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JP, USA 2008
Originaltitel:Kataude mashin gâru
Alternativtitel:One-Armed Machine Girl, The
Länge:87:19 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Noboru Iguchi
Buch:Noboru Iguchi
Kamera:Yasutaka Nagano
Musik:Takashi Nakagawa
SFX:Yoshihiro Nishimura
Darsteller:Minase Yashiro, Asami, Kentarô Shimazu, Honoka, Tarô Suwa, Yuya Ishikawa, Noriko Kijima, Kentaro Kishi, Demo Tanaka, Erika Terajima, Ryôsuke Kawamura, Hiroko Yashiki, Ryôji Okamoto
Vertrieb:I-On New Media / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.01.2009 (Verleih) / 20.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Ami und ihr jüngerer Bruder Yu leben trotz des frühen Todes ihrer Eltern ein glückliches Leben. Was Ami nicht weiß: Ihr Bruder wird von einer Jugendbande terrorisiert. Als ihr Bruder schließlich umgebracht wird, schwört Ami blutige Rache. Doch beim Versuch die Mörder ihres Bruders zu töten, wird sie gefangen genommen und brutal gefoltert, wobei ihr die Folterknechte auch noch den Unterarm amputieren. Von diesem Zeitpunkt an sind Amis Rachegelüste grenzenlos. Ein großkalibriges Maschinengewehr und diverse andere Waffen erweisen sich als perfekte Armprothesen, die sie auf ihrem blutigen Feldzug gegen ihre Widersacher einsetzen kann. Ein unglaubliches Massaker nimmt seinen Lauf ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Den Transfer von "The Machine Girl" zu bewerten stellt ein schwieriges Unterfangen dar, denn Regisseur Noboru Iguchi nutzt viele Stilmittel, um ein sehr eigenwilliges Bild zu kreieren. Negativ fällt eigentlich nur das fast durchgehende Rauschen auf, das besonders in dunklen Bildbereichen deutlich zur Geltung kommt. Die Farbgebung wurde in ihrer Intensität absichtlich stark zurückgenommen, um an bestimmten Stellen des Films besondere Elemente hervorzuheben. Beispielsweise spritzt das Blut kräftig rot, während Personen und Dekorationen sehr blass wirken. Das ist ähnlich dem Stil eines Interner Link"Sin City", jedoch ohne komplett auf Schwarz/Weiß-Szenerie zurückzugreifen. Ähnliches gilt für den Kontrast und die Schärfe. Beide Bereiche zeigen sich mal von einer sehr guten Seite, um in der nächsten Szene durch den Einsatz von Filterelementen wieder schwächer dargestellt zu werden. Dem Film selbst schadet es nicht, denn der sieht frisch und sehr stylisch aus. Defekte sind nicht vorhanden und die Kompression bleibt dezent im Hintergrund. Die Stilmittel führen letztendlich trotzdem dazu, dass keine höhere Bewertung zustande kommt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche als auch die japanische Tonspur liegen hinter den Erwartungen zurück. Beide sind gelungen, das vorweg, doch für die vielen actionlastigen Szenen fehlt es einfach an brachialen Soundeffekten, wenn die überdimensionale Waffe des Machine Girl ihre Arbeit verrichtet. Zudem werden in beiden Tonspuren die Effektlautsprecher kaum in das Geschehen einbezogen und daher kommt auch kaum ein räumliches Klangbild zustande, was auch durch das Fehlen direktionaler Effekte unterstrichen wird. Zumindest kann die frontale Soundkulisse in beiden Sprachfassungen mit einer gut ausbalancierten Dialogwiedergabe und einer homogenen Abmischung überzeugen. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, wenn man zumindest die Schusswechsel klanglich aufregender gestaltet hätte. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
Extras
  • Behind the Scenes (10:03 Min.)
  • Originaltrailer (1:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Big Bad Wolf (2:07 Min.)
    • Body (2:54 Min.)
    • Dark Shadows (0:59 Min.)
    • Guard Post (1:59 Min.)
    • Killing Ariel (2:55 Min.)
    • Manhunt (1:38 Min.)
    • The Chair (1:27 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:05 Min.)
    • The Wig (2:29 Min.)
    • Weirdsville (2:52 Min.)
Verpackung3D Star Metal Pack
 Neben ein paar Trailern zu diesem und weiteren Filmen gibt es noch ein 10minütiges Behind the Scenes-Featurette, welches leider nur einen kleinen und größtenteils oberflächlichen Blick hinter die Kulissen gewährt, der sich aus kurzen Einblicken in die Effekte und Befragungen der Hauptdarsteller zu ihren Rollen zusammensetzt. Englische Zwangsuntertitel sind vorhanden, dafür allerdings keine deutschen Untertitel.
 +/----

