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USA 1952
Originaltitel:Abbott and Costello Meet Captain Kidd
Alternativtitel:Abbott und Costello als Piraten wider Willen
aka. Piraten wider Willen
aka. Tollkühne Piraten
Länge:67:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Charles Lamont
Buch:Howard Dimsdale, John Grant
Kamera:Stanley Cortez
Musik:Raoul Kraushaar
SFX:Abe Haberman
Darsteller:Bud Abbott, Lou Costello, Charles Laughton, Leif Erickson, Hillary Brooke, Fran Warren, Bill Shirley, Rex Lease, Leonard Mudie, Syd Saylor, Harry Wilson, Milicent Patrick
Vertrieb:Savoy Film / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:03.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Abbott und Costello sind zwei harmlose Kellner in einer verrufenen Seeräuberspelunke. Durch eine Verwechslung geraten die beiden in den Besitz einer Landkarte, die einen versteckten Schatz auf der "Toteninsel" beschreibt. Das weckt das Interesse des gefürchteten Piratenkapitäns Captain Kidd, der Jagd auf die beiden macht.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ohne lang drumherum zu reden: Man darf wirklich behaupten, dass das Bild, u.a. wegen der kaum vorhandenen Schärfe eine mittlere Katastrophe darstellt. Das beginnt bei den stark ausgeblichen und wechselhaft Farben, die dazu führen, dass über die gesamte Laufzeit keine natürlichen Töne geboten werden. Hinzu kommt ein Kontrast, der sehr steil ist und in dunklen Bildbereichen kaum Details zulässt und ebenso in hellen Szenen zu Überstrahlungen neigt. Nun gut, beachten sollte man schon, dass der Film aus dem Jahre 1952 stammt und sich eine groß angelegte Restauration nur für den deutschen Markt sicher nicht gerechnet hätte. Dafür ist "Abbott & Costello unter Piraten" einfach ein zu kleiner Film, der gerade in Deutschland eher eingefleischte Fans ansprechen wird. Selbst im Ausland ist kein besserer Transfer aufzutreiben. Dennoch darf man behaupten, dass mit ein paar technischen Tricks mehr aus dem Material herausgeholt hätten werden können. Auch sind aufgrund des Alters zahlreiche analoge Defekte und Laufstreifen auszumachen; da kann man dem leichten Hintergrundrauschen kaum Beachtung schenken. Aus persönlicher Sicht bin ich froh, dass sich ein Label dazu entschlossen hat, sich dem kultigen Vergnügen der Abbott & Costello-Filme anzunehmen, auch wenn die Qualität im Fall von "Abbott & Costello unter Piraten" mehr schlecht als recht ist. Nehmen wir dies einmal als Ausrutscher hin und hoffen, dass bei weiteren Veröffentlichungen des tollpatschigen Duos mehr Wert auf Qualität gelegt wird.
 +/----

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Auch der Ton der deutschen Synchronfassung hat mit einigen Problemen zu kämpfen, wobei zur Rettung gesagt werden kann, dass die Dialoge trotzdem zu verstehen sind. Dennoch machen sich altersspezifische Defizite breit, die bei einem kontinuierlichen Hintergrundrauschen anfangen und einer sehr dumpfen Dialogwiedergabe enden. Dies geht zu Lasten der Natürlichkeit, da auch starke Verzerrungen, gerade was die Musik betrifft, auszumachen sind. Sind diese Mankos noch dem Alter zuzuführen, gibt es auch einige Stellen, in denen eine leichte Asynchronität vorherrscht. Dies hätte wirklich nicht sein müssen und wirkt dann auch störend. Über Asynchronität brauch man sich zumindest im englischen Original keine Gedanken machen, aber auch hier muss man mit dem Alter der Tonspur entsprechenden Problemen leben. Die Dialoge klingen zwar weitaus klarer, wirken dennoch leicht verzerrt und blechern. Auch hier kann man die Dialoge problemlos verstehen. Leider sind keine deutschen Untertitel vorhanden, so dass nicht jeder die Ausweichmöglichkeit auf den besseren O-Ton nutzen kann.
 +/----

