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PH 1987
Originaltitel:Final Reprisal
Alternativtitel:Final Reprisal - Die gnadenlose Jagd
aka. Assault System
aka. Warriors without Return
Länge:88:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ted Hemingway
Buch:Rod Davis, Jim Gaines
Kamera:Vic Sanders
Musik:Patrick Corman
SFX:Joe Cadbury
Darsteller:Gary Daniels, Protacio Dee, Kristine Erlandson, Jim Gaines, Jeff Griffith, Glaiza Herradura, Richard King, David Light, Frank Wannack, Michael Welborn
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.12.2008 (Kauf)



Inhalt
Die Freunde David, Charlie und Douglas wollen für die Ideale Amerikas kämpfen. Selbst noch halbe Kinder, melden sie sich freiwillig an die Front. Sehr schnell werden ihre idealistischen Vorstellungen von der brutalen Realität zerstört. Die ersten Feindkontakte konfrontieren sie schonungslos mit der schrecklichen Wirklichkeit. Ihre Freundschaft wird durch Misstrauen und offene Feindseligkeit erschüttert. Nach Wochen qualvoller Gefangenschaft kehrt Charlie zu seinen Kameraden als menschliches Wrack zurück. Grausame Foltermethoden haben ihn zu einem völlig gebrochenen Mann ohne Willen gemacht. Die Konflikte eskalieren. Der blutige Teufelskreis in der Hölle Vietnams fordert seine Opfer.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Dass keine großartige Bildqualität bei diesem 80er Jahre-Action-Trash-Feuerwerk philippinischer Herkunft zu erwarten ist, dürfte von vornherein klar gewesen sein. Somit wird man mit eingeschränkten Erwartungen auch mit dem gebotenen Vollbild großteils zufrieden sein. Die zahlreichen Verschmutzungen unterstützen den trashigen Charakter des Films ungemein, so dass man fast von einem Grindhouse-Feeling sprechen kann. Natürlich ist dies nicht beabsichtigt, da die Schmutzpartikel lediglich auf das schlechte Ausgangsmaterial zurückzuführen sind, doch bei diesem Film kann man das schon mit einem gewissen Nostalgiewert erklären. Störender ist da schon das weiche Bild, das kaum eine ordentliche Detailwiedergabe zulässt, und der steile Kontrast, der sowohl helle als auch dunkle Bildbereiche beeinträchtigt. Die Farbgebung wirkt zudem etwas ausgeblichen, wodurch die Natürlichkeit der Farben verloren geht. Bemerkbar ist auch ein deutliches Rauschen und kleinere Artefaktbildungen, welche durch die Kompression verursacht werden. Einige Szenen, die in der deutschen Videofassung gekürzt waren, wurden aus einer anderen Quelle eingefügt und weisen eine deutlich schlechtere Qualität auf. Da es sich aber nur um wenige Sekunden handelt, wird diese Maßnahme nicht weiter als störend empfunden. Sicherlich wäre durch eine Restauration eine Verbesserung des Materials möglich gewesen, doch ob sich dies gerechnet hätte, darf bezweifelt werden. Im übrigen ist weltweit keine bessere Fassung, die dazu noch ungekürzt ist, erhältlich.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch der Ton kann nur bedingt überzeugen. Wie vielen B-Movies dieser Zeit fehlt es der deutschen Synchronisation an Dynamik, wodurch der Ton die meiste Zeit über sehr flach klingt. Lediglich der Score ist etwas kräftiger. Zumindest darf man sich an einer tadellosen Dialogwiedergabe erfreuen, die zudem sehr homogen im Zusammenspiel mit Musik und Effekten klingt. Der englische Originalton ist bei den Dialogen deutlichen Schwankungen unterlegen, was den Verdacht aufkommen lässt, dass der Ton vom Set ohne eine nachträgliche Synchronarbeit genutzt wurde. Zwar sind die Dialoge gut zu verstehen, doch je nach Handlungsort müssen aufgrund von Nebengeräuschen leichte Beeinträchtigungen hingenommen werden. Optional sind auch deutsche Untertitel vorhanden.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:25 Min.)
  • Bildergalerie: Videocover (4 Bilder)
  • Trailershow:
    • Double Dragon (1:55 Min.)
    • Sabotage - Dark Assasin (2:08 Min.)
    • Heroes Shed No Tears - Balst Heroes (1:00 Min.)
    • Hardboiled 3 - The last Blood (1:53 Min.)
