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JP 1976
Originaltitel:Shin jitsuroku onna kanbetsusho rengoku
Alternativtitel:Inside Story of a Women's Prison, The
aka. Revolte im Frauengefängnis
aka. True Story of Women Condemned to Hell
Länge:64:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Kôyû Ohara
Buch:Fumio Konami, Mikio Matsushita
Kamera:Shohei Ando
Musik:Downtown Boogie Woogie Band
Darsteller:Hitomi Kozue, Yuri Yamashina, Nahomi Oka, Hajime Tanimoto, Hiroshi Chô, Yuki Minami, Asuka Miyazaki
Vertrieb:Retrofilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:13.03.2009 (Kauf)



Inhalt
Wegen ihrem Mord aus Eifersucht wird die hübsche Majumi zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die sie in einem der berüchtigsten Zuchthäuser des Landes abzusitzen hat. Nach ihrer Einlieferung stellt sie sehr schnell fest, dass in dem Gefängnis nacktes Faustrecht und brutale Gewalt regieren. Das Wachpersonal ist gewalttätig und korrupt bis auf die Knochen. Für das geringste Vergehen werden die Gefangenen bestraft. Der seit Jahren bei den inhaftierten aufgestaute Hass kommt zum Ausbruch und die Gefangenenrevolte beginnt.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Zur Bewertung des Bildes wurde die ungekürzte Originalfassung herangezogen. Die ebenfalls vorhandene, rekonstruierte deutsche Kinofassung ist bildtechnisch bis auf eine kleine Ausnahme identisch, worauf wir allerdings erst im Bonusmaterial weiter eingehen, da diese Fassung lediglich als Ergänzung betrachtet wird. Gemessen am Alter überrascht das Bild, denn mit solch einer Qualität hätte man sicherlich nicht gerechnet - gerade mit dem Wissen, das asiatische Vorlagen älterer Filme meist in keinem so guten Zustand sind. Die von Retrofilm verwendete Vorlage ist anamorph codiert und aus technischer Sicht völlig zufrieden stellend. Zu den Makeln gehören ein dezentes Rauschen, eine in Bewegungen schwindende Schärfe und ein leichter Mangel an Details, der das Bild in einigen Szenen etwas weicher erscheinen lässt. In Szenen mit weniger Bewegungen kann die Schärfe aber überzeugen und zeigt beispielsweise selbst Feinheiten innerhalb von Tätowierungen auf. Die Farben wirken stets natürlich, aber auch dem Alter entsprechend nicht mehr so kräftig, wie es bei neueren Produktionen der Fall ist. Auch der Kontrast leistet sich keine Ausrutscher und kann in allen Belangen gute Ergebnisse liefern, was auch dem kräftigen Schwarzwert zu verdanken ist. Insgesamt ein guter Transfer, bei dem sich auch noch die Kompression dezent im Hintergrund aufhält und somit 4 Punkte redlich verdient hat.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Von einem Dolby Digital 1.0-Ton ist zwar nie viel zu erwarten, doch die deutsche Synchronfassung setzt all das um, was diese Technik zu bieten hat: ein sauberes und klares Klangbild, das lediglich ein leichtes Hintergrundrauschen vorweist. Überlagerungen sind zu keinem Zeitpunkt auszumachen, wodurch keinerlei Probleme bei der Verständlichkeit der Dialoge aufkommen. Nicht ganz so gelungen gibt sich die Originalfassung, zu der auch optional deutsche Untertitel vorhanden sind. Die Stimmen klingen dumpfer und weisen gelegentlich einen kratzigen Klang auf, aber auch hier gilt: gemessen am Alter eine gute Tonspur.
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Extras
Extras
  • Rekonstruierte deutsche Kinofassung (69:22 Min.)
  • Japanischer Trailer (2:10 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:25 Min.)
  • Texttafeln zur deutschen Version mit ergänzendem Videoclip
  • Trailershow:
    • Exzesse im Folterkeller (3:42 Min.)
    • Die Nackten und die Bestien (2:21 Min.)
    • Giganten der Vorzeit (2:25 Min.)
    • Japango (1:46 Min.)
    • Brennende Rache (1:52 Min.)
    • Die Forke des Todes (3:38 Min.)
    • Gesichter des Todes (2:13 Min.)
    • Folterranch der gequälten Frauen (5:41 Min.)
    • Sexrausch im Wilden Westen (3:40 Min.)
  • Easter Eggs
Verpackungkleine Hartbox