Extras
Extras
  • Programmheft (4 Textseiten / 1:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Apocalypse Code (1:02 Min.)
    • Apocalypse Code Teaser (0:37 Min.)
    • 30 Days Until I'm Famous (0:29 Min.)
    • Pistoleros (3:04 Min.)
    • Numb (2:00 Min.)
    • Franz und Polina (1:16 Min.)
    • The Entance (1:11 Min.)
    • Full Clip (1:37 Min.)
  • Wendecover
VerpackungKeepCase
 Die Extras setzten sich aus dem alten deutschen Programmheft und diversen Trailern weiterer Savoy Film-Veröffentlichungen zusammen. Dennoch kann die Trailershow nur bedingt überzeugen, da es sich ausschließlich um neuere Filme handelt und von der auf dem Cover angegebenen "Classic Trailershow" keine Rede sein kann. Die Idee mit dem Wendecover gefällt aber, da auch die Möglichkeit besteht, auf das amerikanische Kinoplakat zurückzugreifen.
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Fazit
Bei Budd Abbott und Lou Costello darf ich gleich sagen, dass meine Meinung so subjektiv wie nur irgendwie möglich ist, denn für mich (und für viele andere auch) gehört dieses Komiker-Duo zu den einzig wahren Stars der Szene neben Stan Laurel und Oliver Hardy. Anders als Stan und Olli gaben sich Abbott und Costello nicht nur mit einfachem Slapstick zufrieden, sondern ließen Ende der 40er Jahre in ihren Filmen erfolgreiche Formate einfließen, um große Hollywoodfilme auf ihre Art zu persiflieren. Glanzstück dieser erfolgreichen Zusammenarbeit dürfte ohne Zweifel der 1948 entstandene Interner Link"Abbott & Costello treffen Frankenstein" sein, in dem neben Abbott und Costello auch Lon Chaney Jr. und Bela Lugosi in ihren Rollen als Wolfman bzw. Dracula auftraten. Vier Jahre später entstand "Abbott & Costello unter Piraten", in dem die beiden unter der Regie von Charles Lamont das zur damaligen Zeit erfolgreiche Piratengenre ordentlich aufs Korn nahmen. Natürlich geschah das abermals unter Zuhilfenahme eines populären Schauspielers in Form von Charles Laughton, der seine Rolle als Capt. William Kidd aus dem 1945 entstandenen "Unter schwarzer Flagge" kräftig durch den Kakao zog. Zwar ist "Abbott & Costello unter Piraten" nicht unbedingt einer der besten Filme, den die beiden Komikergranaten in ihrer langen Laufbahn drehten, aber er verfügt über herrliche Momente, die köstlich zu unterhalten wissen. Unvergessen ist beispielsweise die Szene, in der Abbott in der Kajüte von Captain Kidd ständig eine Welle ins Gesicht spritzt, obwohl ruhiger Seegang herrscht, wie Costello und Kidd anmerken. Aber auch der in Abbott & Costello-Filmen oft vorzufindene Handschellen-Trick bleibt durch das Zusammenspiel mit Charles Laughton unvergessen. Laughton ist also durchaus eine gelungene Ergänzung des Trios und überzeugt neben den beiden Hauptdarstellern völlig in seiner Rolle, was möglicherweise auch daran liegt, dass er in dieser Rolle endlich mal seine komische Seite präsentieren durfte. Schaut man sich die Filmografie von Laughton genauer an, wird man nämlich schnell feststellen, dass die Auswahl seiner Rollen meist ernste Charaktere enthält. Einzig die Musical-Einlagen des Filmes sind nicht immer passend, doch nimmt man diese gern in Kauf, wenn man ansonsten eine knackige Slapstick-Komödie erhält.

Technisch macht die DVD von Savoy Film leider wenig her, denn weder Bild noch Ton können überzeugen. Zumindest der Film weiß zu gefallen, auch wenn dies allein noch keinen Kauf rechtfertigt. Bleibt abzuwarten, wie sich die weiteren Titel der von Savoy Film ins Leben gerufene "Classic Edition" in der Qualität weiterentwickeln.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Abbott & Costello auf Safari (Classic Edition)
IMDb.com OFDb.de



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