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USA 1949
Originaltitel:Africa Screams
Alternativtitel:Abbott und Costello auf Safari
aka. Abbott und Costello in Afrika
aka. Abbott and Costello in Africa
aka. Abenteuer in Afrika
aka. Verrücktes Afrika
Länge:75:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Charles Barton
Buch:Earl Baldwin
Kamera:Charles Van Enger
Musik:Walter Schumann
SFX:Carl Lee
Darsteller:Bud Abbott, Lou Costello, Clyde Beatty, Frank Buck, Max Baer, Buddy Baer, Hillary Brooke, Shemp Howard, Joe Besser, Burt Wenland, Charles Gemora, Arthur Hecht
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:03.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Mit einer alten Landkarte im Gepäck sind Abbott & Costello auf Safari ins tiefste Afrika. Es gilt, einen sagenumwobenen Schatz zu bergen, der ihnen unermesslichen Reichtum verspricht. Doch kaum haben sie den ersten Fuß auf den schwarzen Kontinent gesetzt, bricht das Chaos los. Gefräßige Krokodile, blutrünstige Menschenfresser und die schrecklichsten Gefahren lauern hinter jeder Palme. Aber das sind nur lästige Begleiterscheinungen, wenn da nicht dieses liebeskranke Gorillaweibchen wäre ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Es befinden sich zwei Filmfassungen auf der DVD: die Originalfassung in schwarz/weiß und die nachcolorierte Version. Letztere wird allerdings nur als Bonus betrachtet, wodurch sich unsere Bildbewertung lediglich auf die Schwarzweißfassung bezieht. Auf die Bonusfassung gehen wir unter Extras weiter ein. Dem Alter entsprechend ist die Bildqualität ziemlich gut und lässt so schnell das desaströse Bild der ersten Veröffentlichung innerhalb der "Classic Edition" (Interner Link"Abbott & Costello unter Piraten") von Savoy Film vergessen. Die Schärfe befindet sich auf einem guten Niveau und bietet eine ordentliche Detailzeichnung. Auch der Kontrast kann sich sehen lassen und sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis, was bei einem Schwarzweißfilm ein wichtiger Aspekt ist. Ein leichtes Bildrauschen ist vorhanden, das aber beim Schauen nie wirklich stört. Die Kompression leistet eine durchweg gute Arbeit, macht sich jedoch in hellen Bereichen durch leichte Kompressionsartefakte und Blockrauschen bemerkbar. Dafür sind nahezu keine analogen Defekte oder Verschmutzungen zu beklagen, was angesichts des Alters schon erstaunlich ist.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Tontechnisch darf man bei so einem alten Film nicht viel erwarten, doch können die begrenzten Möglichkeiten einer Monoabmischung überzeugen. Die Dialoge sind gut verständlich, klingen sehr klar und harmonieren in der Abmischung mit Musik und Effekten. Anders sieht es beim Originalton aus, der sehr dumpf und stellenweise etwas blechern mit leichten Verzerrungen erklingt. Demnach ist die Verständlichkeit auch nicht immer einwandfrei, was zum einen der Natürlichkeit schadet und zum anderen auch den Filmgenuss schmälert. Störgeräusche sind keine vorhanden, dennoch ist ein leichtes Rauschen in beiden Tonspuren zu bemerken, welches in der Originalfassung stärker, wenn auch nicht störend in Erscheinung tritt. Deutsche Untertitel sind nicht vorhanden, in Anbetracht der gelungenen deutschen Tonspur aber auch als nebensächlich einzustufen, denn lediglich O-Ton-Fetischisten werden das möglicherweise bemängeln. Von der deutschen Synchronisation soll es zwei Fassungen geben, welche aber den Weg auf diese DVD gefunden hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Aufgrund der guten Tonqualität steht aber die Vermutung nahe, dass es sich um die neuere Synchronisation und nicht um die alte Kinosynchronisation handelt.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:26 Min.)
  • Nachcolorierte Filmfassung (77:24 Min.)
  • Trailershow:
    • Der nackte Krieg (2:41 Min.)
    • The Last Man on Earth (3:45 Min.)
    • The Bat (2:29 Min.)
  • Wendecover
VerpackungKeepCase
 Wirklich viel an Bonusmaterial war nicht zu erwarten, und so darf man sich über den Originaltrailer, die nachcolorierte Filmfassung und ein Wendecover, welches das Originalmotiv als Alternative bietet, freuen. Die Bildqualität der Farbfassung, welche im Jahre 2002 erstellt wurde, ist großteils mit der Schwarzweißfassung identisch. Lediglich die Zugabe der Farben sorgt für einen erkennbaren Unterschied. Die Nachcolorierung ist weitestgehend gelungen, dennoch merkt man, dass die Farbkomponenten nachträglich erstellt wurden, da nicht jede Szene natürlich wirkt. Dennoch kann das Endergebnis überzeugen. Der Lauflängenunterschied zwischen den Fassungen entsteht duch weitere Angaben in den Credits bei der nachcolorierten Fassung. Inhaltlich sind beide identisch. Drei weitere Trailer zu Klassikern runden das Bonusmaterial schließlich ab.
 +-----