 Als Bonus gibt es neben dem Originaltrailer sowie dem deutschen Kinotrailer einen dreiseitigen Text über den Unterschied zwischen der Originalversion und der deutschen Fassung. Dieser Unterschied besteht aus einer knapp 4minütigen Sequenz, die zu Beginn des Films vom deutschen Verleih eingefügt wurde, um schon zu Anfang den erotischen Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Besagte Szene gehört allerdings nicht zu dem eigentlichen Film, sondern stammt aus "Dan Oniroku: hebi no ana" von Katsuhiko Fujii. Diese eingefügte Bondageszene weist zudem ein anderes Format auf und wurde im Windowboxed-Verfahren künstlich auf das Originalformat von "Revolte hinter Gittern" angepasst. Für den asiatischen Markt wurden Geschlechtsteile verpixelt, was bei der alten deutschen Videokassette von Geiselgasteig nicht der Fall gewesen ist. Auch in der als Bonus enthaltenen, rekonstruierten deutschen Kinofassung ist diese Sequenz nur in verpixelter Form zu sehen, woraufhin man sich vonseiten Retrofilm entschloss, diese Szene als Bonus von der Videokassette in schlechtere Qualität zur Vervollständigung anzubieten. Zudem ist noch eine nette Trailershow mit einigen seltenen Titeln enthalten. Aber damit noch nicht genug, denn es sind noch ein paar zusätzliche Trailer diverser Pink-Filme als Hidden Feature auf der DVD.
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Fazit
Kôyû Ohara "Revolte hinter Gittern" gehört sicherlich nicht zu den besten des Genres, doch Freunde von Frauengefängnisfilmen werden sicherlich ihren Spaß an dieser Produktion haben, da alle gängigen Klischees genutzt werden, um einen kurzweiligen Film zu schaffen. Die eigentliche Handlung spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn die Rahmenhandlung wird lediglich als Alibi genutzt, um das volle Programm Knastalltag abzuliefern: nackte Körper, Sex in allen Variationen, Machtspiele und ein Funke Gewalt. Der Gewaltfaktor erscheint eher nebensächlich, denn Kôyû Ohara legt mehr Wert auf seine nackten Darstellerinnen. Über die männlichen Charaktere verlieren wir an dieser Stelle lieber keine Worte, da sie in ihrer Wärterfunktion nur wenig überzeugen können und stellenweise sogar ziemlich albern agieren. Da geben sich die weiblichen Darsteller wesentlich mehr mühe, zumindest um ihre Rundungen ordentlich in Szene zu setzen. Denn die ihnen auferlegten Dialoge sind plump und sogar sinnlos. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass mal ein Liedchen auf dem Gefängnishof angeträllert wird, um in eine Massenschlägerei umzuschlagen. Ideen hat der Kollege Ohara, das muss man ihm anerkennen. Spätestens, wenn ein Elektrodildo als Strafmaßnahme für ungezogene Gefangene eingesetzt wird, darf man diesen Ideenreichtum "würdigen". Doch hier hapert es gewaltig, denn statt einer Folterung, wie sie eigentlich angedacht war, scheint es der Frau zu gefallen, statt Schreie kommt lediglich ein Stöhnen aus ihrem Mund, wenn ihr Unterstübchen mit ein paar Volt bearbeitet wird. Letztendlich dienen diese Folterszenen lediglich dem Gefängnisdirektor und seiner Gespielin, die das Geschehen hinter einer Glaswand beobachten und sich selbst vergnügen. So jagt eine Softsexszene die nächste und die Handlung um Majumi, die ihren Ehemann umbrachte, weil dieser sie ständig betrog, wird sehr schnell zur Nebensächlichkeit. Da hilft es auch nicht weiter, wenn eine ehemalige Geliebte ihres Mannes in das Gefängnis verlegt wird, damit sich die beiden konkurrierenden Frauen nochmals gegenüberstehen, was für weitere Unruhen sorgt. Da immer wieder andere Personen in den Vordergrund treten und diese von der eigentlichen Geschichte um Majumi deutlich ablenken, bekommt man schon Schwierigkeiten, einen erkennbaren Handlungsverlauf zu erkennen, da "Revolte hinter Gittern" in einem Sammelsurium diverser Sexszenen ausartet. Diese sind ordentlich in Szenen gesetzt, doch hätte man von dem Thema etwas mehr Dramaturgie und Spannung gewünscht. Aufgrund der kurzen Laufzeit der ungekürzten Fassung von gerade einmal 65 Minuten kommt aber nie Langeweile auf, auch, weil sich Kôyû Ohara strikt an die Regeln der Women-in-Prison-Thematik hält. Somit darf man bei "Revolte hinter Gittern" einen soliden Beitrag erwarten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die technische Umsetzung der Retrofilm-DVD ist in allen Bereichen gelungen. Neben einer kleinen Hartbox gibt es noch eine auf 111 Stück limitierte große Hartbox. Auch die optische Gestaltung der Hartboxen weiß zu gefallen.



Bilder der DVD




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NewsRetrofilm-Neuheiten im Februar
Revolte hinter Gittern
Revolte hinter Gittern
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