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USA 1981
Originaltitel:Unseen, The
Alternativtitel:Maniac, The
aka. Unseen - Das unsichtbare Böse, The
aka. Unseen - Das unsichtbare Böse
Länge:88:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Danny Steinmann
Buch:Michael L. Grace
Kamera:Roberto A. Quezada
Musik:Michael J. Lewis
SFX:Harry Woolman
Darsteller:Stephen Furst, Barbara Bach, Sydney Lassick, Lelia Goldoni, Karen Lamm, Douglas Barr, Lois Young, Maida Severn
Vertrieb:Eyecatcher Movies
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.02.2009 (Kauf)



Inhalt
Ein älteres Geschwisterpaar hält den gemeinsamen, schwer missgebildeten und geistig zurückgebliebenen Sohn seit Jahrzehnten in den vergitterten Kellergewölben eines abgelegenen Hotels gefangen, um ihn vor der Außenwelt zu verbergen und das schreckliche Geheimnis zu bewahren. Als die Fernsehreporterin Jennifer Fast mit ihrer Schwester und einer Freundin wegen Überlastung der Hotels in der unmittelbaren Umgebung sich ausgerechnet dort einquartiert, kommt es zu einer blutigen Katastrophe. Die breiten Lüftungsschächte der Hotelzimmer führen direkt in die Kellergewölbe und dort lauert das unsichtbare Böse ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild schwankt zwischen "gut" und "geht so", was altersbedingt bei einem kleinen Film zwar in Ordnung geht, letztendlich aber nicht ausreicht, um über den Durchschnitt zu gelangen. Positiv gestaltet sich schon mal das originale Kinoformat von 1,78:1, wodurch Besitzer der alten Vollbild-Videofassung nun deutlich mehr Informationen erhalten. Ganz frei von Störungen ist der Transfer allerdings nicht und so sind immer wieder kleinere Defekte oder Schmutzpartikel enthalten, die aber niemals als störend empfunden werden. Die Schärfe macht einen soliden Eindruck, doch fallen hier ebenso wie bei der Farbgebung deutliche Schwankungen auf. Gerade bei den Farben wechselt die Intensität von kräftig und bunten bis hin zu matten Tönen, allerdings kann man die Anzahl dieser Wechsel an einer Hand abzählen, wodurch man nicht von einer beeinträchtigenden Wirkung sprechen kann. Schärfetechnisch kommt der Transfer jedoch nie über das Mittelfeld hinaus, da einfach zu wenig Details geboten werden. Hinzu kommt ein kontinuierliches Bildrauschen, das besonders in dunkleren Szenen zur Geltung kommt. Auch der Kontrast kann nur bedingt überzeugen, da der Schwarzwert deutliche Tendenzen ins Gräuliche aufweist. Die Kompression arbeitet ordentlich, zaubert aber geringe Artefakte. Ein besonders hervorstechendes Blockrauschen wird nicht deutlich, gerade weil der Kontrast und die Schärfe nicht sehr anspruchsvoll sind. Von einer Katastrophe ist der Transfer sehr weit entfernt, mehr als knapp 3 Punkte können jedoch nicht vergeben werden.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Cutszenen
 Der deutsche Monoton hat schon bessere Zeiten erlebt und scheint von einer alten Videokassette zu stammen. Zwar ist er immerzu verständlich, wirkt aber eindeutig zu dumpf und gelegentlich verzerrt er etwas mit einem starken Rauschen im Hintergrund. Zudem sind einige Minuten leicht asynchron, was besonders bei Nahaufnahmen von Gesichtern störend wirkt. Wesentlich besser klingt der englische Originalton, der ebenfalls in Mono vorhanden ist. Bei ihm tritt kaum Rauschen auf und die Dialoge werden meist sehr klar wiedergegeben. Deutsche Untertitel sind für den gesamten Film oder nur für ehemals gekürzte Szenen vorhanden, so dass man den Film auch ruhig im Original schauen kann.
 +/----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:11 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Als Bonus ist lediglich der Originaltrailer vorhanden.
 /-----