Fazit
Nachdem Savoy Film das tollpatschige Duo Interner Linkzu den Piraten schickte, dürfen sich Abbott und Costello in Afrika austoben. Doch bevor es soweit ist, erhalten sie erst einmal den Auftrag, eine Karte zu zeichnen, die sich als Schatzkarte herausstellt und zu einem Haufen Diamanten führt. Zufällig fand Costello diese in einem Buch über Afrika, das die beiden Buchhändler in ihrem Laden fanden. Für jene Karte wird ihnen eine sehr hohe Geldsumme versprochen und so treffen sich Abbott und Costello am Abend mit der Verkäuferin, die den beiden wegen ihres tollen Angebots etwas suspekt ist. Die Anzeichen häufen sich, dass viel mehr hinter dem Ganzen steckt als die beiden erfahren sollen und als Abbott noch ein Gespräch belauscht, in dem es um Diamanten geht, ist die Sachlage sofort geklärt. Beide wollen nun mit nach Afrika, um selbst den Schatz zu bergen.
Von nun an wird jedes Klischee, das ein Abenteurerfilm der damaligen Zeit zu bieten hatte, ausgelotet: wilde Tiere, Kannibalen und Diamanten. Der größte Fallstrick für das Duo ist aber mal wieder die eigene Dummheit, denn alles, was nur schief gehen kann, geht auch schief. So werden Warnhinweise missachtet, wodurch Krokodile ihren Spaß mit dem übergewichtigen Costello bekommen, bis sich schließlich eine seltene Menschenaffenart in Costello verliebt und ihm hilfreich zur Seite steht. Ansonsten wäre das dynamische Duo längst auf der Speisekarte von Kannibalen gelandet.

Regisseur Charles Barton hat mit "Abbott & Costello auf Safari" einen wirklich gelungenen Beitrag rund um das Komikerduo geschaffen. Ohne Zweifel gehört dieser Film zu den besten der Beiden und kann auf voller Länge für gute Laune sorgen. Es gibt Slapstick am laufenden Band und auch die Wortduelle zwischen Abbott und Costello fordern die Lachmuskeln. Trotz Studiokulisse ist das Urwaldflair sehr gut eingefangen worden. Lediglich beim Affen merkt man schnell, dass sich ein Schauspieler unter dem Kostüm befindet - aber was soll's, der Film ist schließlich von 1949. Als Ausgleich gibt es auch echte Tierszenen mit Löwen, für die extra die zwei ehemaligen Dompteure Clyde Beatty und Frank Buck in einer Nebenrolle besetzt wurden.

Die Veröffentlichung von "Abbott & Costello auf Safari" ist ein grandioser Urwaldspaß, bei dem Charles Barton, Bud Abbott und Lou Costello so ziemlich alle Themen des damaligen Abenteuerfilms wunderbar durch den Kakao ziehen dürfen. Trotz des hohen Filmalters überzeugt sowohl die technischen Aufarbeitung der DVD als auch der Filminhalt völlig. Bleibt zu hoffen, dass Savoy Film auch Interner Link"Abbott & Costello treffen Frankenstein" lizensieren können, denn dieser ist ohne Zweifel der absolute Kultfilm des Komikerduos.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Abbott & Costello unter Piraten (Classic Edition)
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