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USA 2006
Originaltitel:Rage, The
Länge:82:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Robert Kurtzman
Buch:Robert Kurtzman, John Bisson
Kamera:Robert Kurtzman
Musik:Edward Douglas, Midnight Syndicate
SFX:Alan Tuskes
Darsteller:Andrew Divoff, Erin Brown, Reggie Bannister, Ryan Hooks, Rachel Scheer, Sean Serino, Anthony Clark, Keith Herrick, Alan Tuskes, Christopher Allen Nelson, Matt Jerrams, Sean Rodgers
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Der verrückte Wissenschaftler Dr. Vasilienko experimentiert in seinem verborgenen Labor mit einem selbst entwickelten Serum, genannt "The Rage". Dieses Serum verwandelt seine Opfer in rasende, nach Menschenfleisch dürstende Bestien. Doch die Experimente verlaufen nicht nach Plan: Seine blutrünstigen "Patienten" brechen aus dem Labor aus und machen sich auf zu einem blutigen Trip. Sie machen Jagd auf alle, die sich ihnen in den Weg stellen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Man merkt dem Bild an, dass es sich bei "The Rage" um einen Independentfilm handelt, denn durch das verwendete Equipment müssen auch Abstriche in der Bildqualität hingenommen werden. Alles in allem ist das Bild aber überdurchschnittlich ausgefallen und kann überzeugen. Sehr schön gestaltet sich die Farbgebung, die durch ihre kräftigen und stets natürlichen Töne sehr passend zum Film wirkt. Auch die Schärfe geht völlig in Ordnung, unterliegt in einigen Szenen aber geringen Schwankungen, welche das Bild bedingt durch eine Detailarmut etwas weicher erscheinen lassen. Nicht ganz überzeugend ist der Kontrast, der eindeutig zu steil ausgefallen ist und sowohl in dunklen als auch in hellen Szenen Bildbereiche beeinträchtigt. Gerade in den dunklen Szenen ist auch vermehrt Rauschen vorhanden, das zwar noch keine gravierenden Formen annimmt, aber dennoch bemerkbar ist. Positiv fällt hingegen wieder die Kompression aus, die kaum für Unruhen sorgt und lediglich innerhalb von schnellen Bewegungen eine minimale Blockbildung verdeutlicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu., En.), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Dolby Digital 5.1-Spur kann alles andere als Begeisterungsstürme hervorrufen. Wird auf den Originalton, der ebenfalls in Dolby Digital 5.1 vorhanden ist, umgestellt, weiß man auch gleich, warum: Während der O-Ton sehr dynamisch wirkt und sich über den gesamten Boxenbereich verteilt, um einen ordentlichen Raumklang zu erzielen, ist die deutsche Synchronfassung deutlich kraftloser und hält kaum Einsätze der Effektboxen parat. Eindeutig wurde die deutsche 5.1-Spur zu frontlastig abgemischt, wodurch nur selten etwas Raumklang entsteht. Wenn die Rears in das Geschehen involviert werden, dann auch nur sehr dezent ohne nötige Dynamik. Vergleicht man nun die ebenfalls vorhandene deutsche 2.0-Abmischung, werden sich keine größeren Unterschiede, bis auf eine etwas lautere Abmischung, ausmachen lassen. Auch sind die Dialoge in der Synchronfassung im Verhältnis zur Musik und den Effekten dominanter. Dadurch kommt es zwar zu keinen Überlagerungen, doch geht es zu Lasten der Natürlichkeit. Somit gefällt der Originalton am Besten von diesen drei Tonspuren. Neben optional deutschen Untertiteln sind auch an einigen wenigen Stellen festeingebrannte englische Untertitel vorhanden, da in diesen Szenen im Original kein Englisch sondern Russisch gesprochen wird. Für jemanden, der lediglich die deutsche Sprachfassung schaut, ist sowas zwar nicht unbedingt störend, aber dennoch schade, dass von Seiten des amerikanischen Lizenzgebers kein Master ohne eingebrannte Untertitel zur Verfügung gestellt wurde.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Robert Kurtzman
  • Making of (79:02 Min.)
  • Musikivdeo "Damage Done" (3:35 Min.)
  • Musikvideo "12 Hundred" (3:14 Min.)
  • Orignalteaser (2:19 Min.)
  • Originaltrailer (1:41 Min.)
  • Bildergalerie (2:55 Min.)
  • Trailer: "The Catcher" (1:20 Min.)
VerpackungKeepCase
 Endlich mal wieder ein Making of, das den Titel auch redlich verdient hat. Knapp 80 Minuten, die sogar komplett Deutsch untertitelt wurden, wird alles rund um die Produktion von "The Rage" beleuchtet. Zahlreiche Crewmitglieder kommen zu Wort und berichten vom Filmdreh aus ihrer Sicht. Zwar dominieren die positiven Erfahrungen, aber auch etwas Kritik wird angebracht. Gerade was die CGI-Effekte betrifft, war man nicht immer mit dem Endergebnis zufrieden. Unterbrochen werden diese Statements und Interviews von Filmszenen, die als Vorher/Nachher-Vergleich dienen, sowie netten B-Roll-Aufnahmen. Als Ergänzung ist noch ein Audiokommentar mit Regisseur Robert Kurtzman vorhanden, der einiges an Hintergrundwissen zur Produktion ergänzt. Zwei Musikvideos von Mushroom Heads, der Originaltrailer und eine Bildergalerie mit Pressefotos und Artworks unterstreichen das gelungene Bonusmaterial. Der Trailer zum Film Interner Link"The Catcher" rundet schließlich diese Sektion ab.
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Fazit
Wer dachte, dass der gute alte Fun-Splatter nach Peter Jacksons Interner Link"Braindead" seinen Abschluss fand, wird nun mit Robert Kurtzmans "The Rage" eines Besseren belehrt. Kurtzman, der jedem Genrefan durch seinen Interner Link"Wishmaster" im Gedächtnis sein dürfte und für zahlreiche Spezialeffekte bei der von ihm mitbegründeten KNB-Group (das K steht nicht umsonst für Kurtzman) verantwortlich war, hat den großen Geldgebern in Hollywood den Rücken gekehrt und sich mit seiner eigenen Independentfirma P13 selbstständig gemacht. "The Rage" ist der erste Output dieser Selbstständigkeit und ein wahre Schlachtfest noch dazu.

