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USA 1990
Originaltitel:Robot Jox
Alternativtitel:Robotjox - Die Schlacht der Stahlgiganten
Länge:80:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Stuart Gordon
Buch:Joe Haldeman, Stuart Gordon
Kamera:Mac Ahlberg
Musik:Frédéric Talgorn
SFX:Dave Allen, Mark Rappaport
Darsteller:Gary Graham, Anne-Marie Johnson, Paul Koslo, Robert Sampson, Danny Kamekona, Hilary Mason, Michael Alldredge, Jeffrey Combs, Michael Saad, Ian Patrick Williams, Jason Marsden, Carolyn Purdy-Gordon, Russel Case
Vertrieb:Movie Power / KNM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.01.2009 (Kauf)



Inhalt
Im 21. Jahrhundert entbrennen erbitterte Kämpfe um die letzten Rohstoffreserven der Erde. Um Kosten- und zeitintensive Konflikte zwischen den Supermächten zu vermeiden, werden in riesigen Arenen Duelle mit turmhohen Kampfrobotern ausgetragen, die von Roboterjockeys (kurz: Robotjox) gesteuert werden. Zwischen dem sadistischen Vertreter der östlichen Konföderation, Alexander, und dem strahlenden westlichen Helden, Achilles, kommt es zum erbitterten Endkampf.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer überzeugt durch eine natürliche Farbgebung, die jedoch ruhig etwas kräftiger hätte ausfallen können. Der Kontrast ist die meiste Zeit über sehr ausgewogen, lediglich in einigen wenigen Szenen kommt es zu leichten Beeinträchtigungen innerhalb dunkler Bildbereiche, nötige Details werden aber nicht in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Schärfe befindet sich auf einem guten Level und wartet mit einer sauberen Kantenschärfe auf. Defizite weist die Detailzeichnung auf, die in Totalen das Bild manchmal weich erscheinen lässt. Besonders bei den Kämpfen der Roboter fällt dies auf, wobei es auch genau die Szenen sind, die man sich detaillierter gewünscht hätte. Die Kompression macht einen durchweg soliden Eindruck und lässt nur selten Blockrauschen zu. Gelegentlich tauchen kleinere Defekte auf und auch das deutliche Rauschen sorgt letztendlich dafür, dass keine höhere Punktzahl zustande kommt. Für einen B-Film mit kleinem Budget wird hier doch einigermaßen Gutes geboten.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche als auch die englische Fassung hinterlassen einen guten Eindruck, wobei man bei einem direkten Vergleich der beiden Sprachfassungen feststellen wird, dass der O-Ton wesentlich natürlicher klingt. Die deutsche Synchronisation klingt meist sehr steril und lässt kaum Raum für Umgebungsgeräusche. Die Dialoge werden jedoch in beiden Tonfassungen klar und deutlich wiedergegeben und erlauben sich auch keine Überlagerungen, da das Zusammenspiel zwischen Dialogen, Musik und Effekten stimmt. Gerade der O-Ton überzeugt mit einem voluminösen Einsatz. Störungen sind in keiner der Tonspuren auszumachen, womit ein guter Stereoton abgeliefert wird.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:16 Min.)
  • Trailershow:
    • Robotjox 2 (1:25 Min.)
    • Robotjox 3 (1:05 Min.)
    • Puppetmaster - Reihe (13:08 Min.)
    • Subspecies - Reihe (7:08 Min.)
    • Trancers - Reihe (9:17 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht aus dem Originaltrailer und einer Trailershow mit weiteren Titeln rund um Charles Band und Full Moon.
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Fazit
Full Moon ist das Markenzeichen von Charles Band, doch nur wenige wissen, dass Band schon vor Full Moon den Freund zünftiger B-Unterhaltung mit grandiosen Trashfeuerwerken versorgte. Unter dem Firmenname Empire Pictures entstanden gerade im Horror- und SciFi-Bereich einige wirklich empfehlenswerte Produktionen. Eine von ihnen und zugleich auch die teuerste Produktion ist der hier Besprochene "Robojox", den kein geringer als Interner Link"Re-Animator"-Regisseur Stuart Gordon inszenierte. Gordon ist zusammen mit Joe Haldeman auch für das Drehbuch verantwortlich. Die Zusammenarbeit dieses Duos ist eigentlich verheißungsvoll, schließlich war Haldeman ein erfolgreicher SciFi-Autor, der es verstand neben fulminanter Action auch eine ordentliche Geschichte zu präsentieren - also zwei Zutaten, die sich Stuart Gordon vermutlich für seinen Kampf der Riesenroboter wünschte.

Ein Atomkrieg hat die Erde wiedereinmal verwüstet. Aus Fehlern hat man zumindest gelernt und Kriege werden geächtet. Zwei Nationen - mal wieder Amerika und Russland - sind sich jedoch immer noch nicht freundlich gesonnen und richten Roboterkämpfe aus, um noch zu besetzende Territorien zu verteilen. Jedes Land schickt einen Stellvertreter, den so genannten Robotjockey aus, um in einer riesigen Arena zu kämpfen. Auf amerikanischer Seite ist es Achilles, doch als bei einem Zweikampf sein Roboter in die Tribüne stürzt und Hunderte Zuschauer tötet, will er aufhören. An seine Stelle tritt Athena, geklont um zu kämpfen!

Die menschlichen Darsteller sind selbstverständlich nur Beiwerk, denn Hauptaugenmerk liegt auf den Actionsequenzen mit ihren Riesenrobotern. Diese wurden mit Hilfe von Stop Motion zum Leben erweckt, was nach heutigen Maßstäben (sprich: der Ära von Computereffekten) zwar stark veraltet erscheint, aber sehr ordentlich umgesetzt wurde. Für die Hauptrolle konnte Gordon den aus "Alien Nation" bekannten Gary Graham angagieren, der sich gut in seine Rolle des schwächelnden Helden einlebt, wenn er auch nicht die Präsenz besitzt, um den Robotern paroli zu bieten. In einer kleinen Nebenrolle ist auch Jeffrey Combs (Interner Link"Re-Animator") zu sehen, man muss aber schon genau hinsehen, denn sein Auftritt ist wirklich nur sehr kurz. Warum diese Zutaten für Charles Band desaströse Formen annahmen, ist eigentlich unverständlich, denn herausgekommen ist ein echter Unterhaltungsfilm. Zwar sieht im Vergleich zu typischen Hollywoodgroßproduktionen alles sehr billig aus, doch die Geschichte und ihre Umsetzung gefällt mit ihren Elemente aus japanischen Mangas und amerikanischem Heldentum in Erinnerung an den kalten Krieg trotzdem. Probleme machte "Robotjox" seinen Schöpfern lediglich wegen seiner späten Auswertung, denn erst zwei Jahre nach Fertigstellung wurde "Robotjox" der Allgemeinheit präsentiert - und dies sogar mit gutem Erfolg.

Auch heute, fast zwanzig Jahre später, hat dieses Werk nichts von seinem Charme eingebüßt und bei Betrachtung der von Movie Power veröffentlichten DVD wird man flugs in die Zeit zurück versetzt, in der Riesenroboter noch richtig cool waren. Da auch die technische Seite dem Produktionsstandard angemessen umgesetzt wurde, sollte es kein Problem sein, das Wohnzimmer alsbald in eine Kampfarena zu verwandeln.



Bilder der DVD




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