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JP 2000
Originaltitel:Keizoku - The Movie
Alternativtitel:Keizoku - Unsolved Cases
Keizoku - Beautiful Dreamer
Keizoku - Der Film
Länge:114:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Yukihiko Tsutsumi
Buch:Nishiogi Yumie
Kamera:Karasawa Satoru
Musik:Mitake Akira
Darsteller:Miki Nakatani, Atsuro Watabe, Inuko Inuyama, Shigeru Izumiya, Hairi Katagiri, Kera, Nanako Ôkouchi, Raita Ryu, Sarina Suzuki, Yu Tokui
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
15 Jahre nach einem Fährunglück, bei dem nur die Eltern eines kleinen Mädchens umkamen, lädt die Waise die Überlebenden des Unglücks auf eine geheimnisvolle Insel im japanischen Meer ein, ein Eiland, von dem es heißt, dass es von Zeit zu Zeit verschwinden soll. Eine der damals anwesenden Personen ist nicht in der Lage, an der "Party" teilzunehmen, also wendet sich ihre Tochter an die Sonderenheit der Polizei, die sich mit ungeklärten Fällen beschäftigt und in der die leicht tolpatschige Polizistin Jun Shibata gerade Chefin geworden ist. Gemeinsam macht man sich auf die Reise, doch tatsächlich gerät man in eine eiskalte Rachegeschichte. Die Tochter kündigt an, sämtliche damaligen Überlebenden umzubringen, wenn sie nicht die Wahrheit über das Unglück erfährt. Prompt geschehen die ersten Morde, doch was geht wirklich vor?
Geht es um Rache? Um Geld? Oder spielt tatsächlich etwas Übernatürliches in die Handlungen der Rächerin?

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die ersten Mängel finden sich hier schon im nicht anamorphen Transfer und dem schwachen Kontrast, dessen Schwarzwert immer wieder ins Gräuliche tendiert. Zudem werden Details in dunklen Szenen nie natürlich wiedergeben und helle Stellen wirken überwiegend steil und unnatürlich. Zudem scheint sich ein Grauschleier durch das Bild zu ziehen und lässt das Bild bis auf einige Nahaufnahmen sehr weich und unscharf wirken. Hinzu kommt ein starkes Bildrauschen, welches sich durch die gesamte Laufzeit des Films zieht und dem Bild noch zusätzlich beisetzt. Die Farben wirken sehr blass und ausgewaschen, dafür arbeiten die Kompressionen recht unauffällig und nahezu fehlerfrei. Defekte und Verschmutzungen treten vereinzelt auf, stören aber nicht sonderlich.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (dt.), Dolby Digital 2.0 (jp.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Auch wenn der Ton besser ausfällt als das Bild, so reden wir nicht von einem überzeugenden Dolby Digital-Track. Die gute deutsche Synchronisation liegt uns in 5.1 vor, währenddessen die japanische Originalversion nur in Dolby Surround zu hören ist, aber dafür ist der Unterschied sehr gering und so bietet man uns zwar eine gute Dialogwiedergabe und einige gute Effekte, in denen die Reaspaker dezent zum Einsatz kommen, aber insgesamt wirkt das Geschehen zu dünn und kraftlos. Der Subwoofer wird zwar einige mal genutzt und der gute Score wurde sauber auf alle Kanäle verteilt, aber im Vergleich zur japanischen Tonspur fehlt es an einer gewissen Natürlichkeit. Der deutsche Track scheint nur lauter abgemischt worden zu sein und ist von daher etwas zu dominant, was den Frontbereich angeht; die japanische hingegen wirkt deutlich leiser, dafür etwas weiträumiger in den Dialogen. Insgesamt ist das Ergebnis für einen Mystery-Thriller aber zufrieden stellend. Optional lassen sich Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:00 Min.)
  • Export-Trailer (1:18 Min.)
  • Making of (15:39 Min.)
  • Interview (55:43 Min.)
  • Bildergalerie (26 Bilder)
 Neben dem "Originaltrailer" und einem "Exporttrailer" gibt es ein knapp 15-minütiges und recht werbelastiges "Making of", welches mit Filmausschnitten versehen über die Unterschiede zwischen der Serie und dem Kinofilm aufklärt und allein deshalb schon sehenswert ist. Weiter geht es mit einem 50-minütigen Interview zwischen dem Regisseur und dem Cutter des Films, welches ebenfalls sehr informativ und teilweise recht lustig ausgefallen ist. Zum Schluss dürfen wir uns noch eine "Bildergalerie" mit 27 Bildern anschauen.
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Fazit
"Keizoku - Ungelöste Morde" präsentiert sich als Agatha-Christie-Mystery mit dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip, das auf einer einsamen Insel für den Tod eines Ehepaars auf einer Fähre zur Rechenschaft gezogen werden soll. Klingt prima, ist aber nur bedingt so. Bei Ansicht fällt nämlich der unverhältnismäßige Anteil an Polizeifiguren einer Sondereinheit auf, deren neue Leiterin ein weibliches Schusselchen ist, allerdings gesegnet mit einem wachen Intellekt. Scheinbar nur für ein paar komödiantische Elemente zuständig, ist die Einheit aber deutlich überzeichnet. Nebenbei entspannt sich ein gängiges Murder-Mystery, das etwa für 75 Minuten ausreicht und bis dahin ist der Fall dann auch in bester Christie-Tradition gelöst. Nur geht der Film eben 114 Minuten - denn der Fall findet auf einer mysteriösen, oftmals verschwindenden Insel statt und die bietet den Kreuzriss zum Totenreich. Es wallen die Nebel und plötzlich tauchen jede Menge Figuren auf, die kein Schwein zusortieren kann. Auf jeden Fall sollen es Tote sein und die haben mit den Polizisten noch eine Rechnung offen, weswegen man seine Konflikte noch ausdiskutiert und -schießt.
Das produziert reichlich Verwirrung und klärt sich erst beim "Making of" auf der DVD auf, das man eigentlich besser VOR dem Film sehen sollte. "Keizoku" war nämlich eine Fernsehserie, irgendwo zwischen Krimi und Interner Link"Akte X" und die Besucher aus dem Totenreich waren offenbar die Figuren, um die sich der Story-Arc der Serie drehte und die Figuren motiviert hat, diverse Täter und Serienkiller. Der Film ist sozusagen ein Abschluss fürs Kino. Nur hilft das natürlich keinem Europäer, der die Serie nie gesehen haben kann, weswegen man das letzte Drittel auch bequem hinter sich lassen kann.
Ansonsten sorgt der Mischmasch aus Slapstickalbernheiten, Hercule Poirot und mysteriösen Morden zwar für brauchbare Unterhaltung, aber nicht für innere Geschlossenheit. Solide Unterhaltung allemal, da auch die Opfer gnadenlos überzeichnet sind, aber eben ohne die Serie ein hoffnungsloser Fall, da frei im Raum schwebend.

Die größte Schwäche der DVD ist das nicht anamorphe und extrem verrauschte Bild, welches zudem noch sehr unscharf wirkt. Der Ton haut einen ebenfalls nicht um, dafür kann das Zusatzmaterial aber für knapp 70 Minuten unterhalten. Wer Spaß an Serien wie "Akte X" hat, wird sich eventuell auch für "Keizoku" begeistern können. Wer allerdings die Serie vorher nicht gesehen hat, sollte sich lieber erst das Zusatzmaterial zu Gemüte führen, um schlussendlich nicht so gefrustet zurück zu bleiben.



Bilder der DVD




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