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USA 1993
Originaltitel:Dracula Rising
Alternativtitel:Corman's Dracula
Länge:76:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Fred Gallo
Buch:Rodman Flender, Daniella Purcell
Kamera:Ed Tomney
Musik:Ivan Varimezov
SFX:Leftera Nedeva
Darsteller:Christopher Atkins, Stacey Travis, Doug Wert, Vessela Karlukovska, Nikolai Sotirov, Zahari Vatahov, Desi Stoyanova, Stancho Stanchev, Nelli Vladova, Tara McCann
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:19.03.2008 (Kauf)



Inhalt
Dracula will die Seele der hübschen Theresa retten, denn sie ist die Reinkarnation der Geliebten, die er, damals noch Mönch, auf dem Scheiterhaufen verloren hat. Nun ist sie in der Gestalt einer Restauratorin in sein Schloss gekommen - auf Geheiß eines blutsaugenden Mönchsbruders, der sie beißen will.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität des von Roger Corman produzierten B-Movies ist gerade noch als durchschnittlich anzusehen. Man hätte allerdings deutlich mehr erwartet von einem Film aus dem Jahre 1993. Die Farbgebung ist die meiste Zeit über sehr stimmig, doch gibt es immer wieder Szenen, die in ihrer Intensität nachlassen und etwas ausgeblichen wirken. Der Kontrast ist in dunklen Szenen zu steil und sorgt dafür, dass ganze Bildbereiche verschluckt werden. Allgemein ist das Bild sehr dunkel gehalten, wodurch auch helle Szenen bei Tageslicht nicht optimal wiedergegeben werden. Begründet werden diese Mankos durch eine schlechte Ausleuchtung und fehlendes Colortiming, das diese Differenzen nicht ausgleicht. Weiterhin leidet das Bild unter einem starken Rauschpegel und deutliche Schwächen in der Schärfe. Besonders die schwache Detailzeichnung sorgt dafür, dass das Bild wie durch einen Weichzeichner dargestellt wird. Möglicherweise ist dies als Stilmittel zu verstehen oder der Rauschpegel war noch stärker und wurde durch Filtereinsatz geglättet. Überzeugende Argumente können beide Variationen nicht liefern. Gelegentlich treten noch kleinere Verschmutzungen auf, die aber die Bewertung nicht zusätzlich beeinträchtigen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Monoton ist sehr dumpf und wird von einem kontinuierlichen Rauschen begleitet. Probleme bei der Verständlichkeit sind jedoch nicht gegeben. Die Abmischung klingt ansonsten ordentlich, so dass Geräusche und Musik gut mit den Dialogen harmonieren. Der Originalton in englischer Sprache klingt natürlicher, ist aber etwas leiser. Auch hier ist ein leichtes Rauschen vorhanden, welches ebenfalls als nicht störend empfunden wird. Untertitel sind keine vorhanden.
 +/----

Extras
Extras
  • Vorwort von Roger Corman (0:30 Min.)
  • Originaltrailer (1:32 Min.)
  • Trailershow:
    • Merlin - Die Rückkehr (1:18 Min.)
    • Jack Brooks - Monster Slayer (1:56 Min.)
    • Die Kreuzritter 4 - Das Gewand Jesu (1:06 Min.)
    • Der Pakt der Bestien(1:39 Min.)
    • Alien Agent (1:59 Min.)
    • Petrus (1:03 Min.)
    • Pompei (2:29 Min.)
    • Dark Floors (2:13 Min.)
    • Speed Racers (1:05 Min.)
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Alexander - The Warrior (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Originaltrailer und ein kurzes Vorwort von Roger Corman zum Film sind als Extras vorzufinden. Das Vorwort wird jedoch nur gezeigt, wenn der Film vom Hauptmenü aus gestartet wird. Eingebrannte deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. Innerhalb einer Trailershow werden noch weitere Titel des Anbieters vorgestellt.
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Fazit
Pünktlich zur Ankündigung von Francis Ford Coppola, sich der Stokerschen Romanvorlage "Dracula" anzunehmen, produzierte Roger Corman in diesem Fahrwasser seine Antwort auf den wieder in Mode gekommenen Vampirfilm. Für die Regie zeichnete Fred Gallo verantwortlich und für die Hauptrolle stand Christopher Atkins ("Die blaue Lagune") zur Verfügung. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit nannte man schlicht "Dracula Rising", welcher in Deutschland nur noch "Cormans Dracula" heißen sollte.
Viel aus der Romanvorlage von Bram Stoker ist aber nicht vorzufinden und einen echten Dracula, wie es der Titel vorgaukeln möchte, gibt es auch nicht. Zwar bietet die Story eine Liebesgeschichte zwischen einer Sterblichen und einem Vampir und auch den Namen Vlad Tepes hört man des Öfteren, das waren aber auch schon die einzigen Verbindungen. Ebenso wird der Horror-Aspekt stark in den Hintergrund gestellt, um einen ruhigen und bemüht romantischen Vampirfilm abzuliefern. "Cormans Dracula" ist wirklich sehr ruhig gehalten, trotzdem zieht sich die kurze Laufzeit ungemein und schnell kommt Langeweile auf. Zu verantworten hat dies zuerst der Drehbuchautor, der die Geschichte sehr einfallslos bzw. ohne Wendungen relativ geradlinig gegen die Wand fährt. Dann kommen die Darsteller, allen voran Christopher Atkins, der als Blutsauger wirklich eine schaurige Leistung abgibt - leider negativen Sinne. Auch Stacy Travis als weibliche Hauptdarstellerin hätte lieber in einem Marionettentheater mitspielen sollen, dort wäre die hölzerne Darstellung zumindest nicht aufgefallen. Einzig Doug Wert gelingt es, etwas Diabolisches in seiner Rolle als Atkins Gegenspieler aufkommen einzubrigen, doch auch seine Leistung kann nur wenig überzeugen. Dass "Cormans Dracula" sehr preiswert gehalten wurde, dürfte bei dem Namen Roger Corman klar sein; dass im billigen Bulgarien gedreht wurde, wäre auch kein Problem, da die Kulisse einiges hergibt und von Kameramann Ed Tomney optisch zumindest ansprechend eingefangen wurde. Gallo schafft es allerdings zu keinem Zeitpunkt, sich die Kulisse zu Nutzen zu machen und lässt den gesamten Film wie eine billige Soap-Folge aussehen, die weder über Höhen noch Tiefen verfügt, wodurch die Protagonisten dem Zuschauer völlig egal sind. Corman wird man den schwarzen Peter vermutlich nicht zuschieben können, da er wohl wie üblich nur das Geld zur Verfügung stellte und die Crew über den Teich fliegen ließ, um zu drehen. Wer auf eine Billigversion von Coppolas Interner Link"Dracula" gehofft hat, wird somit enttäuscht werden.



Bilder der DVD




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NewsMIG veröffentlicht "Corman's Dracula"
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