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USA 1968
Originaltitel:Night of the Living Dead
Alternativtitel:Night of the Flesh Eaters
aka. Night of Anubis
aka. Flesh Eaters, The
aka. Monster Flick
aka. Noche de los muertos vivientes, La
aka. Noche de los muertos vivos, La
aka. Notte dei morti viventi, La
aka. Nuit des morts vivants, La
Länge:91:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:George A. Romero
Buch:John A. Russo, George A. Romero
Kamera:George A. Romero
SFX:Tony Pantanello, Regis Survinski, Hardman Associates
Darsteller:Duane Jones, Judith O'Dea, Karl Hardman, Marilyn Eastman, Keith Wayne, Judith Ridley, Kyra Schon, Charles Craig, S. William Hinzman, George Kosana, Bill 'Chilly Billy' Cardille, Russell Streiner
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:30.01.2009 (Kauf)



Inhalt
Als die Geschwister Johnny und Barbra das Grab ihres Ahnen besuchen, wird Barbra von einem merkwürdigen Mann angefallen. Johnny eilt ihr zu Hilfe, wird dadurch jedoch selbst Opfer des Angreifers. In ihrer Panik gelingt es Barbra zu fliehen. Sie erreicht ein Farmhaus, wo sie auf Ben trifft, der sich dem Ernst der Lage zu stellen versucht und das Haus abriegelt. Nicht nur Barbra hatte eine unliebsame Begegnung: Über Radio und Fernsehen erfahren die beiden, dass offensichtlich die Toten auferstanden sind und nun nach Menschenfleisch gieren. Doch damit nicht genug, kurz darauf stellen sie fest, dass sie nicht allein im Haus sind ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild, s/w)
NormPAL
 Die OFDb listet bereits über 30 verschiedene Veröffentlichungen dieses Filmes allein auf DVD, da dürfte es also mittlerweile schwer fallen, beispielsweise beim Bild noch etwas sonderlich Überraschendes zu präsentieren. CMV hat nun aber bei allen ihren Neuauflagen das Ziel gesetzt, eine technisch aufgearbeitete oder zumindest im Top-Feld mitspielende DVD zu erstellen (vgl. die DVD zu Interner Link"Re-Animator"), was natürlich auch hier gelingt. Es wird im internationalen Vergleich zwar nicht das schärfste Bild geboten, aber davon ist der 1968er Film hier nicht weit entfernt. Sehr überzeugend ist die Rausch- und Schmutzfreiheit, denn das originale Vollbild in Schwarzweiß lässt zumindest an diesen Punkten sein Alter nicht erkennen. Die nach heutigen Standards etwas weiche Detaildarstellung lässt trotzdem keine Wünsche offen und es sind weder Anzeichen von Verschlieren noch von helligkeitsbedingten Überstrahlungen ersichtlich. Auch der Kontrast hat sich gegenüber anderen VÖs des deutschsprachigen Raumes noch einmal ein wenig verbessern können, was die Atmosphäre zusätzlich anheizt - schließlich spielt ein Großteil des Filmes im Dunklen und da möchte man auch ordentlich was erkennen. Wenn man dann noch bedenkt, dass "Die Nacht der lebenden Toten" ein End-60er-Low Budget-Film ist, darf man sich wirklich über DVDs wie diese hier freuen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Wie alle ungekürzten Veröffentlichungen muss auch diese in ein paar Szenen auf den Originalton umschalten, weil diese Szenen in der damaligen Kinoauswertung (und damit auch der Kinosynchro) nicht enthalten waren. Der Übergang zum englischen Original klappt problemlos, deutsche Untertitel gibt für diese Stellen, aber auch für den gesamten Film. Der deutsche Ton ist noch relativ ordentlich, verzerrt aber bereits während der Musik ein wenig, ohne aber zu brummen oder zu deutlich zu rauschen. Etwas besser noch ist das englische Original, das heller und auch ein klein wenig sauberer ausfällt. Die deutschen Untertitel, die durch die gelbe Farbe sehr gut lesbar sind, übersetzen übrigens das englische Original und nicht die deutschen Dialoge, die etwas von der Vorlage abweichen.
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Extras
Extras
  • Dt. Kinotrailer (1:50 Min.)
  • US-Trailer (1:44 Min.)
  • TV-Spot (0:55 Min.)
  • Bildergalerie (6:02 Min.)
  • Making Of: Interview mit George A. Romero (6:06 Min.)
  • "Reflections On The Living Dead" (78:42 Min.)
  • Trailer zu (3:45 Min.):
    • Wake
    • SOS Bermuda-Dreieck
VerpackungKleine Hartbox