Fazit
Ein Film wie "The Machine Girl" ist mit seinen verrückten Ideen ein typisch überdrehtes Produkt asiatischer Herkunft, wie man es in anderen Bereichen der Erde kaum antrifft, das noch dazu völlig überzeugt und große Chancen hat, zum Kultfilm zu avancieren. Nobou Iguichis Werk ist eine Splattergranate, wie man sie schon lange nicht mehr zu sehen bekommen hat. Dass sich der Film dabei selbst nicht ernst nimmt, kommt den völlig überzogenen Effektszenen nochmals zugute. Und von diesen gibt es reichlich, denn Yoshihiro Nishimura, der das Drehbuch schrieb und auch gleich Regie führte, durfte sich bei Selbigen ordentlich austoben.

Grundlage für diese Party voller blutspritzender Effekte ist ein Yakuza-Clan, dessen Sohn des Oberhaupts den Bruder von Ami und dessen einzigen Freund wegen ein paar lumpiger Yen umbringt. Ami sieht rot und will Rache, koste es, was es wolle, und so stürmt sie das Anwesen der Yakuza, ohne zu wissen, dass der Boss und seine Frau in Sachen Sadismus und Grausamkeit ihren Sohn in nichts nachstehen. Ami kommt zwar mit dem Leben davon, verliert bei einer menschenunwürdigen Folter aber ihren linken Arm. In Miki, der Mutter des ebenfalls ermordeten Freundes, findet sie nach anfänglichen Schwierigkeiten eine Verbündete im Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Mikis Mann erfindet in der hauseigenen Werkstatt eine vollautomatische Maschinenpistole als Handersatz für Ami. Mit zusätzlichen Waffen begeben sich die beiden Frauen zurück zum Hauptquartier des Yakuza-Clans, um endlich blutige Rache zu nehmen ...

Prinzipiell ist "The Machine Girl" ein Sammelsurium vieler Erfolgsfilme geworden, denn immer wieder lassen sich Zitate aus Interner Link"Hostel" (Folterelemente), Interner Link"John Rambo" (überzogener Waffeneinsatz), Interner Link"Planet Terror" (Frau mit Waffenprothese) und diverse klassische Eastern-Elemente ausfindig machen. Dennoch plagiatiert Nobou Iguichi nicht einfach diese Ideen. Sicherlich bedient er sich jener Elemente, aber nur, um daraus ein völlig eigenständiges Werk zu kreieren. Herausgekommen ist gelungener Funsplatter, der gute Laune verbreitet und dazu über ein Drehbuch verfügt, das eine Geschichte erzählt. Nicht oft kann diese Zusammenstellung punkten, gerade dann nicht, wenn man förmlich im Blut ertrinkt. Dabei sind die Splattereffekte sehr comichaft und völlig überzogen dargestellt. Und die Auswahl an Waffen ist nochmal genauso groß, wie die Anzahl an abgetrennten Körperteilen. Schwerter, Schnellfeuerwaffen, Ninjasterne und sogar die fliegende Guillotine kommen zum Einsatz und sorgen dafür, dass sich der Bildschirm rot färbt. Viel zu verdanken ist der Hauptdarstellerin der Ami, denn Minase Yashiro als Racheengel muss man einfach mögen. Yashiro ist einfach nur niedlich anzusehen und man mag sich gar nicht vorstellen, dass hinter dieser süßen Optik eine gewissenlose Killerin (natürlich für das Gute) steckt. Letztendlich passt aber wirklich alles bei "The Machine Girl", der den Begriff "Kultfilm" zwar nicht völlig verdient, aber bereits nah dran ist.

Definitiv den falschen Weg ist jedoch der deutsche Anbieter I-On gegangen, nämlich den zur FSK, die mit dem Gemetzel überhaupt keinen Spaß hatten und sich auf ihre Art an dem Gezeigten austobten. Das führte dazu, dass knapp 5 Minuten der Schere zum Opfer fielen. Abhilfe für eine ungekürzte Veröffentlichung scheint wieder einmal aus Österreich zu kommen, aber zumindest verpackungstechnisch erfreut die deutsche Fassung mit einem schicken 3D Star Metal Pack, auch wenn dieses nicht für den gekürzten Film entschädigt.



Bilder der DVD




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