drei Dicke Tschetchenen (5:54 Min.)
  • Bildergalerie (23 Bilder / 1:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Jack Brooks: Monster Slayer (1:56 Min.)
    • When Eagles Strike (1:31 Min.)
    • End of the Line (1:46 Min.)
    • Alien Agent (2:59 Min.)
    • Wizard of Gore (2:36 Min.)
    • Chicago Massacre (0:57 Min.)
    • Paragraph 78 (2:30 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht aus einer Bildergalerie und einem 44minütigen Making of, das sicherlich interessant ausgefallen ist und neben einem Blick hinter die Kulissen auch sehr viele an dem Film Beteiligte zu Wort kommen lässt. Leider hat MIG keine deutschen Untertitel zur Verfügung gestellt und beließ alles in russischer Sprache, was für einige Zuschauer schwierig werden könnte. Mangels Russischkenntnisse konnten nur die Bilder für sich sprechen und die vermittelten zumindest einen ordentlichen Eindruck. Einen echten Mehrwert bietet der Fake-Trailer "Drei dicke Tschetschenen", in dem das MIG-Hauptgespann Ingo Trendelbernd und Michael Nezik in den Krieg zogen, um den Feind das fürchten zu lehren. Hinter dem Trailer befindet sich noch ein Mini-Making of. Weitere Trailer zu kommenden oder schon erhältlichen Titeln dürfen zusätzlich in einer Trailershow bewundert werden.
 ++----

Fazit
"Wenn man stirbt ist es egal, es kommt darauf an, wie man stirbt! Hauptsache ehrenvoll!"

Eine deutsche Übersetzung für den Originaltitel zu finden schien wohl nicht möglich, und da die Geschichte, die Regisseur Vitaliy Lukin zu erzählen hatte, auf jener beruht, die auch Interner Link"War Fighter" nutzte, nannte MIG ihre neueste Veröffentlichung aus russischen Gefilden eben "War Fighter 2". Erinnerungen an die gute alte deutsche Titelschmiede werden hierbei wach, als Filme in Deutschland zu Fortsetzungen deklariert wurden, obwohl sie mit dem eigentlichen Film bis auf eine ähnliche Struktur nichts gemein hatten.

Die wahre Geschichte um 92 Fallschirmjäger, die sich gegen mehr als 2000 Terroristen zur Wehr setzen mussten, setzt in dieser Variation von vornherein auf einen hohen Actionanteil. Freunde von Actionfilmen werden demnach voll auf ihre Kosten kommen, denn es wird gefeuert, was das Magazin hergibt. Dies kommt allerdings nicht den Figuren zugute, denn die sind fast ausschließlich als Kanonenfutter angelegt. Nur einem kleinen, ausgewählten Kreis der Truppe wird etwas Charakter verliehen und man bekommt ein wenig Hintergrundwissen über die Personen, wobei dies eher selten der Fall ist. Auch ist die Darbietung der Schauspieler nicht wirklich überzeugend, was für einige unfreiwillig komische Momente sorgt. Besonders hervorzuheben ist die lächerliche Nahkampf-Tanzeinlage zwischen einem Russen und einem Terroristen, die nicht nur unglaubwürdig, sondern absolut lächerlich wirkt.

Ob wirklich ein echtes Drehbuch vorhanden war, darf etwas bezweifelt werden. Es sieht eher nach einer Aneinanderreihung von Szenenabfolgen aus, die im gleichen Kontext stehen. Ein weiteres Manko ist der extreme russische Patriotismus, der selbst den der Amerikaner übersteigt. Etwas mehr Feingefühl wäre förderlich gewesen, was dann aber vielleicht zu Lasten der Action gegangen wäre. Es ist auch jederzeit das geringe Budget spürbar, welches dem Film zur Verfügung stand. Gerade wenn Panzer oder Helikopter im Bild sind, erhofft sich der Zuschauer, dass diese in die Gefechte mit einbezogen werden; sie dienen letztlich aber nur zum Transport. Die Feuergefechte sind dafür ordentlich in Szene gesetzt und bieten alles, was dem Budget entsprechend machbar gewesen ist. Leider fallen sie überraschend blutleer aus, denn meist ist nur ein kleiner roter Klecks an der Einschussstelle sichtbar - wenn überhaupt.

Wenn man Dramaturgie nicht benötigt und sich lediglich an Actionszenen mit etwas Nebenhandlung erfreuen kann, ist man mit "War Fighter 2" bestens bedient. Ohne Kompromisse und mit sichtlichem Patriotismus ziehen die Russen abermals in den Film-Krieg, um dem bösen Feind ein paar Kugeln zu verpassen. Das alles steht unter dem Vorwand einer tatsächlich zugetragenen Geschichte, was allerdings nur eine fadenscheinige Ausrede für eine Aneinanderreihung von Kriegssituationen ist. Technisch ist die DVD solide produziert und demnach jedem Filmfreund, der sein Hirn für gut 80 Minuten beiseite legen kann, empfohlen. Geschichtsfanatiker sollten lieber auf Interner Link"War Fighter" zurück greifen.



Bilder der DVD




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