 Das Herzstückk dieser DVD ist die beinahe 80minütige Dokumentation "Reflections On The Living Dead" von Tempe-Chef J.R. Bookwalter aus dem Jahre 2005. Dieser umfassende Rückblick besteht zum großen Teil aus einem lockeren Gespräch von George Romero, Karl Hardman, Russell Streiner und John Russo über die damalige Zeit, über ihren Film und wie sie ihn zustande gebracht haben. Dazu kommen jede Menge bekannter Horror-Regisseure zu Wort, die den Stellenwert von "Night Of The Living Dead" mit ihren eigenen Erinnerungen unterstreichen, was ich noch viel interessanter empfand als das 4er Gespräch. Ausschnitte aus dem Film wurden ebenso eingearbeitet wie Interviews mit den Darstellerinnen Marylin Eastman und Judith O'Dea. Mag sein, dass dieser Dokumentation noch ein wenig die klare Linie fehlt, aber 80 Minuten Hintergrundwissen und Anekdoten sind nunmal nicht zu verachten und wurden sehr sympathisch aufbereitet. Das 6minütige Interview mit Romero wurde nicht deutsch untertitelt, sondern sogar von deutschen Sprechern übersetzt. Der Copyright-Hinweis gibt zwar 2002 als Entstehungsjahr an, die Qualität und das Aussehen Romeros lassen aber eher auf die 90er Jahre oder sogar noch etwas früher schließen. Weiterhin bietet die DVD Trailer, einen TV-Spot und eine umfangreiche Galerie mit Fotomaterial an.
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Fazit
Der Zombie im Film existiert nicht erst seit dem 1967 in Pittsburgh entstandenen "Die Nacht der lebenden Toten", so richtig zur modernen, Angst einflößenden Horror-Figur, die auch noch 40 Jahre danach zahlreiche Genre-Regisseure inspiriert, wurde er aber erst durch eben jenen. Wie wirkungsvoll der damals selbst finanzierte Low Budget-Streifen ist, zeigt sich daran, dass es auch heute noch problemlos möglich ist, die Legende, die Regisseur Romero bisher mit drei Fortsetzungen würdigte, allein als effektiven Horrorfilm zu sehen und unbeeinflusst vom filmhistorischen oder nostalgischen Stellenwert der s/w-Produktion ganz deren intensive Atmosphäre zu genießen.
Für ein Erstlingswerk ist "Die Nacht der lebenden Toten" ungemein spannend Alternativcoverund professionell, vielleicht auch, weil sich die Crew aus Werbefilmern mit ihrem Projekt auf die wesentlichen Aspekte des "modernen" Horrors besann, den der Film mitdefininierte. So erfreuen die grusligen Zombieszenen immer wieder durch eine phantastische Ausleuchtung, einfallsreiche Einzeleinstellungen und ein Gespür für besonders effektive Schreckmomente, die sich statt auf toten Leibern auf den Gesichtern der Darsteller abspielen. Dank der für damalige Verhältnisse beeindruckenden Zombie-Masken und dem hypnotisierenden Score, der mit der Spielzeit immer mehr an Intensität gewinnt, muss den Zuschauern in den 60er Jahren im Kino ziemlich die Muffe gegangen sein. Nicht nur vor dem Haus, wo die Untoten umher wanken, ist die Stimmung zum Zerreißen gespannt, auch im Inneren sorgen Konflikte und Streitigkeiten für psychologischen Druck, den man zu dieser Zeit eher von einem Hitchcock-Film erwarten durfte. Dass man darüber hinaus noch politischen Subtext in die Handlung interpretieren kann, Romero seine apokalyptische Zelluloid-Psychose aber auch ohne diese Hintergründigkeit an den Zuschauer bringen kann, ist ein weiterer großer Pluspunkt. Aber vor allem, wer sich für das Visuelle interessiert, wird sich kaum satt sehen können an der Vielzahl von lebendig wirkenden, räumlichen, verkanteten und actionreich montierten Einzeleinstellungen, die für Momentaufnahmen prädestiniert zu sein scheinen, in ihrer 24-Bilder-Abfolge pro Sekunde aber nicht minder spektakulär ausfallen.

Ganz und gar nicht altbackener, sondern immer noch sehr beeindruckender Horrorfilm, dessen Klassikerstatus zugleich auf inszenatorischem Geschick als auch auf einer ganzen Menge von Neuerungen für das Genre begründet sind. Die CMV-Neuauflage dieses Titels müsste so ziemlich die beste deutsche DVD sein, denn Bild und Ton sehen bzw. klingen sauber und der über einstündige Rückblick macht ebenfalls einiges her. Wer den Film also noch nicht hat, bekommt hiermit die Gelegenheit, ihn in einer ordentlichen und zudem günstigen Variante zu erstehen.
Wer die Wahl hat, hat in diesem Fall aber auch die Qual: Neben einer "Retro Edition" (Nummer 13), die auf 399 Stück limitiert ist und das Glasboxen-Design pflegt, erschienen zwei verschiedene Motive auf kleinen Hartboxen, die beide sehr stilvoll sind.



Bilder der DVD




Druckbare Version
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