Fazit
"Das unsichtbare Böse" ist neben Interner Link"Freitag der 13. - Ein neuer Anfang" und "Savage Streets" eine der drei Arbeiten in Danny Steinmanns kurzen Regiekarriere. Neben der Regie schrieb er auch das Drehbuch und man fragt sich, warum diese Regie- und Drehbuchlaufbahn nach so kurzer Zeit schon ein abruptes Ende fand, obwohl alle seiner Werke gutes Unterhaltungspotenzial besitzen und sich deutlich vom Slasher-Einheitsbrei abheben.
Gerade bei "Das unsichtbare Böse" sind trotz eines vorhersehbaren Storyverlaufs noch genügend Ideen und Wendungen vorhanden, um den Film einen kontinuierlichen Spannungsverlauf zu verschaffen, auch wenn Steinmann das Genre nicht neu erfindet. Sein Werk hebt sich dennoch ab, denn nicht wie üblich ist es ein irrer Schlitzer hinter einer Maske, der die Ehre hat, sexgierige Teenager an Petrus Pforte klopfen zu lassen, sondern Steinmann nutzt ein Tabuthema, um daraus einen packenden Thriller zu kreieren.
Die Geschichte dreht sich um die Reporterin Jennifer, die sich von ihrem Freund trennen will und in einem merkwürdigen Landhaus unterkommt. Für diese beiden Figuren wurden Barbara Bach und Douglas Barr gecastet. Letzterer ist besser bekannt als Howie aus "Ein Colt für alle Fälle". Barbara Bach, über deren Schauspieltalent man sich im Allgemeinen streiten kann, die aber gerade in den 70er und 80er Jahren eine enorme Präsenz im Filmbusiness besaß, liefert eine ordentliche Leistung ab, wobei man ihr die Rolle einer Scream-Queen nicht ganz abkaufen möchte. Nach einer kurzen Einführung und der scheinbaren Trennung des Paares, macht sich Bach in der Rolle der Jennifer mit zwei Kolleginnen auf den Weg, um eine Reportage über eine dänische Einsiedlerkolonie zu machen. Die reservierten Hotelzimmer stehen aufgrund eines Übermittlungsfehlers nicht zur Verfügung. Hilfe in der Misere bietet ein kauziger, älterer Herrn an, der zusammen mit seiner Frau ein großes Landhaus bewohnt und den drei Reporterinnen ein Zimmer zur Verfügung stellt. Besonders durch die Kulisse des Anwesens wird eine tolle Stimmung geschaffen, denn der altmodische Stil des Hauses mit seinem mysteriösen Keller, der gelungene Score und eine geschickte Kameraarbeit verhelfen Steinmanns Werk dazu, eine stimmige Atmosphäre zu kreieren. Dass mit dem Keller etwas nicht stimmt, scheint von vornherein klar zu sein, was mit einem ersten Mord verdeutlicht wird. Die Mordszenen sind allerdings relativ unblutig ausfallen, was der Handlung aber nur dienlich ist, denn ausgewalzte Splatterszenen hätten der Atmosphäre nur geschadet. Jennifers "Ex"-Freund Tony erreicht im Verlauf der Geschichte ebenfalls das Landhaus, was jeder Filmfan vorhergesehen haben sollte. Der Film endet jedoch anders als erwartet und gipfelt in einem wirklich gelungenen Finale. Neben Barbara Bach und Douglas Barr geben sich noch Stephen Furst, der gerade Anhänger von "Babylon 5 bekannt sein dürfte, als das Unbekannte im Keller und Sidney Lassick, dessen deutsche Synchronstimme sehr passend von Gerd "Ernie, aus der "Sesamstaße"" Duwner gesprochen wird, die Ehre in diesem Ambitionierten 80er Jahre-Grusler.
Zu Videozeiten verschwand "Das unsichtbare Böse" zu Unrecht sehr schnell in der Versenkung, aber das Positive am digitalen Zeitalter ist die Wiederentdeckung von Filmen wie diesem.



Bilder der DVD




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