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CAN 2007
Originaltitel:Chair, The
Alternativtitel:Hush
Länge:84:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Brett Sullivan
Buch:Michael Capellupo
Kamera:Kiarash Sadigh
Musik:Kurt Swinghammer
SFX:C.O.R.E. Digital Pictures
Darsteller:Alanna Chisholm, Lauren Roy, Nick Abraham, Paul Soren, Nickolas Tortolano, Adam Seybold, David Kim, Michael Capellupo
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.01.2009 (Verleih) / 27.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Um mit etwas Abstand ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, mietet die junge Studentin Danielle ein abgelegenes viktorianisches Landhaus. Doch das alte Gebäude birgt ein düsteres Geheimnis, das Danielle immer mehr verwirrt. Um ihrer Schwester Anna zu beweisen, dass sie sich die seltsamen Geräusche und Umstände in dem düsteren Gemäuer nicht nur einbildet, beginnt sie damit, sich mit der Vergangenheit des Hauses zu beschäftigen. Sie findet heraus, dass dort vormals ein brutaler Kindermörder namens Edgar Crowe sein Unwesen trieb und vermutet, dass dessen untote Seele durch diese Residenz spukt. Doch schon längst hat sich Crowe der jungen Frau bemächtigt und benutzt sie als Gehilfin zum Bau eines grausamen Folterinstruments. Anna sieht sich nun der Herausforderung gegenübergestellt, diesen Horror zu beenden - ohne das Leben ihrer Schwester in Gefahr zu bringen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Schnell wird ersichtlich, dass "The Chair" auf DV gedreht wurde, was der Farb- und Kontrastdarstellung natürlich nicht sonderlich zuträglich ist, wie beispielsweise die farblich zu hellen, aber nur dezent überstrahlenden Szenen vor dem Haus zeigen. In dunklen Szenen bleibt das Bild bestens erkennbar, nur fehlt es ein wenig an kräftigen Tönen und einem satten Schwarz. Wirklicher Kritikpunkt der DVD ist aber eher das Bildformat, das vertikal gestaucht aussieht, was die Figuren etwas breiter aussehen lässt, als sie es wirklich sind. 2,00:1, wie es auf dem Cover angegeben ist, ist es definitiv nicht, aber auch das falsch aussehende 1,78:1 ist noch zu breit. Wenn man es ein wenig probeweise entzerrt, könnte 1,66:1 am ehesten hinkommen. Auch die ruckligen Bewegungen in ein paar kurzen Einstellung (z.B. der Blick auf die Schwester als sie das 1. Mal das Haus verlässt) scheinen etwas sonderbar. Mit der Kompression oder Rauschen hat die DVD überhaupt keine Probleme, dafür ist die Schärfe aber auch nur ein wenig über dem Durchschnitt. Besonders die Konturen müssten ein wenig besser herausgearbeitet werden. Somit ein Ergebnis, dass einer Low Budget-Produktion würdig, dafür aber nicht überragend ist.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der Dolby Digital 5.1-Modus, der für deutsche und englische Sprache zur Verfügung steht, scheint mir etwas übertrieben. Vielleicht sind einige Kunden mittlerweile dermaßen beeinflusst von technischen Hype, dass sie nichts mehr anfassen, was kein Surround-Siegel vorzuweisen hat, bei Filmen wie "The Chair", die sich aber beinahe ausschließlich auf der Front abspielen, hätte Stereo aber auch gereicht. Die hinteren Lautsprecher schweigen sich nämlich in all jenen Szenen aus, in denen man ihren Einsatz lautstark erwarten würde. Dabei ist der Klang durch und durch ordentlich und kann auch trotz der Frontalbeschallung fesseln, da für Bass, Höhen und ein moderates Maß an Dynamik gesorgt ist. Auch die Dialogspur ist sauber und Untertitel gibt's obendrein.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Behind The Scenes (17:46 Min.)
  • M. Zymytryk kommt zurück (3:42 Min.)
  • Trailer (1:21 Min.)
  • Trailershow:
    • Body (1:42 Min.)
    • Gong Tau (1:56 Min.)
    • Guard Post (2:15 Min.)
    • Hong Kong Dangerous (1:16 Min.)
    • Invitation Only (2:51 Min.)
    • Manhunt (1:38 Min.)
    • Nuit Noire (2:27 Min.)
    • Place Of Darkness (1:51 Min.)
    • The Wig (2:29 Min.)
    • Weirdsville (2:52 Min.)
  • Weblink
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Über eins muss man sich vorweg klar sein: Auf eine Eindeutschung wird im Bonusmaterial leider verzichtet. Bei den "Behind The Scenes" ist das trotz einiger Texteinblendungen nicht weiter schlimm, denn die Vorbereitungs- und Dreharbeiten sind auch so sehr interessant. Beim Audiokommentar mit Regisseur Brett Sullivan, Produzent Douglas Patterson und Autor Michael Capellupo wiegt das schon schwerer, denn besonders Sullivan hat jede Menge zu erzählen, z.B. das in seinem eigenen Haus gedreht wurde. Er geht wie schon im Making Of ins Detail und erzählt z.B., welches Equipment er verwendet hat. Wer nicht ein wenig sattelfest in Englisch ist, der guckt (oder hört) leider in die Röhre. Unter dem Menupunkt "M. Zymytryk kommt zurück" versteckt sich die lange Version jenes altertümlichen Videos, dass die Protagonistin sich im Film anschaut. Dazu kommen dann noch ein paar Trailer, u.a. der zu "The Chair".
 ++/---