    • The Punisher (1:27 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras beschränken sich auf den Originaltrailer sowie auf eine Bildergalerie, die diverse Videocover zu "Final Reprisal" bereithält. In einer kleinen Trailershow stellen sich weitere Veröffentlichungen des Labels vor.
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Fazit
Nun hat auch der Debütfilm von Kampfsportexperte Gary Daniels das digitale Zeitalter erreicht. Gedreht für wenig Geld auf den Philippinen, entstand dieses Action-Trash-Werk unter der Regie von Ted Hemingway. Hemingway, eigentlich nur ein Pseudonym für Teddy Page, der in seiner Laubahn ziemlich viel Schrott ablieferte, kann mit "Final Reprisal" zumindest einen soliden Genrebeitrag liefern, der weder wirkliche Höhen, noch echte Tiefen besitzt. Interessanterweise ist der Film recht selten, da er in den Videotheken sehr zügig unterging und kaum Publikum fand. Unverständlich, da "Final Reprisal" ein Kind seiner Zeit und eine typische Actionklopperei mit einem Drehbuch ist, das sicher nicht mehr als drei Seiten besitzt. Wenn man aber genau wie ich in dieser Zeit aufgewachsen ist, gehören diese Filme fast schon zum Alltäglichen und man erfreut sich an der Machart, die meistens weder Sinn noch Verstand hat.
So ist es auch bei "Final Reprisal", der weder über eine einfallsreiche Geschichte, noch über gute Darsteller verfügt. Das gilt z.B. für Gary Daniels, da seine Darstellung sehr hölzern ist und seinem Charakter einfach die Tiefe fehlt. Aber wer interessiert bei dieser Art von Film noch eine tolle Geschichte? Der Hauptgrund, warum man seine teure Lebenszeit mit diesen Trash vertreibt, ist doch die Action, die einem durchaus geboten wird. Es gibt Explosionen, Feuergefechte und Martial Arts, was will man also mehr. Gut, nach heutigen Maßstäben wäre eine grundlegende Charakterisierung vielleicht nicht verkehrt, auch ein Fan der Action-B-Movies wird älter und hat im Lauf der Zeit gelernt, einer Geschichte zu folgen, anstatt sich nur an den Actionszenen zu erfreuen. Für einen Charakterdarsteller ist Gary Daniels einfach nicht geboren: Man achte auf seine Darbietung, wenn er nach der Hinrichtung seiner Familie zur Gegenüberstellung der Leichen gebracht wird. Jeder würde zusammenbrechen, nicht so Gary, der rümpft die Nase und geht zum Strand ein paar Karateübungen durchführen - sehr logisch, oder? Statt mit Schauspieltechnik beweist Daniels mit seiner "Beintechnik", dass er genau der Richtige für den Film ist.
Damit aber noch nicht genug, schließlich geht es in der Story nicht nur um Martial Arts, sondern um drei amerikanische Söldner in Vietnam. Bei einem Einsatz erschießt einer der Gruppe die Tochter des vietnamesischen Generals. Dieser schwört Rache, welche fünf Jahre später die Familie von David (Gary Daniels) trifft. Dabei ist David gar nicht der Mörder, wird aber durch die Lüge eines eigentlichen Freundes mit dem Tod seiner Familie bestraft, bis sich letztlich der Gute und der Böse in einem Schlussduell gegenüberstehen. Bis es soweit kommt, wechseln sich meist unblutige Schießereien regelmäßig mit Martial Arts-Einlagen ab, was für die Produktionsumstände auch relativ ordentlich ausschaut. Ansonsten werden die üblichen Klischees geboten, die für die 80er Jahre typisch waren und stellenweise auch heutzutage immer noch zu finden sind. Gerade die Schusswechsel sollten noch eine besondere Erwähnung erfahren, da die Bösen ihre Munition verfeuern, ohne auch nur einen Protagonisten zu treffen, diese dafür ihre Gegner ohne langes Federlesen ins Jenseits befördern. Man muss sowas einfach mögen und das Gehirn von der ersten Filmminute an ausschalten. Trotz des hohen Bodycounts gibt sich "Final Reprisal" blutleer, dafür gefallen die Explosionen.
Alles in allem wirkt das Endprodukt verhältnismäßig billig, was es eigentlich auch war. Regie, Kamera und Score sind nichts besonderes und doch kann man mit Gary Daniels' Debüt durchaus zufrieden sein. Wie schon gesagt: ein typischer Vertreter seiner Gattung und ein Fest für Fans der Action-Ikonen der 80er Jahre.



Bilder der DVD




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NewsNeues Label HDMV mit 3 Veröffentlichungen im Dezember
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