Andrew Divoff, der den Dschinn bei Interner Link"Wishmaster" verkörperte, spielt einen Wissenschaftler, der sich an der Gesellschaft rächen muss, da seine Arbeit nicht so gewürdigt wird, wie er es eigentlich erwartet hätte. Aus diesem Grund entwickelt er ein aggressives Virus, das er liebevoll "die Wut" nennt. Erstmal in den menschlichen Organismus gelangt, mutiert der Befallene und erlangt eine überdimensionale Wut, die darin gipfelt, dass ein unstillbarer Blutdurst entsteht.

Und kaum ist das Experiment entkommen, darf die Splatter-Party auch schon beginnen. Dies sogar bei der Neuveröffentlichung von HDMV absolut ungekürzt, da die Erstauflage von Savoy Film für die Videotheken und für den Verkauf einiges an Federn lassen musste, um eine Freigabe von Seiten der FSK zu bekommen. Zwar schade, dass unsere Moralaposteln den Witz des Films mal wieder nicht verstanden haben, aber dafür gibt es jetzt die exklusive Börsenauflage, womit man von Anfang an in den Genuss eines verdammt kruden Ritts durch das gesamte Horrorgenre erhält.

Schon von der ersten Minute an dürfen die Effektkünstler beweisen, was so alles im menschlichen Körper steckt. Anfangs ist "The Rage" etwas ernster gehalten mit einer Verbeugung in Richtung "Torture Porn". Die Stimmung schwenkt aber sehr schnell um und findet sich irgendwo zwischen Mutanten- und Tierhorrorfilm wieder. Alles ist deutlich überzogen, denn wo sonst gibt es mutierte Geier, aber durchweg perfekte Unterhaltung. Natürlich bedient sich Kurtzman auch den üblichen Klischees des Horrorfilms, wenn er eine Gruppe von lebenslustigen Twens pünktlich zum Angriff der Mutantengeier in die Geschichte einführt. Doch bevor es soweit kommt, hat man schon dermaßen viel Blut zu sehen bekommen, dass es für zwei weitere Filme gereicht hätte, alles natürlich mit einem Augenzwinkern versehen. Auch wenn sich bis jetzt alles sehr gut anhört, hat "The Rage" auch seine Knackpunkte: Da das Geld nur begrenzt zur Verfügung stand, müssen Abstriche bei der Inszenierung und den Effekten gemacht werden. Neben vielen handgemachten Effekten gibt es auch einiges aus dem Computer und eben diese CGI-Effekte sind nicht immer das Maß aller Dinge. Gerade wenn das am Computer entstandene Blut durch die Gegend spritzt, wirkt es schon sehr billig. Auch die mutierten Geier, die entweder als drollige Handpuppe oder aus dem Computer stammen, sehen nicht immer so aus, wie es sich Kurtzman und sein Team letztendlich gewünscht hätten. Als Enttäuschung empfindet man dies aber nicht, da es zum Film passt und für einige Lacher sorgt. Gerade wenn sich die lieben Vöglein auf zwei Beinen aufstellen, um bedrohlich zu wirken, ist dies ein Garant für einen Muskelkrampf im Zwerchfell. Um auch noch ein Beispiel für die Inszenierungsprobleme zu geben: Die Fahrt mit dem Reisemobil sieht sehr unecht aus, denn dieses bewegt sich keinen Zentimeter und wird stattdessen vor einer Leinwand gestellt, um mittels Rückprojektion eine Autofahrt zu simulieren. Aber wie schon gesagt, passt dies zu der spaßigen Stimmung von "The Rage". Der Höhepunkt des Films sind schließlich die letzten zwanzig Minuten, wenn es wieder heißt "Torture Porn", denn es wird eine schön nihilistische Atmosphäre im Labor des Wissenschaftlers geboten, inklusive deutlichen Anleihen an Interner Link"The Texas Chainsaw Massacre". Wie nicht anders zu erwarten donminiert aber auch hier der Fun-Aspekt. Was die Darsteller betrifft, so hat Kurtzman ein glückliches Händchen bewiesen und konnte einen guten Cast auf die Beine stellen. Mit Andrew Divoff, Erin Brown und in einer Nebenrolle Reggie Bannister sind sogar bekannte Gesichter mit am Start. Somit ist "The Rage" eine wirklich gelungene Abwechslung geworden, die zwar kein zweiter Interner Link"Braindead" geworden ist, sich aber auch nicht unbedingt hinter diesem großen Genretitel verstecken muss.

Ganz klare Empfehlung für die deutsche DVD aus dem Hause HDMV, aber bitte in geselliger Runde konsumieren, denn dann ist die Party vorprogrammiert.



Bilder der DVD




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Robert Kurtzmans "The Rage" als Special Edition
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