Fazit
"The Chair" als Titel und in der Aufmachung des Covers lässt vermuten, es würde sich hauptsächlich um ein sehr perfides Mordgerät handeln, das zentral im Kreis des Schreckens steht. Stattdessen ist dieser Stuhl aber nur ein geringer Teil des Ganzen in diesem modernen, aber gleichzeitig schön altmodischen Geisterhausfilm. In ein solches zieht eine hübsche, junge Studentin ein, die ihre einstige Nervenkrankheit - wie schwer die auch immer gewesen sein muss - nun im Griff zu haben scheint. Das altmodisch gebaute Gebäude jedoch, das wie in Interner Link"Amityville Horror" durchaus zu einer vollwertigen Nebenfigur anwächst, steht des Nachts nicht still und bringt ihre Bewohnerin um den Schlaf. Deren Schwester eilt zwar zur Hilfe, sieht sogar mit eigenen Augen einige der Geisteraktivitäten, kann aber trotzdem nicht ganz glauben, dass es sich dabei um übernatürliche Phänomene handelt - die Angst, sich selbst die Wahrheit einzugestehen, ist wohl viel größer als vor dem Spuk, den sie miterlebt.
"The Chair" ist kein Interner Link"Poltergeist", bei dem die Besitzer aus dem Haus gejagt werden soll (auch wenn einige schön gruslige Szenen an diesen erinnern mögen), sondern ein Rätselraten um einen schrecklichen Zwischenfall, der vor 100 Jahren in diesen Mauern stattfand. Das klingt zwar etwas abgedroschen, wenn die Lebenden gleich einer Jubiläumsfeier von den Toten wieder eingeholt werden, ist bei dieser Kleinproduktion aber ansprechend verpackt. "The Chair" hält die Tradition von Filmen aufrecht, die von Anfang an auf eine (tödlich) ernste Stimmung, vehemente, aber nie greifbare Bedrohung und wenige Charaktere setzen. Die jungen Figuren verhalten sich erwachsen, sind aktiv am Geschehen beteiligt und nicht nur Spielball der Ereignisse, was den Sehspaß steigert. Zwar gibt es ein paar grobe Ungereimtheiten (100 Jahre alte Videoaufnahmen und das blasse Ende), aber die sollen nicht weiter von den Wesenszügen des Werkes ablenken, da einige starke Gruselszenen und eine kameratechnisch professionelle Umsetzung geboten werden. Lediglich der etwas zu sehr in die Länge gezogene Spannungsaufbau macht noch mit drauf aufmerksam, dass nicht alles perfekt ist - aber das erwartet auch keiner.

Besonders die Rückblenden in die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden dem Gruselbegeisterten genügend Nahrung bieten. Trotz der Ankündigung des Rück-Covers, dass eine bekannte SFX-Schmiede "The Chair" veredeln durfte, greift der Film letztlich sehr selten auf solche Stilmittel zurück. Ein schwebender Stuhl, sich von Geisterhand bewegende Gegenstände und ein paar rauchige Schwaden dürften es schon gewesen sein, sind aber stets perfekt umgesetzt. Der Käufer dieses Films ist ohnehin mehr auf subtilen Schrecken als auf eine Effektflut aus. Schaut's euch also bitte mal an, könnte sich lohnen.



Bilder der DVD




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NewsI-ON bringt "The Chair"
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